Eigentlich ist Boris Burcza für den guten Schlaf zuständig: Seit 2007 arbeitet er als Arzt in der Anästhesieabteilung des Diakonissenkrankenhauses. Doch im Sommer 2012 ließ er den Krankenhausalltag hinter sich und machte sich seiner Frau und seinen beiden Kindern auf den Weg nach Santiago de Compostela. Die Familie legte dabei mit Fahrrad und Kinderanhänger 870 Kilometer zurück.

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Mit elf Monaten beziehungsweise 3 ½ Jahren waren die Kinder schließlich zwei der jüngsten Pilger, denen in Santiago eine Urkunde, die so genannte Compostela, ausgestellt wurde. Die Erlebnisse dieser Reise hat Boris Burcza nun in einem Buch veröffentlicht: In „Pilgern mit Kindern“ schildert er die kleinen und großen Katastrophen, die sich der Familie gerade am Beginn des Weges in den Weg stellten: Schier unüberwindliche Steigungen, die sich mit halsbrecherischen Abfahrten abwechselten, auseinander fallende Fahrräder, überfüllte Pilgerherbergen, Magen-Darm-Infekte und die Notwendigkeit sich tagtäglich erneut auf Wanderschaft zu begeben – all dies brachte jedes einzelne Familienmitglied mehr als einmal an den Rand der Verzweiflung. Doch der Jakobsweg entschädigt für die Anstrengungen und Entbehrungen mit wunderschönen Landschaften und der Begegnung mit unglaublich freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die einem immer wieder aufhelfen. Und das Erlebte hat schließlich die Familie noch mehr zusammengeschweißt.

Zur Lesung aus seinem Buch „Pilgern mit Kinder“ lädt Dr. Boris Burcza ein am Mittwoch, 22. Juli 2015 um 19 Uhr in die Buchhandlung Rüppurr, Diakonissenstraße 29, in Zusammenarbeit mit der Patientenbibliothek des Diakonissenkrankenhauses.

Burzca Jakobsweg