In puncto Patientensicherheit ist das Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr bundesweit mit führend und arbeitet kontinuierlich daran, auch weiterhin die Sicherheit der Patienten zu erhöhen.

Am 17. September 2015 ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit den 1. Tag der Patientensicherheit aus.  Dieser Tag soll alle Akteure mobilisieren, die Öffentlichkeit sensibilisieren, und durch verschiedene Veranstaltungen zu einem Katalysator werden, durch den das Thema überall in Deutschland in den öffentlichen Diskurs tritt.

So plant auch das „Diak“ eine Veranstaltung mit öffentlichkeitswirksamen Informations- und Aktionsveranstaltungen, um über Patientensicherheit aufzuklären und Modellprojekte vorzustellen, denn dieses Thema geht alle an.

Patient
Zufriedene Patienten sind Menschen, die sich im Krankenhaus sicher fühlen. Patientensicherheit steht daher im Diak ganz oben.

Zwischenfälle in der Medizin geschehen häufig. 60% der Ursachen liegen am menschlichen Handeln an sich. Laut einem Gutachten des Sachverständigenrats für konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (März 2003), sollen pro Jahr in der Bundesrepublik Deutschland 30.000-80.000 Todesfälle aufgrund von Fehlern in der Medizin zu beklagen sein. Damit diese Zahlen deutlich gesenkt werden können, geht das Diakonissenkrankenhaus seit mehreren Jahren einen sehr innovativen Weg.

Konkrete Sicherheitsmaßnahmen am Diakonissenkrankenhaus

Aus einer Vielzahl von Maßnahmen und Aktionen seien nur ein paar erwähnt:

Bereits 2015 erfolgte die Einführung eines „Team-Time-Out“. Das bedeutet, kurz vor dem eigentlichen Operationsbeginn vergewissert sich der Operateur mittels Abfrage ähnlich dem Prozedere in einem Cockpit („Checked“), ob es sich um den richtigen Patienten handelt, ob Allergien bestehen und ob die richtige Operationsseite bekannt ist. Dadurch kann die Wahrscheinlichkeit, einen falschen Patienten zu behandeln oder auf der falschen Seite zu operieren fast auf null gesenkt werden.

Einen weiteren Meilenstein in der Patientensicherheit setzte das Diakonissenkrankenhaus mit der Einführung von Patientenarmbändern im Jahr 2009 zur persönlichen Identifikation der Patienten.

Um die Fehlerkultur weiter auszubauen, nutzt das Diak seit 01.01.2014 ein interdisziplinäres Ereignis-Meldesystem („Incident Reporting System"), das PaSIS-System. Dieses System wird vom Tübinger-Patienten-Sicherheits- und Simulationszentrum – TüPASS – betrieben. Mit der Einführung von PaSIS werden zusätzlich auch die gesetzlichen Anforderungen, die das aktuelle Patientenrechtegesetz für das Jahr 2014 fordert, erfüllt. Die Informationen aus den Fallmeldungen, die durch das PaSIS System eingehen, werden nach Eingang an der Klinik strukturiert durch die PaSIS-Beauftragten (Anästhesie, Chirurgie, Apotheke, Labor etc.) bearbeitet. Schlussendlich werden nachhaltige Umsetzungsmaßnahmen, die zur Senkung der Wiederauftrittswahrscheinlichkeit von Zwischenfällen und Erhöhung der Patientensicherheit führen, etabliert.

Infoveranstaltung zum 1. Internationalen Tag der Patientensicherheit

Diese und viele weitere Maßnahmen, Aktionen und Möglichkeiten zur Patientensicherheit werden anlässlich der Veranstaltung zum 1. Internationalen Tag der Patientensicherheit auch am Diakonissenkrankenhaus vorgestellt. Von Hygienemaßnahmen über Arbeitssicherheit und Brandschutz bis zur Sturzprävention werden viele interessante Themen aufgezeigt und es besteht die Möglichkeit, einiges auch selbst zu testen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonissenkrankenhauses laden Sie herzlich ein sich selbst ein Bild zu machen:
Am Donnerstag, 17.9.2015 ab 14 Uhr im Foyer des Krankenhauses, ab 17 Uhr Vorträge im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses, Diakonissenstr. 28, in Rüppurr.