Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonissenkrankenhauses beteiligten sich an der „Aktiven Mittagspause“

Am 23.09.2015 fand in Berlin eine Demonstration gegen die geplante Krankenhausstrukturreform statt.

Um die Aktion in Berlin zu unterstützen, organisierte die Mitarbeitervertretung des Diakonissenkrankenhauses zusammen mit der Hausleitung auch hier die „Aktive Mittagspause“: Vor dem Diakonissenkrankenhaus versammelten sich ca. 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um gegen die geplante Reform zu protestieren. Eine große Anzahl Luftballons stiegen in den Himmel auf, um anhand von Karten die Botschaft „Krankenhaus-Reform? SO NICHT!“ in die Welt hinaustragen. Ein Foto von dieser Aktion wurde direkt nach Berlin geschickt und auf die Bildschirme am Brandenburger Tor übertragen. Auch viele andere Krankenhäuser beteiligten sich an dieser Aktion.

 

Aktion "Aktive Mittagspause" am Diak PM-Diak-Aktive-Mittagspause02

Hintergrund der Demonstrationen:

Durch die geplante Krankenhaus-Reform würden allein 2017 den Krankenhäusern 1 Milliarde Euro entzogen! Die Streichung des bestehenden Versorgungszuschlages in Höhe von 0,8% reißt ein Loch von 500 Millionen Euro. Dies entspricht etwa den Personalkosten von 10.000 Pflegekräften bundesweit.

Über die Hälfte aller ambulanten Notfälle werden inzwischen in Krankenhäusern versorgt. Doch diese erhalten dafür eine nicht kostendeckende Vergütung. Eine neue Regelung für dieses drängende Problem sucht man im Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes vergebens!

Die gesetzliche Vorgabe zur Absenkung der Bewertungsrelationen und damit letztlich der Fallpauschalenpreise ist für die Krankenhäuser eine zum Teil massive Preiskürzung. Die Liste der geplanten Einsparungen lässt sich leider noch fortsetzen. Die Finanzierungslücken werden immer größer. Davon wäre auch das Diakonissenkrankenhaus betroffen.