Chronische Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung und Stuhlunregelmäßigkeiten sind die charakteristischen Beschwerden beim Reizdarm. Das Reizdarmsyndrom (RDS) kommt in 10- 15% der Bevölkerung vor, d.h. ca. 30.000 Menschen in Karlsruhe sind betroffen. Hat man in früherer Zeit das RDS oft als „eingebildete Erkrankung“ angesehen, so mehren sich in jüngster Zeit Erkenntnisse, dass beim Reizdarm mikroskopische Veränderungen in der Darmschleimhaut zu finden sind. Da viele ernste Erkrankungen des Verdauungstraktes mit ähnlichen Beschwerden einhergehen, gilt es diese vom Reizdarm zu unterscheiden. Haben Patienten mit Reizdarm ein erhöhtes Risiko für eine ernste Erkrankung oder Krebs? Ist die Lebenserwartung bei Reizdarm eingeschränkt? Was muss bei Verdacht auf Reizdarm untersucht werden? Kann man den Reizdarm heilen?

Auf diese und viele andere Fragen soll der AOK-Vortrag am 18.11. um 17 Uhr  im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses, Diakonissenstraße 28, Antworten liefern.

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Priv. Doz. Dr. med. Thomas Zöpf, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Diakonissenkrankenhaus und des Zentrums für Endoskopie und Sonographie (ZEuS)

In der Klinik für Innere Medizin am Diakonissenkrankenhaus werden alle Erkrankungen der Inneren Organe mit einem kompetenten und patientenorientierten Team nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt. Dabei ist ein menschlich zugewandter Umgang mit den Patienten dem Team ein besonderes Anliegen. Ungewöhlich ist die Tatsache, dass die Klinik für Innere Medizin nicht in einzelne Spezialabteilungen unterteilt ist. „Dies bietet für den Patienten und den zuweisenden Arzt den Vorteil, dass die Patienten in ihrer gesamten Krankheitssituation gesehen werden können, ohne dass wir den Überblick verlieren.“ erklärt Chefarzt Dr. Thomas Zöpf.  Ein Team von Spezialisten der wichtigsten Teilgebiete (Kardiologie, Gastroenterologie, Diabetologie, Ernährungsmedizin, Palliativmedizin, Intensivmedizin) kümmert sich dabei um spezielle Fragestellungen. Eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Chirurgie und der Abteilung für Altersmedizin gewährleistet im individuellen Fall bestmögliche und schonende Behandlungen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik ist die Behandlung von Erkrankungen des Verdauungstraktes (Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Speiseröhre, Magen, Dünndarm und Dickdarm). Seit Februar 2013 gibt es am Diakonissenkrankenhaus eine der modernsten Endoskopieabteilungen Europas (ZEuS).

Die endoskopischen Verfahren (Spiegelungen der Verdauungsorgane) sind demzufolge ein Spezialschwerpunkt der Klinik für Innere Medizin. Hierbei werden in einer der modernsten Abteilungen der Region diagnostische aber auch therapeutische Spiegelungen mit großer Erfahrung sowie größtmöglichen Komfort und Sicherheit für den Patienten durchgeführt.

In den Untersuchungsräumen spielt sanfte Musik, da nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen hierdurch ein entspanntes Untersuchen möglich ist. Zur Entfaltung des Darmes bei der Darmspiegelung und der Gallenwegsspiegelung verwendet das ZEuS-Team statt der üblichen Raumluft Kohlendioxid (CO2). Dies führt zu deutlich weniger Blähungen und Beschwerden nach der Untersuchung, da das CO2 schneller im Darm resorbiert wird. „Um eine sogenannte ‚Schlaufenbildung‘ des Endoskops bei der Darmspiegelung zu vermeiden, die vom Patienten als sehr unangenehm empfunden wird, verwenden wir als einzige Klinik im Südwesten grundsätzlich ein röntgenstrahlenfreies Erkennungssystem der Endoskoplage (Scope-Guide-System).“ so Zöpf.

Beste Voraussetzungen also um sich des Themas „Reizdarm – wie kann man den Beschwerden abhelfen“ anzunehmen.