Mehr Patientenkomfort bei MRT-Untersuchungen durch neueste Technik

„Jetzt steht er da!“ freut sich Dr. med. Ingo Scheppers, Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr. „Er“ ist der neue Magnetresonanztomograph, kurz MRT, der gestern dem Diakonissenkrankenhaus geliefert wurde. In einer spektakulären Aktion wurde das 4,5 Tonnen schwere Großgerät in strömendem Regen mit Hilfe eines Krans über 20 m Höhe durch ein geöffnetes Flachdach in die Radiologie eingelassen.

„Dieses Gerät ist das erste seiner Art, das wir in Deutschland aufstellen“ erklärt Gerold Bahls, Projektmanager von der Fa. Philips GmbH mit leuchtenden Augen, während er das Gerät von der Decke aus in Empfang nimmt. „Und es ist auch das erste Mal, dass wir ein Gerät durch die Decke einbringen“ schmunzelt er.

MRT innen web

Mit dem neuen Inginia S 1,5 Tesla MRT erhält das Diakonissenkrankenhaus ein Gerät der technologischen Spitzenklasse, welches die Bildgebung insbesondere im Oberbauch und den Gelenken, den Gefäßen und der Kopf-Hals-Region signifikant verbessern wird. Neuere und exaktere radiologische Befundmöglichkeiten verbessern die Diagnosestellung und in der Folge die Behandlungsmöglichkeiten.

Das Gerät wird ausgepackt, rund 10 Männer arbeiten zügig Hand in Hand zusammen:  Lüftungsbauer, Elektriker, Sanitärfachmann, Klima- und Haustechniker. „Jetzt geht es darum, die Schnittstellen zwischen Haustechnik und der Versorgungstechnik des Geräts herzustellen“ erklärt Hermann Melder, Leiter der Betriebstechnik am Diakonissenkrankenhaus. „Diese Schnittstelle und deren Versorgung ist ziemlich komplex und anspruchsvoll. Die vorgegebenen Toleranzen von den Herstellern, z. B. von Luftqualität, Kühlwassertemperatur und vielem mehr, sind sehr eng gefasst und müssen genau angepasst werden.“

„Der strömende Regen war heute sowohl für das Gerät als auch für das offene Gebäude etwas schwierig und hat uns ein bisschen unnötige Mehrarbeit verpasst. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden, wie es bis jetzt gelaufen ist.“ so Melder.

Chefarzt Dr. Scheppers: „Mit dem Austausch des MRT befinden wir uns wieder auf dem aktuellsten Stand der Technik. Das neue Gerät ist mit seinem großzügigen Patientenkomfort auf die Bedürfnisse des Diakonissenkrankenhauses perfekt zugeschnitten. Die kommenden Jahre werden wir sehr gut aufgestellt sein“.

Der besondere Patientenkomfort besteht darin, dass die Untersuchung deutlich angenehmer empfunden wird, das beklemmende Gefühl und somit die Ängste gemindert werden.

Dr. Scheppers: „Das Gerät verfügt bei kompakter Bauweise über eine besonders große Öffnung, was die Untersuchung für große und ängstliche Patienten deutlich erleichtert. Zudem ist hinter dem Gerät ein großer Fernseher angebracht. Über einen Spiegel können Patienten nun während der Untersuchung beruhigende und ablenkende Filme betrachten. Neueste Technologie sorgt für geringe Lärmbelästigung und kurz  Untersuchungszeiten.

Auch Maik Beltrame, stellvertretender kaufmännischer Vorstand, schaut auf der Baustelle vorbei. „Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, technisch wieder einen Schritt weiter gehen zu können. Diese Großinvestition war wichtig und konnte unter anderem auch dank der Unterstützung und Förderung durch das Regierungspräsidium erfolgen.“
Mit dem neuen MRT-Gerät signalisiert das Diakonissenkrankenhaus einmal mehr, dass hier die kontinuierliche qualitative Verbesserung der Patientenversorgung stets im Mittelpunkt steht. Ab Anfang Dezember wird das Gerät betriebsbereit sein.