Patiententag am 24. November um 16:30 Uhr im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses, Diakonissenstr. 28 in Karlsruhe-Rüppurr

Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die sich in einer verminderten Bruchfestigkeit des Knochens und erhöhtem Frakturrisiko äußert. Der menschliche Knochen befindet sich in einem ständigen Auf- und Abbauprozess. Durch Alterung, hormonelle Umstellung und Inaktivität kommt es zu einer Reduktion der Knochenmasse - die Balance des Knochen Ab- und Aufbaus kommt ins Ungleichgewicht. Hierdurch werden sowohl die feinen Knochenbälkchen, als auch die krafttragenden Strukturen des Knochens vermindert. Bei einer kritisch reduzierten Knochenmasse kann der Knochen seine mechanischen Aufgaben nicht mehr erfüllen, zunächst brechen kleine Knochenbälkchen, schließlich kann die Erkrankung bei nicht adäquaten Belastungen, selbst auch unter Alltagsbedingungen, zu Frakturen führen. Die Wirbelsäule spielt hierbei eine große Rolle, da Frakturen der Wirbelsäule häufig schon in der Anfangsphase der Osteoporose auftreten und langfristig zu einer Verformung der Wirbelsäule führen können.

Risikofaktoren der Osteoporose sind das Alter, Ernährungsstörungen, medikamentöse Therapie und die Sturzneigung. Zusätzlich besteht bei älter werdenden Menschen nahezu generell auch in der Region Baden ein Vitamin D Mangel, der durch die abnehmende Eigenproduktion der Haut bedingt ist. In Anbetracht der alternden Gesellschaft werden sich die Zahlen allein der Oberschenkelhalsfrakturen in den nächsten 15 Jahren voraussichtlich verdoppeln.

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Prof. Dr. med. Erich Hartwig, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Regionalem Traumazentrum am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr

Alle 3 Sekunden ein Osteoporose bedingter Knochenbruch weltweit

Bereits heute erleidet alle 3 Sekunden auf der Welt ein Patient einen Knochenbruch, der auf eine Osteoporose (verminderte Knochenstruktur) zurückzuführen ist. In Europa nimmt Deutschland hierbei leider eine führende Rolle ein. So erleiden in Deutschland bereits jährlich ca. 700 000 Menschen einen osteoporotisch bedingten Knochenbruch. Viele dieser Brüche könnten durch eine adäquate  medikamentöse Therapie vermieden werden.
Leider ist es aber auch heute noch so, dass nur in etwa 20% der Fälle auch nach solchen Brüchen eine richtige medikamentöse Therapie erfolgt.

Das Diakonissenkrankenhaus beschäftigt sich intensiv mit der Behandlung Osteoporose bedingter Frakturen. Durch die verminderte Knochenqualität erfordert die unfallchirurgische Therapie besondere Techniken und Implantate, die vorgehalten werden müssen.

Hierbei spielt die Wirbelsäulentherapie eine herausragende Rolle. Die Indikationen zu operativen Maßnahmen müssen interdisziplinär und im multiprofessionellen Team gestellt werden. Hier helfen uns die Erfahrungen aus der gemeinsamen Therapie in unserem Zentrum für Alterstraumatologie.

Aber auch die degenerativen Wirbelsäulenprobleme finden eine umfassende Berücksichtigung am Diakonissenkrankenhaus. Die  konservative Wirbelsäulentherapie steht hierbei an erster Stelle. Aber auch durch minimal- invasive, computertomographisch gestützte Injektionen und mikrochirurgische Techniken können Schmerzen der Wirbelsäule häufig gebessert werden.

Bei einem Patiententag am 24. November um 16:30 Uhr im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses, Diakonissenstr. 28 in Karlsruhe-Rüppurr, möchten wir Sie über die Osteoporose, deren Folgen an der Wirbelsäule und die Behandlung degenerativer Wirbelsäulenleiden informieren.