Eine Orientierungshilfe für die Berufswahl junger Menschen ist das Freiwillige Soziale Jahr. Aber wie sieht es mit dem freiwilligen, sozialen Einsatz für Menschen in den reifen Jahren des Lebens aus? Werden sie überhaupt noch gebraucht? Oder leben sie nur noch das, was für sie alleine nützlich ist?

Die ehrenamtlichen Einsatzmöglichkeiten im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr sind überraschend vielfältig und Sinn machend. Und erstaunlich viele Menschen in einer späteren Lebensphase bringen hier ihre soziale Kompetenz mit ein.

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Im Jahr 2013 wurde der Ehrenamtlichen-Dienst am „Diak“  im bundesweiten Wettbewerb „Das hilfreiche Alter in der Geriatrie“ mit einem zweiten Preis ausgezeichnet. Die Jury würdigte damals „das umfangreiche Profil des ehrenamtlichen Dienstes, die gute Einbindung in die Infrastruktur des Krankenhauses und die vielfältige Qualifizierung und Fortbildung der Ehrenamtlichen". Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.
Pfarrer Theo Berggötz, Leiter der Ehrenamtlichenarbeit am Diak erklärt: „ Die meisten unserer ca. 130 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind  zwischen 60 und 80 Jahre alt und damit in einer Lebensphase, wo die Familie sie nicht mehr so in Anspruch nimmt. Sie wollen anderen etwas geben, Zeit beispielsweise, und ihre Erfahrungen und Begabungen einbringen.“

Zeichen der überregionalen Zusammengehörigkeit von Ehrenamtlichen im Verbund der Ökumenischen Krankenhaushilfe (ÖKH) ist die grüne Arbeitskleidung, die den Ehrenamtlichen die Bezeichnung „Grüne Dame“, „Grüner Herr“ gibt.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Vom Lotsendienst, d. h. die freundliche Begleitung von der Patientenaufnahme zur Station über die Essensaufnahme bis zum Bücherdienst (Bibliothek oder Bücherwagen auf Station). Es gibt den Besuchsdienst, bei dem es wichtig ist ein offenes Ohr zu haben, im Gespräch zu sein über Lebens- und Glaubensfragen, trösten und, wo angebracht, auch mit dem Menschen zu beten. Und die OP-Begleitung für Patienten, die vor der OP bis zur Narkose nicht allein sein wollen sowie die Sitzwache, die Nähe und einfühlsame Begleitung in langen, schweren Stunden geben darf.

Als kleine Gegenleistung für den Einsatz der Ehrenamtlichen bietet das Diak monatliche Treffen an. Weiterbildung und Schulung,  Dienstkleidung, kostenloses Mittagessen und Fahrtkostenerstattung an den Einsatztagen sowie Einladungen zu hausinternen Veranstaltungen sind für die Hausleitung eine Selbstverständlichkeit. „Das ist das Mindeste, das wir tun können“ sagt Dr. Karlheinz Jung, Kaufmännischer Vorstand des Diakonissenkrankenhauses. „Denn diese Damen und Herren entlasten unser Personal. Wenn sie bei ihren Einsätzen das Gefühl haben: ‚Da täte es gut, wenn ich noch bliebe und zuhöre‘, nehmen sie sich die Zeit. Denn diese Zeit hat das Personal in der Regel leider nicht. Damit helfen sie unauffällig aber spürbar mit, ein Klima im Haus zu prägen, das den Patienten das Gefühl gibt, gemäß unserem Slogan ‚Zu jeder Zeit in guten Händen‘ zu sein. Dafür sind wir dankbar.“
 
Darum suchen wir immer wieder Menschen, die bereit sind, sich in den ehrenamtlichen Dienst zu stellen. Hier werden Sie gebraucht!

Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, wenden Sie sich unverbindlich an Klinikseelsorger Pfarrer Theo Berggötz, Mo. bis Fr. von 8 bis 16 Uhr unter: Tel. 07 21 / 8 89-33 59
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