Fünf Auszubildende und Teilnehmer am BFD der Verwaltung am Diakonissenkrankenhause Karlsruhe-Rüppurr haben sich zu einem ausbildungsbegleitenden sozialen Projekt zusammengeschlossen

"In Zusammenarbeit mit der Caritas und dem Mennonitischen Hilfswerk wollen wir den Flüchtlingen in der LEA Karlsruhe durch Organisation von dringend benötigten Dingen helfen.“ erklärt Sonja, die den Bundesfreiwilligendienst im Diak absolviert.

Begleitet und unterstützt werden sie dabei von Elke Salvatore, Ausbilderin am Diak, sie hatte die Idee zu diesem Projekt. „Dringend benötigte Gebrauchsgegenstände sollen von den Auszubildenden durch Spendenaufrufe und -aktionen beschafft werden. Dabei reagieren wir in enger Absprache mit Caritas, dem Mennonitschen Hilfswerk und auch anderen engagierten Menschen auf gezielte Anfragen. Im Moment werden besonders Kinderwagen benötigt. Wir organisieren also die Beschaffung von gebrauchten Kinderwagen, übernehmen die Reinigung und nehmen kleinere Reparaturen vor. Da das Mennonitische Hilfswerk den Menschen in der LEA kostenlose Deutschkurse anbietet, werden hier im Moment hauptsächlich Schreibwaren und Wörterbücher benötigt.“

Erste Aktionen sind bereits angelaufen: Aufrufe an die Mitarbeitenden der Ev. Diakonissenanstalt und Vorbereitung eines Kuchen- und Plätzchenverkaufs in der Mitarbeitercafeteria noch im Dezember. Die Plätzchen wurden mit tatkräftiger Unter-stützung von FSJ-Teilnehmerinnen der Pflege gebacken, weitere Kuchenspenden wurden organisiert. Als nächste Aktion ist geplant, Lieferanten und Firmen anzuschreiben und um benötigte Spenden zu bitten.
Auch erste Erfolge sind schon zu verbuchen: So konnten bereits drei Kinderwagen an Familien übergeben werden, 3 weitere sind gerade in Arbeit, in einem Werkraum, der vom Vorstand der Ev. Diakonissenansalt, der dieses Projekt begrüßt und unterstützt, für diesen Zweck zur Verfügung gestellt wurde.

Von dem Projekt profitieren jedoch nicht nur die Menschen, denen geholfen wird. Elke Salvatore zeigt sieht den Gewinn auch auf der anderen Seite: „Eine Anforderung an Auszubildende im Berufsleben sind sicher die persönlichen Fähigkeiten (SoftSkills), die Handlungskompetenzen sowie die interkulturelle Kompetenz. Durch unser Projekt sollen diese  gestärkt werden. In der heutigen Zeit finde ich es sehr wichtig, dass wir Mitarbeiter (nicht nur Auszubildende) diese Kompetenzen erweitern und auch bewusst einsetzen – und dies nicht nur in der Arbeitswelt. Gleichzeitig werden wir sinnvolle Hilfe für Menschen in Not leisten können, was ja schon immer ein wesentliche Anliegen unseres Hauses war und ist.“

Und auch Auszubildende Ariane hofft, „dass wir mit dem Projekt langfristig vielen Menschen helfen können und ich wünsche mir, dass wir den Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, ein kleines Stück unserer Lebensqualität abgeben können.“