Ökonomie und Ethik am Diakonissenkrankenhaus: Vortragsreihe und Diskussion
Das Krankenhaus war „früher“ ein Ort, an dem man davon ausging, ärztlichem Ethos und barmherzigen Schwestern zu begegnen. Heute scheinen immer stärker die Regeln der Wirtschaftlichkeit das Gesundheitswesen zu bestimmen. Manche befürchten eine Aushöhlung der Medizin und der Pflege durch das Paradigma der Ökonomie. Der Spagat zwischen Ökonomie und Ethik, zwischen Wertschöpfung und Wertschätzung ist insbesondere in einem christlichen Krankenhaus tatsächlich eine ständige Herausforderung.

Wie können Wirtschaftlichkeit und Barmherzigkeit zusammengehen? Um diese Spannung geht es in einer von der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr im Herbst veranstalteten Vortragsreihe. Der letzte Abend beschäftigt sich mit dem Thema „Pflege 2030 – Fließband oder patientenorientierte Behandlung?“. 

Die größte Berufsgruppe im Krankenhaus sind die Pflegekräfte. Sie treffen tagtäglich ethische Entscheidungen. Welchem Patienten widme ich wie viel meiner knappen Zeit? Wie gehe ich damit um, wenn ich merke, dass meine Zeit nicht reicht, um dem Patienten gerecht zu werden? Was brauchen wir für eine wertschätzende Pflege? Antworten auf diese und andere Fragen gibt Prof. Hans-Ulrich Dallmann, Professor für Theologie und Ethik an der Hochschule Ludwigshafen/Rhein, Vizepräsident für Hochschulentwicklung der Hochschule mit Forschungsschwerpunkt Ethik helfender Berufe am 23.11.2016, 19 Uhr im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses, Diakonissenstraße 28, 76199 Karlsruhe-Rüppurr, statt. Der Eintritt ist frei.

Dallmann

Prof. Hans-Ulrich Dallmann, Professor für Theologie und Ethik an der Hochschule Ludwigshafen/Rhein stellt die Frage: „Pflege 2030 – Fließband oder patientenorientierte Behandlung?“. (Foto: privat)