Meldungen
Erfolgreiche Zertifizierung des Zentrums für Alterstraumatologie:
Multiprofessionelle Therapie durch ein interdisziplinäres Team
Das Zentrum für Alterstraumatologie am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr wurde jetzt als erstes Zentrum in Baden-Württemberg und als zweites Zentrum dieser Art in Deutschland erfolgreich zertifiziert. Nach einem externen Audit wurde die Station B3 mit einem Zertifikat für die Erfüllung der Norm nach DIN EN ISO 9001:2008 ausgezeichnet.
Schon im Jahr 2007 war das Zentrum für Alterstraumatologie im Diakonissenkrankenhaus gegründet worden, nachdem über zehn Jahre lang geriatrische Patienten aller Kliniken vom Geriatrischen Zentrum konsiliarisch behandelt worden waren. Mit acht Betten – die übrigen sind für akut-geriatrische Patienten – wurde damals auf der Station B 3 eine interdisziplinär geriatrisch-unfallchirurgische Station zur Behandlung von verletzten alten Menschen mit multiplen Nebenerkrankungen eingerichtet – eines der ersten Zentren dieser Art in Deutschland. Damit begann eine tägliche gemeinsame Behandlung der alterstraumatologischen Patienten im Diakonissenkrankenhaus.
Die demographische Entwicklung und die schlechte Prognose der so genannten Altersfrakturen erfordern neue Versorgungsstrukturen. Im Wissen um die Zusammenhänge von frühzeitigem Operationszeitpunkt – gerade für den schwerstkranken alten Menschen – und frühzeitig einsetzender, multidisziplinärer geriatrischer Rehabilitation sowie der Wiedererlangung der Mobilität und sozialen Reintegration müssen die Kompetenzen unfallchirurgischer und geriatrischer Akutversorgung sowie altersgerechter Rehabilitation gebündelt und zur Behandlung des Alterstraumas interdisziplinär zusammengeführt werden. Dieses Projekt der gemeinsamen Betreuung ermöglicht somit eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Therapie bereits vor der Operation eines verunfallten älteren Patienten. Die gemeinsame Arbeit im Zentrum für Alterstraumatologie am Diakonissenkrankenhaus zeigt, dass insbesondere geriatrische Patienten mit Funktionsstörungen von dieser speziellen ganzheitlichen Therapie profitieren.
Als notwendig und hilfreich erwies sich dabei der Aufbau eines Qualitätsmanagement-Systems für das Zentrum, um eine strukturierte und umfassende Behandlung der Patienten zu gewährleisten. Alle wesentlichen Prozesse mit ihren Schnittstellen wurden mit klinischen Ablaufbeschreibungen hinterlegt, von denen nur in begründeten Einzelfällen abgewichen werden darf. Es erfolgt die kontinuierliche Überwachung der Behandlungsqualität anhand von Kennzahlen. Dies erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an kollegialem Arbeitseinsatz. Darüber hinaus absolvieren Pflegekräfte von B 3 das „Zertifizierte Curriculum Geriatrie“ (Zercur Geriatrie) der Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen e.V..
Der Einsatz im Zentrum für Alterstraumatologie hat sich gelohnt, er wurde jetzt mit dem Zertifikat belohnt. Die Auszeichnung macht deutlich, dass sich das Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr einer gesellschaftlichen Herausforderung stellt, indem es Strukturen für eine qualifizierte Behandlung älterer Menschen geschaffen hat.
Eine neue Frauenklinik am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr
Über neun Millionen Euro investieren der Bund und das Land Baden-Württemberg in den Bau einer neuen Frauenklinik am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr. Die Projektgesamtkosten belaufen sich auf über 13 Millionen Euro.
Mit der Investition aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes sowie aus dem Infrastrukturprogramm des Landes werde der Standort des Krankenhauses weiter gestärkt.
Im Sommer 2011 soll der Neubau stehen, das ist die Bedingung für den Zuschuss.
Bauherr ist die Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr, Trägerin des Krankenhauses. Die Generalplanung hat das in Karlsruhe ansässige Architekturbüro Roger Strauss übernommen.
In dem viergeschossigen Anbau werden neben Stationen der Frauenklinik auch Stationen der Inneren Medizin sowie die Krankenhaus-Apotheke und Funktionsabteilungen wie die Endoskopie untergebracht sein.
Künftig wird auf dem Dach des Erweiterungsbaus der neue Landeplatz für den Rettungshubschrauber sein.
Die bisherige Frauenklinik des Diakonissenkrankenhauses war im Jahr 1964 hier auf dem Gelände in Rüppurr gebaut worden. Damals wurde das so genannte Stammhaus in der Sofienstraße geschlossen und alle Kliniken bzw. Stationen nach Rüppurr verlegt. Im Jahr 1984 erfolgte eine Totalrenovierung der Frauenklinik.
Die Klinik für Innere Medizin sowie die Krankenhaus-Apotheke bestehen schon seit 1933 am Diakonissenkrankenhaus in Rüppurr.
Im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr:
Ambulantes Operieren in der HNO noch patientenfreundlicher
Die HNO-Klinik am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr hat ein neues ambulantes Operationszentrum.
Der Wunsch, mehr Operationen bei Kindern und kleinere Eingriffe bei Erwachsenen ambulant durchzuführen, waren der Auslöser für den Plan, Räumlichkeiten in der HNO-Klinik neu zu gestalten, Organisationsstrukturen zu vereinfachen sowie das Behandlungsspektrum zu erweitern.
Der Empfangsbereich wurde mit Liegestühlen und Sitzmöglichkeiten für ruhende bzw. wartende Patienten und Patientinnen neu gestaltet.
Durch die Bündelung der Räumlichkeiten konnten die Abläufe für die Patienten vereinfacht werden: In den Räumlichkeiten des ambulanten Zentrums finden täglich zwischen 7:00 und 16:00 Uhr die Operationsvorbereitung und Überwachung sowie die postoperative Nachsorge statt.
Ständige und vertraute Ansprechpartner für die Patienten und Patientinnen im neuen HNOOperationszentrum sind auf ärztlicher Seite die sehr erfahrene | ![]() |
Die überschaubaren Strukturen helfen den Patienten, eine oft als beängstigend empfundene ambulante Operation gut durchzustehen.
Anregungen für den Aufbau dieses ambulanten HNO-Zentrums im Diakonissenkrankenhaus hatten sich Ärzte und Pflegepersonal in der HNO-Klinik der Universitätsklinik Tübingen geholt.
Chefärztin der HNO-Klinik ist seit Mai 2008 Frau Prof. Dr. Serena Preyer.
Dr. Christian Scheib neuer Chefarzt der Augenklinik
am Diakonissenkrankenhaus
Die Zukunft der Augenklinik am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr ist gesichert: Ab 1. Mai 2009 wird es einen neuen Chefarzt geben. Der Verwaltungsrat der Ev. Diakonissenanstalt, Träger des Krankenhauses, hat in seiner letzten Sitzung Dr. med. Christian Scheib einstimmig dazu berufen. Der 39jährige Facharzt für Augenheilkunde arbeitete bisher als Leitender Oberarzt in der Augenklinik am Zentralklinikum Augsburg. Er verfügt über ein vielfältiges operatives Spektrum und langjährige Praxis in der Augenchirurgie.
Herr Dr. Scheib löst den langjährigen Chefarzt Prof. Dr. med. Reinhard Trinkmann ab, der zum 31. März 2009 aus gesundheitlichen Gründen ausschied, nachdem er fast 20 Jahre als Chefarzt der Augenklinik am Diakonissenkrankenhaus wirkte.
![]() | Der künftige Chefarzt der Augenklinik am Diakonissenkrankenhaus: Dr. Christian Scheib |
Kunst im Diakonissenkrankenhaus: „Engel haben’s schwer“
Seit vielen Jahren schon organisiert das Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr im Eingangsbereich Gemälde-Ausstellungen. Schöne Bilder sollen die Atmosphäre in den oft trist und grau wirkenden Krankenhausfluren aufhellen. So auch die neu begonnene Ausstellung „Bunte Momente“ mit Bildern von Dr. Elisabeth Nüchtern. Darunter befindet sich auch die Serie „Engel haben’s schwer“.
Die gut besuchte Vernissage eröffnete Vorsteher Wolfram Stober, die Einführung zur Ausstellung kam von Dr. Ursula Merkel von der Städt. Galerie Karlsruhe, die gekonnt und plastisch die verschiedenen Motive der Künstlerin erklärte. Alle knapp 50 ausgestellten Bilder der Künstlerin wirken durch eine leuchtende, expressive Farbgebung heiter, gelöst und direkt vitalisierend. Die Ärztin Dr. Nüchtern malt bevorzugt Serien, die Geschichten erzählen oder Zweier-Gruppen, die wie Dialoge wirken. Die Inspiration zu ihren Bildern nimmt sie aus persönlichen Erlebnissen, Stimmungen oder Eindrücken.
Besonders eindrücklich bei dieser Ausstellung ist die Bildfolge „Engel haben’s schwer“. Man begegnet himmlischen Wesen mit zarten Flügeln, die die Farben des Himmels und der Sonne widerspigeln.
Der Wunsch der Künstlerin ist es, dass „ihre Bilder wie Fenster wirken sollen, durch die der Betrachter aus dem Alltag heraus schauen kann – wohin er will…“
Die Ausstellung mit Bildern von Dr. Elisabeth Nüchtern läuft noch bis zum 13. Mai 2009 im Z-Bau des Diakonissenkrankenhauses. Herzliche Einladung.
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Vorsteher Stober und Oberin Rau (Mitte) mit der Künstlerin Dr. Elisabeth Nüchtern bei der Eröffnung der Ausstellung | Zahlreiche Besucher kamen zur Vernissage ins Diakonissenkrankenhaus |
Der neue Chefarzt im Diakonissenkrankenhaus
Die Klinik für Radiologie, bildgebende Verfahren, Interventionsradiologie & Nuklearmedizin am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr hat seit Januar 2009 wieder einen Chefarzt: Priv.Doz. Dr. med. Stefan Adams. Der 45jährige Mediziner, habilitiert im Fachbereich Radiologie sowie habilitiert im Fachbereich Nuklearmedizin, arbeitete zuletzt als Oberarzt am Institut für Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin am Marienhospital Herne, einer Klinik der Universität Bochum. In einem Festgottesdienst wurde Dr. Adams jetzt offiziell in sein Amt als Chefarzt eingeführt. Das Diakonissenkrankenhaus ist Teil der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr und orientiert sich an seinem Leitsatz „Zu jeder Zeit in guten Händen“. Aufgrund des christlichen Krankenhaus-Leitbilds ist es Tradition, einen neuen Klinikleiter zu Beginn seiner Tätigkeit mit einem Gottesdienst in der hauseigenen Kapelle unter den Segen Gottes zu stellen. Der Vorsteher der Ev. Diakonissenanstalt, Pfarrer Wolfram Stober, ging in seiner Predigt auf einen Vers aus dem alttestamentlichen Buch der Sprüche Salomons näher ein: „Wissen und Einsicht sind wertvoller als Silber und Gold!“ Diese Aussage ist auch ein Lebensmotto des neuen Chefarztes, den vor allem die Intention, Menschen zu helfen, antreibt. Adams möchte gerne – trotz der gegenwärtigen Zwänge auf vielen Ebenen – immer das Ziel verfolgen und das Wohl vor allem der Patienten im Auge behalten. Das ist auch einer der Gründe, warum er sich am Diakonissenkrankenhaus beworben hatte. Für ihn bietet das christliche Leitbild den Rahmen, in dem er nicht nur als Mediziner funktionieren muss, sondern vielmehr der Mensch im Vordergrund steht.
Bei dem anschließenden Empfang wurde Dr. Adams vom Geschäftsführer des Städt. Klinikums Prof. Dr. Martin Hansis, der auch in Vertretung des Oberbürgermeisters Grüße übermittelte, sowie vom Ärztlichen Direktor des Diakonissenkrankenhauses willkommen geheißen. Am Ende dankte Adams allen, besonders aber seinem neuen Team der Klinik für Radiologie für die freundliche Aufnahme.
![]() | Der neue Chefarzt der Klinik für Radiologie am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr: Priv.Doz. Dr. med. Stefan Adams |
Erstes Zentrum für Alterstraumatologie in Baden-Württemberg im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr
Im Rahmen eines Fachsymposiums, am 22. Februar 2008, unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Erich Hartwig, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, stellte das Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr sein neues Zentrum für Alterstraumatologie vor.
Hier arbeiten die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie das Geriatrische Zentrum Karlsruhe, Chefärztin Dr. Brigitte R. Metz, und die Klinik für Anästhesie, Chefarzt Dr. Thomas Arldt, interdisziplinär zusammen, um eine optimale Versorgung älterer Menschen nach Unfällen, Stürzen und bei Arthrose zu gewährleisten. Es ist das erste Zentrum dieser Art in Baden-Württemberg. | ![]() Eine Patientin trainiert auf Station. Rechts die Oberärztin der Station, links eine Krankenschwester. |
Die Alterung der deutschen Gesellschaft wird nicht erst in 50 Jahren zu Problemen führen, sondern bereits in den nächsten beiden Jahrzehnten eine Herausforderung darstellen. Aus der steigenden Lebenserwartung resultiert eine steigende Anzahl von Verletzungen und Einschränkungen des muskuloskeletalen Systems im Alter.
Neben Unfällen im Straßenverkehr stellen Stürze die häufigsten Ursachen für Knochen- und Gelenkverletzungen des älteren Menschen dar. Zusätzlich erleben wir derzeit einen Wandel in den Lebensverhältnissen der alten Menschen. Sie werden immer mobiler und treiben immer mehr Sport wie Skilaufen, Wandern oder Fahrradfahren. Dabei kommt es zu Unfällen. Es ist also damit zu rechnen, dass Unfälle im Alter in den nächsten Jahren überproportional zunehmen werden. Erkrankungen im Alter werden damit zu einem der Schwerpunkte der medizinischen Versorgung der Zukunft.
Diesem Wandel wurde im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie bereits in den letzten zehn Jahren durch Weiterentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten begegnet. Neue OP-Techniken, altersspezifische Implantate und Narkosetechniken haben die operativen Ergebnisse verbessert. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit, denn die Behandlung des alten Menschen erfordert eine umfassende Betreuung durch Geriater, Anästhesisten, Rehabilitationsmediziner sowie Unfallchirurgen und Orthopäden.
Chefarzt Prof. Ernst-Peter Strecker in den Ruhestand verabschiedet
![]() Oberin Schwester Inge Rinkel begrüßt die Festgäste. | Nach 29 Jahren als Chefarzt der Klinik für Radiologie, bildgebende Verfahren, Interventionsradiologie und Nuklearmedizin des Diakonissenkrankenhauses wurde Professor Dr. Ernst-Peter Strecker am 25. Januar 2008 während einer Feststunde in den Ruhestand verabschiedet. Der Vorstand der Ev. Diakonissenanstalt und die Krankenhausleitung dankten ihrem langjährigen Klinikleiter und würdigten seine Leistungen. |
Prof. Strecker übernahm im Oktober 1978 die Leitung der Abteilung und hat durch sein hervorragendes wissenschaftliches Wirken viele neue Verfahren im Krankenhaus etabliert. Schon 1978/79 setzte er ein interventionelles Verfahren zur Aufdehnung von Gefäßverengungen, die sog. PTA (perkutane transluminale Angioplastie), ein. | ![]() Prof. Strecker mit seiner Frau (4.u.3.v.r.) während der Feierstunde |
Ende der 80er Jahre entwickelte er den "Strecker Stents", ein Meilenstein in der Behandlung, worauf er 1985 ein Patent erhielt. Ein Stent ist ein rohrförmiges Metallgeflecht, das implantiert wird, um ein Blutgefäß offen zu halten und als Stütze für die Gefäßwand dient. Heute gehört diese Therapie zum anerkannten Standard bei arterieller Gefäßerkrankung. Auf dem Gebiet der Embolisation von Gebärmuttermyomen war Prof. Strecker einer der ersten, der in Deutschland dieses Verfahren angewandt hat. Sie wird in Zusammenarbeit mit der Frauenklinik seit 1999 im Diakonissenkrankenhaus durchgeführt.
Die ebenso in den 90er Jahren eingeführte Embolisation von Lebertumoren hat er seither beständig weiterentwickelt, auch durch die Teilnahme an verschiedenen Studien. Weitere Schwerpunkte in seiner Arbeit waren Vertebroplastie und Kyphoplastie. | ![]() Dr. Ivan Kralj, komm. Leiter, stellt die Entwicklung der Klinik dar. |
![]() Prof. Strecker bei seiner Abschiedsrede | Eine rege Vortagsarbeit im In- und Ausland (Europa, Asien, USA) begleitete sein Wirken und er erhielt anerkannte internationale Auszeichnungen wie die Boris-Rajewsky-Medaille der Europäischen Röntgengesellschaft (1980), CVIR´s Editor´s Award und Medaille (2005) und die Andreas Grüntzig Medaille der CIRSE / Europäische Gesellschaft für Kardiovaskuläre und Interventionelle Radiologie (2004) für Erfolge und Leistungen auf dem Gebiet der Interventionellen Radiologie. |
Künstlerisches Gestalten auch im Alter
Am 17.1.2008 wurde im Bereich der Patientenaufnahme eine Ausstellung der Kunstwerkstatt des Altenpflegeheims Elisabeth von Offensandt-Berckholtz-Stiftung eröffnet. Vorsteher Pfarrer Wolfram Stober begrüßte die Gäste. Katharina Spohr, Kulturpädagogin und Künstlerin, leitet die Kunstwerkstatt und gab eine Einführung. Musikalisch umrahmte die Veranstaltung You-Kyong Kim am Klavier. | ![]() |
![]() | Die Kunstwerkstatt gibt es seit Herbst 2002. Hier werden in verschiedenen Techniken von den Seniorinnen und Senioren unterschiedliche Themen bearbeitet. Die meisten gehen auf die 90 Jahre zu oder haben sie schon überrundet. Im Diakonissenkrankenhaus werden etwa 30 Werke gezeigt, vorwiegend 2006 und 2007 entstanden. |
Die Bilder machen eindrücklich deutlich, dass schöpferisches Gestalten ein menschliches Bedürfnis ist, das keine Altersgrenzen kennt und trotz gesundheitlicher Einschränkungen zum Zuge kommen möchte. | ![]() |
Pfarrerin Ulrike Rau wird neue Oberin der Evangelischen Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr
Der Verwaltungsrat der Evangelischen Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr hat auf einstimmigen Vorschlag der Konvente der Diakonissenschaft und der Diakoniegemeinschaft die langjährige Krankenhauspfarrerin Ulrike Rau zur neuen Oberin der Evangelischen Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr berufen. Die bisherige Oberin Diakonisse Sr. Inge Rinkel wird als stellvertretende Oberin an ihrer Seite stehen. Der Wechsel im Oberinnenamt wird mit einem Gottesdienst am Sonntag, den 6. April 2008 um 14 Uhr in der Kapelle des Diakonissenhauses durch den stellvertretenden Landesbischof Oberkirchenrat Gerhard Vicktor gefeiert werden.
Als Oberin ist Rau Mitglied des dreiköpfigen Vorstandes der Evangelischen Diakonissenanstalt, der auch die Geschäfte des Diakoniewerkes führt. Die Oberin ist als Mitglied der Geschäftsführung zuständig für die Interessen der Diakonissen, der früher Verbandsschwesternschaft genannten Diakoniegemeinschaft, aber auch für den gesamten Bereich der Bildung und Ausbildung, der Altenpflege und der Hauswirtschaft. Die Evangelische Diakonissenanstalt unterhält neben dem Diakonissenkrankenhaus eine Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, ein biblisch-diakonisches Seminar, ein Altenpflegeheim und ein Einkehrhaus in Bad Herrenalb, das von Rüppurrer Diakonissen geleitet wird.
Rau ist 1962 in Karlsruhe geboren und in Karlsbad-Langensteinbach aufgewachsen. Nach dem Abitur arbeitete sie einige Zeit als Pflegehelferin im Krankenhaus Karlsbad-Langensteinbach, bevor sie in Heidelberg Theologie studierte. Nach dem Studium ging sie für einige Monate in ein Gemeindepraktikum nach Österreich, ehe sie ihre Vikarsausbildung in den Kirchengemeinden Hilzingen-Tengen (Hegau) und Mannheim-Seckenheim absolvierte. Von 1993 bis 2001 war sie Pfarrerin in der Kirchengemeinde Neuthard-Karlsdorf- Forst. 2001 wechselte sie ins Diakonissenkrankenhaus als Krankenhausseelsorgerin und zog gleichzeitig wieder nach Karlsbad-Langensteinbach. | ![]() |
Mit dem Wechsel im Oberinnenamt hat die Evangelische Diakonissenanstalt zum ersten Mal in ihrer 156-jährigen Geschichte eine Oberin, die nicht Diakonisse oder Mitglied der Diakoniegemeinschaft ist. Rau wurde auf Vorschlag der derzeitigen Oberin Diakonisse Inge Rinkel von den Konventen der Diakonissen und der Diakoniegemeinschaft einstimmig dem Verwaltungsrat zur Berufung vorgeschlagen. Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag den Vorschlag einstimmig bestätigt.

Kompentenzzentrum für Gefäßerkrankung im Diak informierte am bundesweiten Gefäßtag
Das Team der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie konnte sich freuen, denn der Veranstaltungssaal füllte sich bis auf den letzten Platz als die Oberärzte der Klinik die Vorträge zu den Themen des Gefäßtages am 20. Oktober 2007 hielten. rechts: |
Ob Durchblutungsstörungen, Krampfadererkrankungen, Operation an der Halsschlagader bei drohendem Schlaganfall oder an der Aorta bei festgestelltem Aneurysma, die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten die für Laien gut verständlich aufbereiteten Ausführungen ganz gespannt.
Anschließend ging es zu den Führungen, wobei das Angebot, einen OP-Saal zu sehen, wieder der Renner war. Viele sahen sich aber auch den Gefäßkatheter- und Kernspinarbeitsplatz in der Klinik für Radiologie oder das Gefäßlabor auf Station M 3 an.
oben: am Gefäßkatheterarbeitsplatz |

Ärzteteam aus dem Diakonissenkrankenhaus unterstützt Krankenversorgung in Mali
Auch in diesem Jahr wird von einem interdisziplinärem Ärzteteam aus dem Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr ein medizinischer Kurzeinsatz in Westafrika durchgeführt. Dr. Markus Hauber, Dr. Jürgen Raupp, Dr. Bernhard Streit und Dr. Michael Heger werden vom 1. bis 15. November in Mali sein.
v.r.: Pfarrer Stober, Prof.Domschke, Dr. Streit, Dr. Raupp, Dr. Hauber | Professor Sigurd Domschke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Vorstandvorsitzender Pfarrer Wolfram Stober übergaben am 19. Oktober 2007 zwei Endoskope mit Zubehör aus der Endoskopieabteilung des Hauses an das Team für das Krankenhaus in Mopti. Trotz seiner Funktion als große Regionalklinik für zwei Millionen Einwohner besitzt das Krankenhaus in Mopti bisher keine Möglichkeit zum Endoskopieren, deshalb wird den beiden Endoskopen dort schon mit großen Erwartungen entgegengesehen. |
Ziel ist es, eine Partnerschaft zwischen dem Diakonissenkrankenhaus und dem Regionalkrankenhaus Mopti aufzubauen. Dr. Hauber, Klinik für Innere Medizin, Dr. Streit, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, und Dr. Raupp, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, jeweils begleitet von ihren Ehefrauen, sowie Dr. Heger, Klinik für Anästhesie, werden in der ersten Woche ihres Aufenthaltes das Krankenhaus in Mopti besuchen. In der 2. Woche wird das Team in einer kleinen Gesundheitsstation (Dispensaire) 50 km nördlich von Bamako, Hauptstadt von Mali, arbeiten. Hier werden kleinere operative Eingriffe sowie allgemeinmedizinische Sprechstunden durchgeführt. Das Diakonissenkrankenhaus unterstützt diese Aktion mit Sonderurlaub für die Ärzte und einer materiellen Spende. Die Tätigkeit erfolgt in Zusammenarbeit mit der lokalen Kirche vor Ort und der kleinen Entwicklungshilfeorganisation KA MALI DEME. Wir sehen diesen Einsatz als eine kleine Möglichkeit, dem diakonischen Auftrag unseres Krankenhauses, auch über die Grenzen Badens hinaus, gerecht zu werden.
Die Patientenbibliothek lud zu Lesung ein
Sehr gut besucht war die Lesung mit Petra Durst-Benning am 11. Oktober, zu der das Team der Patientenbibliothek anlässlich des 70 jährigen Juliäums eingeladen hatte. Durst-Benning las aus ihrem Buch "Das gläserne Paradies". Ihr historischer Roman ist eine großartige Familiensaga über die Höhen und Tiefen einer thüringischen Glasbläserfamilie, über Liebe, Leid und Glück und über ein kleines thüringisches Dorf, das sich dank des Selbstbewusstseins seiner Bewohner zum Zentrum der europäischen Glasmacherkunst entwickelte. Die Autorin verstand es sehr gut, die Anwesenden mit hinein in dieses Geschehen zu nehmen.
Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren und lebt heute mit ihrem Mann südlich von Stuttgart. Viele ließen sich anschließend ihre Bücher von ihr signieren. Die Veranstaltung konnte auch im Diak-Radio, das immer am Donnerstagabend sendet, im Krankenhaus mitverfolgt werden. | ![]() |

Krankenhaus zum Anfassen und Informieren für Jung und Alt
Die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen und, wo vor ein paar Tagen noch die Handwerker zu Gange waren, erwartet eine freundliche und modern ausgestattete Station die Besucher zum Tag der offenen Tür, zu dem die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am 3. Oktober 2007 eingeladen hat. | Chefarzt Professor Erich Hartwig eröffnet die neugestaltete Station. |
In den neugestalteten Patientenzimmern finden die Interessierten Informationen von der modernen Wundbehandlung über Hilfsmittelversorgung zu Gelenkprothesen. Ein Film stellt die Behandlung gebrochener Wirbel durch das Verfahren der Kyphoplastie dar, bei der er durch Aufrichten des Wirbelkörpers und Einfüllen von Zement wieder stabilisiert wird. In einem anderem Raum können Besucher die computergesteuerte Bewegungsschiene selbst ausprobieren, die die Arbeit der Physiotherapeuten mit den Patienten nach der Operation unterstützt.
Zum ersten Vortrag im OP unter dem Thema "Navigierte Knieprothesen" drängen sich die Zuhörer verschiedenen Alters. "Der Computer unterstützt uns bei unserer Arbeit, aber wir müssen ihn immer kontrollieren," so Professor Erich Hartwig, Chefarzt der Klinik. Aber navigiert eingesetzte Knieprothesen ermöglichen optimale Ergebnisse. Oberarzt Bernhard Streit demonstriert das Verfahren an einem Modell. Ganz gespannt schauen die Anwesenden ihm dabei zu. | |
Zu den Vorträgen im Bereich der Patientenaufnahme kann man dann auch Platz nehmen. Die Verfahren zu den "Zementierungstechniken an der Wirbelsäule" und das Thema "Der Helm – lästig oder effektiver Schutz" finden ebenso viele Zuhörer. Der Preis, den es beim Luftballonwettbewerb zu gewinnen gibt, soll auch noch einmal die Wichtigkeit des Helms unterstreichen. |
Viele Kleine, aber auch Große lassen vor dem Krankenhauseingang ihren Ballon in die Lüfte steigen und hoffen auf einen neuen Fahrradhelm.
Und dann gibt es für die Kinder noch einen "Gips nach Wahl", den sie sich mit farbigen Binden verschönern lassen, manche sogar in drei Farben.
"Nun bin ich über vieles informiert, da kann man Vertrauen fassen", meint eine Besucherin, als sie ein wenig erschöpft im kleinen "Cafe" auf der Station ankommt, das die Hauswirtschaft für diesen Tag ansprechend hergerichtet hat. Sie hat damit sicher das ausgedrückt, was viele Besucherinnen und Besucher an diesem Tag empfunden haben, denn man konnte sehen, wie die Gelegenheit zum Nachfragen bei den Experten gerne wahrgenommen wurde. Und die Jüngern erlebten Krankenhaus auch einfach einmal ganz locker. Sicher eine Hilfe, wenn ein Aufenthalt einmal notwendig wird.
Die Leitung des Hauses sagt ein ganz herzliches Dankeschön an das Team der Klinik, das diesen Tag so toll vorbereitet hat und freut sich mit dem Team, dass so viele Interessierte an dem Tag den Weg in die Klinik gefunden haben.
Ab Donnerstag, 4. Oktober wurde die Station H 2 dann von Patienten der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bezogen.
Das 1000. Kind 2007 begrüßt
![]() (v.r.): Hebammenschülerin Jennifer Symalla, Schwester Hannelore Graf, Mutter Klaudija Kos-Schwarzwälder, Hebamme Elke Bleier, Pflegedirektor Jürgen Schnebel | Julia Anna erblickte als 1000. Kind 2007 im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr am 19. September 2007 um 13.39 Uhr das Licht der Welt. Das Mädchen wog 2990 Gramm und ist 48 Zentimeter groß. Mutter Klaudija Kos-Schwarzwälder und Vater Stefan freuen sich mit ihrer Tochter Lara Katharina über das neue Mitglied ihrer Familie. Die Glückwünsche vom Haus überbrachte Pflegedirektor Jürgen Schnebel. |
„Christliche Krankenhäuser - Im Spannungsverhältnis zwischen kirchlichem Auftrag und Existenzsicherung"
Am 27. Juli 2007 fand im Diakonissenkrankenhaus das jährliche Landestreffen der christlichen Krankenhäuser in Baden-Württemberg statt. Etwa 100 Vertreter aus verschiedenen Einrichtungen im Land waren zu dem wichtigen Thema "Christliche Krankenhäuser - Im Spannungsfeld zwischen kirchlichem Auftrag und Existenzsicherung" gekommen.
Die Schwestern der bestehenden Diakonissen- und Ordensgemeinschaften in Baden-Württemberg erfüllen als Träger von zahlreichen Krankenhäuern und medizinischen Rehabilitationskliniken ihren diakonischen und caritativen Auftrag: Sie leisteten über Jahrhunderte hinweg und bis heute einen wichtigen Beitrag für die Versorgung der Menschen im heutigen Baden-Württemberg. Sie gaben damit auch entscheidende Impulse für den Aufbau eines modernen Gesundheitswesens. Christliche Krankenhäuser haben einen Auftrag. Aber wie lässt sich dieser in Zeiten immer knapper werdender finanzieller Mittel verwirklichen? Landesbischof Frank O. July, Württemberg, und Weihbischof Dr. Bernd Uhl, Freiburg, betonten in ihren Beiträgen, die Bedeutung dieses Auftrages der christlichen Krankenhäuser für unsere Gesellschaft aber ebenso für die Arbeit der Kirchen.
Wie die christlichen Krankenhäuser und medizinischen Rehabilitationskliniken auch in Zukunft ihren wichtigen Beitrag für eine medizinische und menschenwürdige Versorgung der Bevölkerung leisten können, war auch zentrales Thema der Podiumsdiskussion. |
Welche Hilfen und gegenseitige Unterstützung sind von den Kirchen für die Krankenhäuser möglich? Wie können Kräfte gebündelt werden?
Hierbei wurde ganz deutlich, wie wichtig es ist, das Augenmerk auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu legen. Denn sie sind es, die das christliche Profil der Einrichtungen in der alltäglichen Arbeit umsetzen. So wird möglich, dass die Patienten die menschliche Zuwendung erhalten, die sie gerade im Krankenhaus brauchen.
Mit rund 12 000 Betten halten die katholischen und evangelischen Krankenhäuser und Sonderkrankenhäuser in Baden-Württemberg 21 Prozent der im Land zur Verfügung stehenden Betten. In den 50 Krankenhäusern arbeiten etwa 20 000 Menschen.

Patientinnentag 2007 des Kooperativen Brustzentrums Karlsruhe
Jede neunte Frau erkrankt im Verlauf ihres Lebens an Brustkrebs. Allein in der Region Karlsruhe sind dies etwa 1000 Frauen pro Jahr. Diesen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ist das Anliegen des Kooperativen Brustzentrums Karlsruhe, einer gemeinsamen Einrichtung des Diakonissenkrankenhauses und der St. Vincentius-Kliniken.
Bereits traditionell findet einmal jährlich der Karlsruher Patientinnentag zum Thema Brustkrebs in einem der beiden Häuser statt. Mehr als 200 Frauen nutzten am 14. Juli 2007 die Gelegenheit sich im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses über Wesentliches zum Thema zu informieren. | |
Schwerpunkte waren in diesem Jahr die Vorträge zur Entstehung von Tumoren, der Einsatz komplementärer Behandlungsmaßnahmen, die postoperative Lymphtherapie sowie Informationen zu Sport und Krebs. | |
Im Anschluss an die Vorträge gab es Raum für Fragen, was auch zu mancher interessanten Diskussion führte. |
Wer das Bedürfnis verspürte selbst aktiv zu werden, der konnte dies bei Tanz und Meditation tun. Sehr gut wurden die persönlichen Beratungsgespräche mit der Möglichkeit die eigene Behandlung und Therapie zu besprechen, in Anspruch genommen.
Informationsstände verschiedener Firmen, Selbsthilfegruppen, Krankenkasse und Sanitätshaus rundeten das Informationsangebot ab.
Jahresfest 2007 in der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr
"Gottes Spuren entdecken" diese Aufforderung stand im Mittelpunkt der Diak-Tage 2007 der Ev. Diakonisssenanstalt und auch beim Abschluss dieser Tage am Jahresfest. Etwa 500 Besucherinnen und Besucher konnte Vorsteher Pfarrer Wolfram Stober zum Festgottesdienst am 20. Mai im Zelt auf dem Rüppurrer Gelände begrüßen. |
In seiner Predigt nahm Oberkirchenrat Gerhard Vicktor, Karlsruhe, das Thema dann für das persönliche Leben, aber auch für die Politik auf. Was heißt es Gottes Spuren entdecken? Die Gründer der europäischen Gemeinschaft wussten noch darum, dass Europa Gott braucht, so Vicktor, sie wollten sich vor Selbstüberschätzung bewahren. Im jetzigen Entwurf soll es keinen Bezug zu Gott in der Europäischen Verfassung geben.
"Heute bittet Sie ein ganzes Zelt, Frau Kanzlerin, diese Frage des Gottesbezuges in der Europäischen Verfassung nicht zu gering zu achten", formulierte Vicktor als Aufforderung für die gegenwärtige Ratspräsidentin, Frau Merkel, unter Beifall der Gottesdienstbesucher. Im Festgottesdienst zum 156. Jahresfest des Werkes konnten auch wieder Jubiläumsschwestern geehrt werden. | |
Der Vormittag schloss mit einem Bericht über das Jahr 2006, in dem Verwaltungsdirektor Ingo Roth die wichtigsten Entwicklungen des Hauses darstellte. Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind sehr hoch, aber gerade auch in diesen Herausforderungen gilt es das christliche Profil des Hause festzuhalten, betonte Roth. |
Am Nachmittag konnten sich Interessierte über das Behandlungsspektrum der neuen Psychosomatischen Klinik des Hauses und über die neuesten Entwicklungen der Tumorbehandlung in der Radiologie informieren. Ein Ärzteteam berichtete über einen Kurzeinsatz auf einer Medizinstation in Mali und für Musikfreunde wurde ein Gang durch das Leben und Werk Paul Gerhardts angeboten. Ein besonderes Angebot machte in diesem Jahr die Patientenbibliothek. Sie öffnete anlässlich ihres 70-jährigen Jubiläums ihre Türen und stellte ihre Arbeit vor. Die Zeit zwischen den Programmpunkten wurde rege für Gespräche und zur Begegnung genutzt.
Impressionen vom Jahresfest
Der Diak-Chor unter der Leitung von Kantor Nikolaus Häßner im Einsatz. | Der Posaunenchor spielte unter der Leitung von Dr. Erhard Jakob. |
Ein engagiertes Team bot für die Kinderschar ein Programm am Jahresfest an. | Die Zeit zwischen den Programmpunkten wurde für Begegnungen rege genutzt. |
Dr. Astheimer sprach zum Thema Medizin und Psychotherapie im Diak. | Prof. Strecker erläuterte Behandlungsverfahren bei Gefäßerkrankungen, Lebertumoren und Rückenschmerzen. |
Viele Interessierte verfolgten den Bericht zum Einsatz in Mali. | Zum Paul-Gerhard-Jahr gab es Texte, Musik und Lieder in der Kapelle. |
Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr erhält Auszeichnung für Qualität
Was ist das Besondere an einem Krankenhaus, das ein Qualitätssiegel erhalten hat? Dieses Haus hat seine Abläufe patientenorientiert geplant, hat die Zusammenarbeit der vielen verschiedenen Berufsgruppen im Krankenhaus nachvollziehbar strukturiert und stellt sich immer wieder einer Überprüfung seiner Arbeit zum Beispiel durch Befragungen, so lautet die Antwort des Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr in Kurzform.
Am Freitag, 4. Mai 2007, erhielt das Krankenhaus das Qualitätssiegel von KTQ® durch Clemens Gattinger, Geschäftsführer der proCum Cert Frankfurt. In den Qualitätsrichtlinien von KTQ®, Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesens, geht es um Patientenorientierung, Mitarbeitermotivation, Patientensicherheit oder auch Kommunikation und Information. | ![]() |
Eine kontinuierliche Verbesserung muss hier nachgewiesen werden, um die Auszeichnung zu erhalten. Weiterentwicklungen in den letzten Jahren gab es da im Aufbau einer zentralen OP-Koordination, dem Wundmanagement, der Ernährungsberatung, im Palliativbereich oder in der Einrichtung eines Klinischen Ethikkomitees, um nur einige Beispiele zu nennen. Für die Patienten bedeutet das, dass sie besser in die Behandlung einbezogen werden oder dass ein größeres Beratungsangebot zur Verfügung steht, so Evelyne Teschner-Klug, Qualitätsmanagerin im Diakonissenkrankenhaus.
Im April 2004 erhielt das Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr als erstes Haus der Region das KTQâ-Zertifikat. Zum Erhalt des Qualitätssiegels war 2007 eine erneute Überprüfung der gesamten Arbeit des Hauses erforderlich. Hierzu besuchte im Frühjahr ein 3-köpfiges externes Expertenteam das Krankenhaus. Die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherungen haben gemeinsam dieses Verfahren als spezifisches Bewertungssystem für Krankenhäuser entwickelt. Pfarrer Wolfram Stober, Vorsteher der Ev. Diakonissenanstalt, dankte am Ende der Zertifikatsübergabe nochmals allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses für ihren großen Einsatz. Diese Anerkennung wird auch für die zukünftige Arbeit ein Ansporn sein bei dem Bemühen, die Qualität zum Wohle der Patienten weiter zu verbessern.
Das erste Baby 2007 im Diakonissenkrankenhaus
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Um 8.02 Uhr konnte Jakob seinen kleinen Bruder Laurenz Noah am Neujahrstag begrüßen. Als erstes Kind 2007 im Diakonissenkrankenhaus wurde er mit einer Größe von 52 Zentimeter und einem Gewicht von 3700 Gramm geboren. Die Eltern Nicole und Tobias Müller aus Karlsruhe-Weihersfeld freuen sich sehr über ihren Nachwuchs. Das Diakonissenkrankenhaus gratuliert der Familie ganz herzlich und wünscht Mutter und Vater mit den beiden Kindern Gottes Segen. |
Umbau des Haupteingangs abgeschlossen
Nach 15-monatiger Bauzeit konnten die umfassenden Umgestaltungsmaßnahmen im Eingangsbereich des Diakonissenkrankenhauses fertiggestellt werden. Eingangshalle und Foyer des Hauptzugangs wurden einladend konzipiert. Der Zugang für Patienten und Besucher ist nun direkt von der Straße ab behindertengerecht möglich. Durch die architektonische Gestaltung mit viel Glas in einer Stahlkonstruktion wurde ein ansprechender, lichtdurchfluteter Raum geschaffen. Insgesamt wurden in die Umbaumaßnahmen 1,5 Millionen Euro investiert. | |
Am 30. November 2006 fand die offizielle Einweihungsfeier statt. Pfarrer Wolfram Stober, Vorsteher der Ev. Diakonissenanstalt, begrüßte unter dem Bibelspruch "Wir haben einen Gott, der da hilft.", der nach dem Umbau im Trepppenhaus über dem Aufzug seinen Platz gefunden hat, die zahlreich erschienenen Gäste. |
Ganz unterschiedliche Bereiche waren von den Maßnahmen betroffen. Im Eingangsbereich wurde die Grundfläche um 80 qm erweitert und innenliegende Räume wurden aufgelöst, so dass Patienten und Besucher eine freundliche Atmosphäre erwartet. Ein wichtiger Punkt der Konzeptes war es, einen hellen Raum mit viel Licht zu schaffen, was auch sehr gut gelungen ist.
Der Zugang von außen über die neue Brücke und der Aufzug, der gerade auch für Menschen mit Behinderungen eine große Erleichterung und Hilfe darstellt, bedeuten einen enormen Fortschritt für unser Haus, betonte Verwaltungsdirektor Dr. Dietmar Köhrer in seiner Ansprache. Architekt Roger Strauß erläuterte anschließend das gestalterische Konzept der Baumaßnahme. |
Hinter einer geschwungenen Theke befindet sich die Krankenhausinformation. Dieser Arbeitsplatz wurde durch die Umbaumaßnahmen neu und konsequent patientenorientiert gestaltet. In einem Gesprächszimmer im hinteren Teil sind ungestörte Gespräche mit Besuchern möglich.
Alle für den Pfortenbereich notwendigen Geräte zur Gebäudeleittechnik konnten optimal untergebracht werden. Der Zugang zur chirurgischen und internistischen Ambulanz wurde entsprechend der Gesamtkonzeption des Bereiches umgebaut, es wurden verbesserte Wartemöglichkeiten und mehr Behandlungsplätze geschaffen.
Das Foyer wurde mit neuen Sitzmöglichkeiten, Telefon und Schließfächern ausgestattet. Kofferkulis und Rollstühle stehen zur Verfügung. Ein zusätzliches Angebot ist der Geldautomat im Eingangsbereich. Der Bibelspruch und das an der Außenfassade angebrachte Symbol der Taube sind im neu gestalteten Eingangs- und Empfangsbereich nicht verloren gegangen.
Auch für das Diakonissenkrankenhaus trifft jetzt voll und ganz das Motto der Stadt Karlsruhe ?Viel vor und viel dahinter" zu. Nachdem zunächst mit OP-Kapazitäten und Patientenzimmern viel dahinter geschaffen wurde, wurde jetzt auch das notwendige davor vollendet.
Viele Interessierte beim Gefäß-Tag 2006
Sehr gute Resonanz fand die Veranstaltung zum bundesweiten Gefäßtag am 21. Oktober 2006, an dem sich das Gefäßzentrum in unserem Hause beteiligte.10.11.2006 Herz- und Gefäßerkrankungen sind in Deutschland die Todesursache Nr. 1. So sterben mehr als 300.000 Menschen im Jahr an Herzinfarkt und Schlaganfall, jeder Zehnte zwischen 55 und 65 Jahren leidet an einer arteriellen Verschlusskrankheit der Becken-Bein-Arterien und 30.000 Personen werden wegen Durchblutungsstörung in den Beinen jedes Jahr in Deutschland (sog. Schaufensterkrankheit) amputiert. | ![]() Dr. Janine Dentz demonstriert die Duplexsonographie. |
Vorsorge und Aufklärung sind deshalb von hoher Bedeutung. Aus diesem Grund wurde der bundesweite Gefässtag ins Leben gerufen.
Das Gefäßzentrum im Diakonissenkrankenhaus, das seit 2004 von der Deutschen Gesellschaft für Gefässchirurgie zertifiziert ist, hatte zu Vorträgen, Führungen und Demonstrationen eingeladen. Die Oberärzte der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie informierten zu "Was tun bei Krampfadererkrankung?", "Schlaganfall vermeiden - Behandlung bei Verengung der Halsschlagader" und "Wenn das Gehen immer schwerer fällt - Durchblutungsstörung der Beine".
![]() Dr. Frank Vogel (links) und Dr. Clemens Kühner im gefäßchirurgischen OP. | Danach fanden Führungen und Demonstrationen im gefäßchirurgischen Operationssaal, der Duplexsonographie sowie dem Gefäßkatheter- und Kernspinarbeitsplatz in der Klinik für Radiologie statt. Hier nahmen die zahlreichen Besucher die Gelegenheit wahr, ihre Fragen an die Fachleute stellen zu können. |
Die 1000. Geburt im Jahr 2006
Am 18. Oktober kam Julianna als 1000. Geburt zur Welt. Obwohl Beckenendlage konnte Mutter Anna-Grazyna Junger ihre Tochter in einer Spontangeburt entbinden. Hebamme Annika Schröder und Oberärztin Dr. Carola Mühlhäußer begleiteten die Geburt. Das Mädchen wog 3250 Gramm und war 53 cm groß. Die Glückwünsche vom Haus überbrachte Pflegedirektorin Jutta Ebersberg. | ![]() |
Umfassende Beratung und Schulung für Diabetes-Patienten
Diabetes ist eine Krankheit, die heute schätzungsweise etwa 150 Millionen Menschen weltweit betrifft. In Deutschland leiden circa 10 % darunter und die Zahl der Betroffenen wächst jährlich um etwa drei Prozent. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, welchen Stellenwert das Diabetes-Management auch in unserem Krankenhaus hat. Wir verfügen heute über ein großes Spektrum an Medikamenten und Therapiemöglichkeiten, die wir den Menschen mit Diabetes anbieten können. Und wir wissen, dass die Behandlung von Diabetes-Patienten Team-Arbeit ist, die auf jeden einzelnen Betroffenen abgestimmt sein sollte, so dass er sich mit seiner Behandlung wohlfühlt.
Die Möglichkeit der Beratung durch die Diabetesassistentin gibt es schon einige Jahre im Haus. Seit 2006 wurde die Kapazität erweitert und es besteht für die Stationen die Möglichkeit, vermehrt Beratungen mit Patienten zu vereinbaren. Diabetes nimmt Einfluss auf viele Krankheitsverläufe und je früher die Diabetesassistentin einbezogen wird, desto eher kann der Verlauf mitgesteuert werden. Deshalb legen wir im Haus auf eine solche Begletung großen. Auch wenn Patienten wegen eines entgleisten Diabetes zu uns gekommen sind oder neu auf Insulin eingestellt werden und selbst spritzen lernen sollten, steht die Diabetesassistentin zur Verfügung.
Von entscheidender Bedeutung für den Heilungserfolg ist darüber hinaus eine Schulung für die Patienten. Es gibt Patienten, die von sich aus danach fragen und ein solches Angebot gerne in Anspruch nehmen. Auf der anderen Seite weisen die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte darauf hin. Neben der Diabetesassistentin stehen Fachärzte aus der Klinik für Innere Medizin und Diätassistentinnen für Beratung und Schulung zur Verfügung.
Europaweite Studie zur Weiterentwicklung zur Behandlung von Myomen in der Gebärmutter
Karlsruhe (26.09.2006) In Europa lassen sich bei etwa jeder dritten Frau über dreißig Uterus-Myome, d. h. gutartige Tumore in der Gebärmutter, feststellen. Bei einer von vier davon betroffenen Frauen verursachen diese teils sehr starke Beschwerden, die mit einer medikamentösen Therapie nicht zu beherrschen sind.
Bis vor wenigen Jahren war die chirurgische Entfernung des Myoms oder sogar der gesamten Gebärmutter die einzige verbleibende Möglichkeit, die Frau von den Beschwerden zu befreien. Seit der Jahrtausendwende kommt neben der Operation auch die Embolisationstherapie als Behandlungsmethode zur Anwendung. Die Embolisation ist eine minimal-invasive, organerhaltende Methode, die in darauf spezialisierten Kliniken ohne einen operativen Eingriff, nämlich unter Röntgen-Durchleuchtung vorgenommen wird. Das Prinzip der Embolisation ist, dass die Blutzufuhr zum Myom unterbrochen wird, um den Tumor damit quasi ?auszuhungern". Das nicht mehr durchblutete Myomgewebe geht zugrunde und wird vom Körper abgebaut oder abgestoßen. Die Blutzufuhr zum gesunden Gewebe bleibt unterdessen erhalten. Für die Unterbrechung der Blutzufuhr in den tumorversorgenden Blutgefäßen werden ?Emboli", d. h. kleine Teilchen, verwendet, die über einen dünnen Katheter in das Blutgefäß eingebracht werden.
Diese Emboli wurden vor kurzem weiterentwickelt und mit einer speziellen Oberfläche versehen, um sie in ihrer Anwendung noch zuverlässiger und besser verträglich zu machen. Diese Neuentwicklung wird nun europaweit getestet. In Deutschland sind neben dem Diakonissenkrankenhaus noch drei Kliniken beteiligt. Die Klinik für Radiologie des Diakonissenkrankenhauses unter der Leitung von Prof. Dr. Ernst-Peter Strecker ist auf dem Gebiet der Embolisationsbehandlung von Uterusmyomen führend in der Südwestregion. Sie war 1999 eine der ersten Einrichtungen in Europa, die diese Methode anwendete.
Für viele der betroffenen Frauen käme in Frage, zwischen der Operation und der Embolisation auszuwählen. Sie beklagen jedoch, dass es schwierig ist, Informationen über die Methode der Embolisationsbehandlung zu erhalten, da diese noch zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt sei.
DIAK Radio startet wieder
Das DIAK-Radio im Diakonissenkrankenhaus sendet wieder regelmäßig am Donnerstag und meldete sich mit einer spannenden Auftaktsendung am 14. September, die im Bereich der Patientenaufnahme auch von einigen Besuchern verfolgt wurde. Die Patienten können das Programm an ihren Betten auf den Stationen auf einem eigenen Kanal hören. Es wird unterschiedliche Sendungsprofile geben: Musiksendungen und Wunschkonzert, Themensendungen mit unterhaltend-kulturellem Inhalt, Buchvorstellungen und Portraits berühmter Personen aus Geschichte und Gegenwart, aber auch Gesprächs- und Ratgebersendungen mit unterschiedlichen internen und externen Gesprächspartnern und Gästen. Die Sendungen werden einmal wöchentlich, donnerstags zwischen 17.00 und 19.00 Uhr ausgestrahlt.
Für das Programm und die Moderation ist Wolfgang Wegner verantwortlich. Gabriele Kaiser ist für die Technik zuständig. Wegner bringt Erfahrung mit Krankenhausrundfunk mit. Beruflich arbeitet er an der Universität Karlsruhe, wo er Dozent für Deutsch als Fremdsprache ist. Aber "Radio zu machen, war schon immer mein Wunsch," sagt er. Dies verwirklicht er nun in seinem ehrenamtlichen Engagement. Über das Aktivbüro Karlsruhe fand er ins Diakonissenkrankenhaus, wo Unterstützung für das Medienteam gesucht wurde. Das Diak-Radio wurde 1997 von Gabriele Kaiser aufgebaut. In den letzten Jahren konnte DIAK-Radio jedoch nicht mehr regelmäßig senden. | ![]() Wolfgang Wegner im Gespräch mit Eva Klingler, Krimiautorin. |
Spannend wurde die Auftaktsendung auch deshalb, weil Eva Klingler als Krimiautorin Gast in der Sendung war. Wegner befragte sie nicht nur zu ihren Bücher, ihrer Art des Schreibens oder wie sie zu dem Detailwissen kommt, das man für Krimis braucht. Es gab auch Zeit, dass die Autorin selbst aus ein Kostproben las. Und mit einem spannenden und abwechslungsreichen Hör-Programm für die Patienten im Haus soll es auch in Zukunft weitergehen, verspricht Redakteur Wegner. |
Der bestmögliche Start ins Leben braucht kompetente Begleitung
Aktionstag "Rund um die Geburt" in der Frauenklinik
Nicht nur die Gebärwanne zog das Interesse der werdenden Mütter und ihrer Partner am Tag der offenen Tür in der Frauenklinik des Diakonissenkrankenhauses Ende Juli auf sich. Jeder Raum hat seinen eigenen Charakter. Von den Hebammen wurden dabei jeweils die Gebärhaltungen und Unterstützungen während der Geburt erläutert. | |
"Und hier ist wohl besonders viel Bewegung möglich?" meint eine Besucherin in Kreißsaal 1. Die angesprochene Hebamme erläutert die verschiedenen Möglichkeiten mit Hilfe von Gebärhocker, Pezziball, Sprossenwand, Bett oder Seil während der Wehenverarbeitung und der Entbindung. Das Gebärzimmer nebenan ist mit einem breiten, niedrigen Bett ausgestattet, das auch eine aktive Geburt unterstützt und viel Raum gibt für Zusammensein von Eltern mit Kind. | |
Ganz individuell sind die Bedürfnisse bei der Geburt und in diesem Sinne soll die Unterstützung erfolgen. Dabei spielen Elemente der "Sanften Geburt" wie gedämpftes Licht, Ruhe, Wärme und Entspannung in Form von Musik, Aromaölen und Massage ebenso eine Rolle wie die moderne medizinische Ausstattung für Sicherheit von Mutter und Kind.
Aber nicht nur die Räumlichkeiten wollten zahlreiche Besucherinnen und Besucher an diesem Tag in Augenschein nehmen. Ausführliche Hinweise über Schmerzerleichterung, geburtsvorbereitende Akupunktur oder Geburtsmassagen wurden von den Hebammen in vielen persönlichen Gesprächen gegeben. Es wurde über die Möglichkeit der Wendung bei Steißlage informiert, über Beratung und Betreuung bei Besonderheiten oder auch Risikogeburten. Das ärztliche Team aus Frauenärzten und Kinderarzt gab in Vorträgen und im persönlichen Gespräch Auskunft und beantwortete viele Fragen. Im Kinderzimmer standen vor allem die Vorsorgeuntersuchungen des Neugeborenen und die Möglichkeit der Intensivüberwachung im Vordergrund. Für die Zeit nach der Geburt mit Beratung und Unterstützung beim Stillen sowie die Babymassage gab es von Ansprechpartnerinnen auch schon einige Tipps. Manche werdende Mutter nutzte die Gelegenheit, um gleich einen Termin für die Hebammensprechstunde zu vereinbaren.
Das ganze Team der geburtshilflichen Abteilung aus Schwestern, Hebammen und Ärzten freute sich sehr über die gute Resonanz an diesem Tag und über die vielen Gespräche, die möglich waren.
Einführung des Chefarztes der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Diakonissenkrankenhauses
Dr. Winfried Astheimer wurde am Montag, 17. Juli 2006, in einem Festakt in sein Amt als Chefarzt der neuen Klinik des Diakonissenkrankenhauses eingeführt. Am 1. Juli hat die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ihre Arbeit aufgenommen und damit das Behandlungsspektrum des Krankenhauses um ein neues Gebiet ergänzt und erweitert. Dr. Astheimer war schon vorher in psychiatrischen, neurologischen und psychosomatischen Kliniken in leitender Funktion tätig. | ![]() |
Chefarzt Dr. med. Winfried Astheimer studierte an der Universität Heidelberg, am New York Medical College /USA und an der West Virginia Medical School, Morgantown/USA Humanmedizin. Seine Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin absolvierte er am Klinikum der Stadt Ludwigshafen, die Weiterbildung zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim bei Prof. Dr. med. Heinz Schepank. Am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Heidelberg-Mannheim schloss er die Weiterbildung zum Psychoanalytiker ab. Er wurde 1960 in Camden, New Jersey/USA, geboren und ist in Schwetzingen aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zu seinen Hobbies zählen die Musik, das Reiten und das Wandern.
Die neue Klinik wird mit seinem Behandlungsspektrum und durch enge kollegiale Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken eine weitere Verbesserung für die Patienten des gesamten Krankenhauses bewirken. Für die Psychosomatische Klinik wurde ein Stockwerk grundlegend saniert und umgebaut. Für die Patientinnen und Patienten stehen moderne, komfortable und freundliche 2- und 1-Bett-Zimmer zur Verfügung, neben Gemeinschaftsräumen und entsprechenden Therapieräumen, die den Erfordernissen der psychotherapeutischen Medizin Rechnung tragen.
Menschen reagieren auf Krankheiten und sonstige Lebensbelastungen sowohl mit dem Körper (Soma) als auch mit der Seele (Psyche). Im Fachgebiet der Psychosomatischen Medizin wird dieser Zusammenhang erforscht und die Behandlung wird ganz verstärkt darauf ausgerichtet. Wissen und Erfahrungen aus medizinischen, psychologischen, sozialen und anderen Fachdisziplinen findet Berücksichtigung.
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Zertifikate an Kooperationspartner übergeben
Im Kooperativen Brustzentrum Karlsruhe (KBK), in dem sich die Frauenkliniken der St. Vincentiuskliniken und des Diakonissenkrankenhauses unter Beteiligung weiterer Kliniken ihrer Häuser zusammengeschlossen haben, arbeiten viele Partner zur Versorgung von Brustkrebspatientinnen zusammen. Das KBK legt großen Wert darauf, dass bei allen Partnern eine qualitativ hochwertige Behandlung sichergestellt ist.
Am 5. Juli 2006 erhielten die Hauptkooperationspartner Zertifikate für ihre hohe fachliche Kompetenz ausgehändigt. Die Übergabe fand im Rahmen einer Beiratssitzung des KBK statt. Der Beirat des KBK freut sich, durch die Zertifikate den im Netzwerk arbeitenden Spezialisten seine Anerkennung aussprechen zu können. |
DIAK-Tage 2006 sprechen mit ihrem Angebot viele Interessierte an
"Was gibt Halt im Wandel?" diese Frage zog sich durch die Veranstaltungen der DIAK-Tage vom 24. bis 29. Mai 2006 der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr.
Pfarrer Wolfram Stober, Vorsteher, begrüßt zum Festgottesdienst am 155. Jahresfest. | Sr. Inge Rinkel, Oberin, erläutert des Tagesprogramm am Jahresfest. |
Ganz bewusst war das Thema "Schneller, höher, weiter ... Halt im Wandel..." für die Tage gewählt worden, denn ein christliches Werk, das in der heutigen Zeit zum Ziel hat, seinen diakonischen Auftrag in Krankenhaus und Pflegeheim zu erfüllen, braucht eine Antwort darauf, was sein "Wurzelboden" ist. | Ein gefülltes Zelt beim Gottesdienst am Jahresfest. |
Pfarrer Dr. Rolf Hille bei seiner Predigt. | "Halt geben, kann nur, wer gehalten wird." so Dr. Rolf Hille, Leiter des Bengelhauses in Tübingen, der die Predigt beim Jahresfest innerhalb der DIAK-Tage hielt. Das Bild des Baumes aus Psalm eins diente ihm dazu, deutlich zu machen, dass es darauf ankommt, worin ein Baum verwurzelt ist. Und auch wir können so Halt finden: in einer Zeit der Inflation der Worte soll "Gottes Wort unsere Leidenschaft" sein. |
An fünf Abenden entfaltete Ulrich Parzany, Leiter und Hauptredner von Prochrist, unter den Stichworten mehr Spaß, Geld, Zeit, Liebe, Hoffnung wie das "Mehr"-Fieber unserer Zeit das Leben als ein Fass ohne Boden so anstrengend macht. "Eigentlich sollten wir die glücklichsten Menschen der Welt sein, denn noch nie hatte eine Generation soviel Wahlmöglichkeiten!" so Parzany. Aber wir sind es nicht. Es gilt klare christliche Werte zu leben in diesem Wertewandel unserer Zeit. | An fünf Abenden war Pfarrer Ulrich Parzany zu hören. |
Dr. Dietmar Köhrer, Verwaltungsdirektor, stellt den Jahresbericht vor. | Zu den verschiedenen Veranstaltungen kamen bis zu knapp 600 Besucherinnen und Besucher in das Zelt auf dem Gelände des Krankenhauses. Am Sonntagvormittag konnten die Freunde der Hauses auch den Bericht über die Arbeit des Diakonissenkrankenhauses mit den Neuerungen und Veränderungen verfolgen. |
Sehr erfreulich war der Besuch von Familien an Himmelfahrt und Jahresfest. Das Team, das auch in diesem Jahr wieder für ein tolles Kinderprogramm sorgte, verzeichnete deutlich steigende Kinderzahlen. Das Angebot der medizinischen Vorträge am Sonntagnachmittag mit Informationen über neue Entwicklungen und ein Konzert in der Kapelle der Hauses wurde von vielen Interessierten ebenso gerne angenommen. |
... Eindrücke, Bilder .......
... Klaus Göttler beim Gitarrenkonzert am Mittwochabend ... | ![]() ... Klaus Göttler beim Gottesdienst an Himmelfahrt ... |
![]() ... Chefarzt Dr. Thomas Arldt zu Anästhesie und Schmerztherapie bei Implantation einer Knieendoprothese ... | ... Chefarzt Prof. Dr. Winfried Rossmanith zu "Machen wir zuviele Kaiserschnitte?" ... |
![]() ... Dr. Ulrike Kirchner über ihren Missionsärztlicher Dienst in Mosambique ... | ![]() ... You Kyong Kim am Klavier mit Musik von W. A. Mozart ... |
Raucherpräventionskampagne "ohnekippe" erreicht viele Schülerinnen und Schüler
Über 120 Schülerinnen und Schüler haben im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe-Rüppurr Platz genommen und sind noch eifrig in ihre Gespräche vertieft. Das Bild der ausgemergelten Frau, das vorne an der Wand zu sehen ist, scheint nicht zu interessieren. Doch schon bei den einführenden Worten von Reinhard Dummler, Leiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, sieht man wie die Aufmerksamkeit wächst. | ![]() |
Viele Jugendliche beginnen mit dem Rauchen, weil es eben "cool" ist. Aber wenn man dann ausführlich und fachlich fundiert über die Folgen des Rauchens wie Lungenkrebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall informiert wird, horchen manche ganz genau hin.
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Ab 11 Uhr wird es besonders spannend. Es gibt eine Liveschaltung in einen OP der Thoraxklinik Heidelberg. |
Über die Leinwand zeigt sich nun das Innere der Luftröhre, die Luftröhre eines Rauchers. Live kann über die Kamera im Bronchoskop gesehen werden, welche Schäden im Gewebe entstanden sind. (Bild rechts) | ![]() |
Die Jungen und Mädchen aus den Klassenstufen 6 bis 8 kommen aus Schulen der Stadt Karlsruhe sowie der Region. Die jüngeren Schüler sind wesentlich interessierter, so der Initiator der Aktion Reinhard Dummler, deshalb sei es wichtig, möglichst früh mit der Raucherprävention zu beginnen. Die wenigsten jungen Menschen fangen noch nach dem 16. oder 17. Lebensjahr mit dem Rauchen an. Wer bis dahin nicht mit dem Rauchen begonnen hat, hat gute Chancen weiterhin Nichtraucher zu bleiben.
Seit Ende 2005 beteiligt sich die Berta-Renner- Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der Ev. Diakonissenanstalt an der Raucherpräventionskampagne "ohnekippe" in enger Kooperation mit der Thoraxklinik Heidelberg. Zu den Veranstaltungen, die neben den Informationsteil und der Liveschaltung nach Heidelberg auch immer eine ausführliche Fragerunde mit einem Arzt vor Ort beinhaltet, kommen Schulklassen der Region aus Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien. Regelmäßig zweimal im Monat finden sie an Mittwochvormittagen statt. Bis Ende dieses Schuljahres werden etwa 1.000 Jugendliche eine Veranstaltung dieser Kampagne besucht haben. Sie wird im Herbst weitergeführt. Interessierte Klassenlehrer und Elternvertreter können sich an Reinhard Dummler wenden (r.dummler@diak-ka.de).
Katechismusfragen fordern zum Nachdenken über Fragen des Lebens heraus
Die badische Landeskirche gedenkt in diesem Jahr der 450 Jahre Reformation in Baden. Die Predigtreihe über den Heidelberger Katechismus in der Ev. Diakonissenanstalt war hierzu ein kleiner Betrag aus Rüppurr. Der Heidelberger Katechismus, 1563 in Heidelberg geschrieben, war die bedeutendste Lehrschrift der reformierten Kirche.
| Pfarrer Wolfram Stober im Gespräch mit der TV-Journalistin aus dem Team von Gloria. |
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Das Leben von Paul Gerhardt in Texten, Bildern und Musik
Gespannt warten die Besucherinnen und Besucher in der abgedunkelten Kapelle auf den Beginn der Veranstaltung. Auf der Leinwand erscheint der Text der ersten Strophe des Paul Gerhardt Liedes "Wie soll ich dich empfangen?" Die Strophen dieses Liedes ziehen sich wie ein Leitmotiv durch das Stück, das dem Leben des Liederdichters und Pfarrers Paul Gerhardt nachspürt.
Dargestellt von einer Gruppe von 24 jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 22 Jahren, werden die Zuschauer in entscheidende Ereignisse im Leben Paul Gerhardts mit hineingenommen und immer wieder mit Anfragen aus unserer Zeit konfrontiert. Die jungen Leute haben die einzelnen Szenen nach einer Textvorlage von Diakonisse Barbara Jahn, Leiterin dieses Projektes, selbst erarbeitet. | ![]() |
![]() | Sie verwenden Lichteffekte, unterlegen gesprochene Texte mit alten und modernen Bildern. Stimmungen werden in Musik und Liedern festgehalten. Zwei Lieder wurden von der Gruppe selbst geschrieben. Kantor Nicolaus Häßner, der am Flügel begleitet, trägt die musikalische Leitung. |
Der erste Teil - Gott in den Menschen begegnen - spielt während des 30-jährigen Krieges und stellt die strenge Schulzeit dar. In einem Schattenspiel werden Szenen aus dem Schulalltag lebendig. Der zweite Teil - Gott im Leid begegnen - beginnt mit der Studentenzeit Paul Gerhardts in Wittenberg, lässt auch hier die Auswirkungen des Krieges deutlich werden, zeigt seine Wirkungszeit in der Gemeinde als Pfarrer, die Heirat seiner Frau Anna-Maria, die Geburt der Kinder und den Tod seiner Frau sowie vier seiner Kinder.
Fragen nach dem "Warum" werden spürbar, wie in der Szene eine Kerzen nach der anderen ausgelöscht wird. Die "Stimme heute" spricht die Fragen aus, die uns angesichts aussichtsloser Situationen bewegen. | ![]() |
Und es ist zu merken, dass diese jungen Leute einen Weg gegangen sind, um zum dritten Teil vorzudringen, der überschrieben ist mit "Gott mit Freude begegnen". Es ist trotz Leiderfahrungen und schweren Wegen möglich, Freude und Trost in Gott zu finden, mit dieser überzeugend dargestellten Botschaft entlassen die jungen Leute am Ende des Stückes über das Leben von Paul Gerhardt die Anwesenden.
Am Neujahrsabend wurde das erste Baby in 2006 begrüßt
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Manchmal kommt es schon kurz nach Mitternacht, in diesem Jahr ließ sich des erste Baby ein wenig Zeit. Thorsten Rupp erblickte als erstes Kind im Jahr 2006 im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr am Abend des Neujahrstages um 20.32 Uhr das Licht der Welt. Er wog 3970 Gramm und war 55 Zentimeter lang. |
Meldungen 2005 lesen Sie hier.
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