Meldungen 2005
Einweihung der Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie im Diakonissenkrankenhaus
Im Dezember konnte nach mehrwöchigen Umbaumaßnahmen des ehemaligen Nähzimmers im Mutterhaus des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe-Rüppurr Dr. med. Sabine Schenkl als niedergelassene Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in die neuen Räume einziehen. Zur Einweihung kamen viele Freunde, Bekannte und Kollegen, Mitarbeiter des Architekturbüros Strauß sowie der Vorstand der Ev. Diakonissenanstalt und interessierte Mitarbeiter des Hauses.
Dr. Schenkl berichtete, welche Planungen und Besprechungen von der Idee bis zur Realisierung des Projektes nötig waren. Zur offiziellen Einweihung passte auch der Bibelspruch des Tages, den Pfarrer Wolfram Stober, Vorsteher der Ev. Diakonissenanstalt in seinem Grußwort weitergab: ?Mich jammert von Herzen, dass mein Volk so ganz zerschlagen ist. Ist denn keine Salbe in Gilead, oder ist kein Arzt da?? Für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsproblemen und emotionalen Schwierigkeiten verschiedener Art ist jetzt im Diakonissenkrankenhaus ?ein Arzt da?. | ![]() v.l.n.r.: Karolin Raabe (Ergotherapie), Christa Sieber (Diplompsychologin), Dagmar Fernschild (Sekretärin), Dr. Sabine Schenkl, Pfarrer Wolfram Stober und Architekt Roger Strauß |
Untersucht und behandelt werden in der Praxis z.B. Essstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Hyperaktivitätssyndrom (AHDS), Entwicklungsverzögerungen, schulische Probleme usw. Die Behandlungsangebote bestehen aus schulübergreifender Psychotherapie des Kindes/Jugendlichen, funktioneller Entwicklungstherapie, Verbesserung von Konzentration und Aufmerksamkeit, Förderung sozialer Kompetenzen und Problemlösungsfähigkeiten, Stressbewältigung, Entspannungsverfahren im Einzel- oder Gruppensetting. Für diese Arbeit steht Dr. Schenkl ein Team aus Diplom-Psychologin, Ergotherapeutin, Motopädin und Arzthelferinnen zur Verfügung. Durch den direkten Kontakt zu den Kliniken des Diakonissenkrankenhauses kann eine Therapie im Bedarfsfall zeitnah unterstützt werden. Am Anfang der Behandlung steht immer ein ausführliches Gespräch mit allen Beteiligten. Danach werden in gemeinsamer Absprache die diagnostischen Maßnahmen veranlasst. Nach Abschluss der Diagnostikphase erfolgt ein Beratungsgespräch über die Ergebnisse der Untersuchungen sowie über Möglichkeiten der Behandlung und Bewältigung.
Im Anschluss an die offizielle Eröffnung hatten die Gäste Gelegenheit, die schönen, hellen Räume zu besichtigen und bei Weihnachtsgebäck und Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen.
Krankenpflegeschule der Ev. Diakonissenanstalt erhält einen Namen - Berta-Renner-Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Seit dem 21. Oktober 2005 hat die Krankenpflegeschule der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr einen neuen Namen: Berta-Renner-Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Mit dieser Namensgebung wird zum einen an Diakonisse Berta Renner erinnert. Zum anderen wird ein Signal für den Wandel in der Pflegeausbildung gesetzt. Das zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene neue Krankenpflegegesetz sowie die dazugehörende Ausbildungs- und Prüfungsverordnung markieren die Abkehr vom medizinorientierten Assistenzberuf in der Pflegeausbildung und dem reinen Erlernen von Fertigkeiten hin zur bewussten, eigenverantwortlichen Gestaltung und Bewältigung umfassender Pflegesituationen. | ![]() Oberin Sr. Inge Rinkel und Schulleiter Reinhard Dummler vor dem neuen Namensschild der Schule. |
So orientiert sich die Pflegeausbildung nun an der Pflegewissenschaft und erschließt sich auch das neue Aufgabenfeld der Gesundheitsberatung mit vermehrten Beratungs-, Anleitungs- und Steuerungsaufgaben.
Die Schule trägt nun den Namen von Diakonisse Berta Renner. Sie lebte von 1900 bis 1963 und trat im September 1928 in die Ev. Diakonissenschaft ein. Von 1947 bis 1963 leitete sie die Krankenpflegeschule. Sie war eine gütige Frau, aber sie forderte auch viel Disziplin. Und sie setzte sich mit Nachdruck für die Bedeutung der Pflege ein. So berichtete es Diakonisse Johanna Pfau beim Festakt über die Namensgeberin. Sr. Johanna Pfau war selbst Schwesternschülerin bei Sr. Berta Renner und gab einen kleinen Einblick in den aufgabenreichen Alltag der Schulleiterin, die zugleich auch Oberschwester im Krankenhaus war. Mit dem Namen Berta Renner wird die starke Verankerung der Schule in den diakonischen Wurzeln der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr deutlich, betonte Reinhard Dummler, Leiter der Schule, der durch die Feier führte.
Viele Gäste waren der Einladung zur Feier am 21. Oktober gefolgt, darunter auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der Schule. Die Feier wurde musikalisch von Schülern und dem Schulchor gestaltet. Im Anschluss an die Enthüllung der Namenstafel wurden in den Räumen der Schule eine Bildpräsentation über Sr. Berta Renner, die Vorführung des Schulfilmprojektes und die Vorstellung des neuen Ausbildungskonzeptes sowie des Geriatrieprojektes der Schule gezeigt.
Re-Zertifizierung des Brustzentrums 2005
Höchste Ansprüche an die Behandlungsqualität bestätigt
Das Kooperative Brustzentrum Karlsruhe (KBK), eine gemeinsame Einrichtung des Diakonissenkrankenhauses und der St.-Vincentius-Kliniken, bietet Frauen und auch Männern mit Brusterkrankungen ein ganzheitliches Betreuungskonzept an, dessen höchste fachliche und soziale Kompetenz durch unabhängige Gutachter offiziell überprüft worden ist. Bei dem Kooperativen Brustzentrum Karlsruhe handelt es sich um die erste derartige Einrichtung in der Region Mittlerer Oberrhein, die durch ein Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Brusterkrankungen) und der proCum Cert empfohlen wird. Im September 2005 erfolgte die Re-Zertifizierung mit eindeutiger Bestätigung der Versorgungsqualität. Insbesondere wurde die Möglichkeit zur Teilnahme an Studien und damit der Zugang zu neuen Medikamenten und Therapieformen hervorgehoben.
Zahlreiche Kliniken und Institute beider Krankenhäuser haben sich zu einem Netzwerk von Spezialisten zusammengeschlossen und gewährleisten damit die fachliche Kompetenz. Diese
Spezialisten treffen sich regelmäßig zu Konferenzen, um die individuellen Behandlungskonzepte der Patientinnen und Patienten des Brustzentrums zu besprechen. Die mehr als 70 am KBK beteiligten niedergelassenen Frauenärztinnen und ?ärzte gewährleisten eine qualitativ hochwertige vernetzte ambulante Betreuung.
30 Jahre Ehrenamt - Ökumenische Krankenhaushilfe in der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr
Am 13. Oktober 2005 feierte die Ehrenamtlichenarbeit in der Ev. Diakonissenanstalt ihren 30. Geburtstag. Viele Gäste waren der Einladung zum Geburtstagsfest gefolgt. Der Gottesdienst stand unter der Zusage Jesu Christi: "Ihr seid das Licht der Welt. " Wie Menschen heute Licht sein können, leuchtet in den vielfältigen Diensten der fast 150 ehrenamtlich Mitarbeitende auf. Sie helfen mit bei der Betreuung der Patientinnen und Patienten im Akutkrankenhaus und der Reha-Geriatrie sowie der Bewohnerinnen und Bewohner im Pflegeheim.
Sie setzen sich aus Überzeugung und Nächstenliebe für andere ein. Zeichen der überregionalen Zusammenarbeit ist die grüne Arbeitskleidung, die den Ehrenamtlichen die Bezeichnung ?Grüne Damen" und ?Grüne Herren" gibt. | Die Jubilarinnen und Jubilare |
Gabriele Trull bei ihrem Vortag | Im abschließenden Vortag wies Gabriele Trull, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Krankenhaus-Hilfe e.V., Bonn, nachdrücklich auf die gesellschaftliche Herausforderung hin, die sich dem Ehrenamt auch in der Zukunft stellen wird. |
In den Begegnungen ist es ihnen ein Anliegen, dass Menschen Zuwendung erfahren und spüren, dass sich andere Zeit für sie nehmen, ein offenes Ohr und Verständnis haben. Organisatorisch-praktische Angelegenheiten werden von den Ehrenamtlichen selbst geregelt. Die ?Einsatzleitung" der ÖKH hat eine Übersicht über die Dienstgruppen und organisiert die Dienstpläne. Das Haus bietet den Ehrenamtlichen Weiterbildung und Schulung sowie regelmäßige Treffen zur Stärkung der eigenen Kompetenzen an. Tagesseminare ergänzen in einigen Dienstbereichen die Angebote. Für die Belange der Ehrenamtlichen ist hierbei Pfrin Ulrike Rau Ansprechpartnerin (Tel. 0721/889 22 11). Das Team freut sich über Menschen, die sich für den ehrenamtlichen Dienst interessieren und mitarbeiten wollen.
Professor Strecker erhält Auszeichnung
Karlsruhe (06.10.2005) Prof. Dr. med. Ernst-Peter Strecker, Chefarzt der Klinik für Radiologie im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr, erhielt für seine Forschungsarbeit zur Entwicklung einer neuen Gefäßendoprothese, um den Blutfluss in einen Aortenaneurysma umzuleiten, den Preis für die beste Veröffentlichung im internationalen Journal CVIR (CardioVascular and Interventional Radiology) des wissenschaftlichen Springer-Verlages, New York. Der Preis ist mit einer Prämie von 5.000 Dollar verbunden. In experimentellen Studien hat Professor Strecker in den letzten vier Jahren geforscht, um einen neuen "Stent" für abdominale Aortenaneurysem zu entwickeln. Mit einem solchen Stent kann Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko ein großer offener chirurgischer Eingriff erspart bleiben. Ein Stent ist ein rohrförmiges Metallgeflecht, das das Blutgefäß offenhält und als innere Stütze mit der Zeit in die Gefäßwand wächst. Im Diakonissenkrankenhaus wurde 1987 von Professor Strecker einer der ersten Stents eingesetzt. Seitdem ist er auf diesem Gebiet tätig und hat verschiedene Stentsformen weiterentwickelt. Der Einsatz dieser neuen Gefäßendoprothese kann eine wesentliche Verbesserung in der Behandlung eines Aortenaneurysma bringen. An der Methode wird noch weitergearbeitet, bis sie im klinischen Alltag zum Einsatz kommen kann. Die Leitung des Diakonissenkrankenhaus gratuliert Professor Strecker ganz herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung auf internationaler Ebene.
1000. Geburt in diesem Jahr waren Zwillingsmädchen
Mathilda und Pauline erblickten am 21. Oktober 2005 als 1000. Geburt im Diakonissenkrankenhaus das Licht der Welt. Es ist schon etwas ganz besonderes, wenn man bei der 1000. Geburt auch gleich noch Zwillinge begrüßen kann. Mathilda kam um 6.01 Uhr zur Welt und wog 2050 Gramm, Pauline wurde zwanzig Minuten später geboren und wog 2550 Gramm. Die Eltern Beate und Sven Himmelsbach freuten sich sehr über ihre beiden Zwillingsmädchen. Pflegedirektorin Jutta Ebersberg überbrachte den glücklichen Eltern mit einem Blumenstrauß auch die Glückwünsche der Krankenhausleitung.
Pressebericht Badische Neuesten Nachrichten 24.10.2005
Besuch des KTQ-Forums in Köln
Am 27. September 2005 fand in Köln das 5. KTQ-Forum statt. Dabei hatten wir als zertifiziertes Krankenhaus die Möglichkeit unsere Arbeit im Qualitätsmanagement an einem Stand vorzustellen.
Claudia Fallert, Personalreferentin, und Dr. Alexander Martin, Assistenzarzt in der Klinik für Innere Medizin, beide Qualitätsveranwortliche im Hause, sowie Evelyne Teschner-Klug als Qualitätsmanagerin besuchten das Forum. Aus den Beiträgen im Plenum und in Workshops konnten sie viele gute Anstöße für die Weiterarbeit im QM mitnehmen. Am Stand ergaben sich mit Besuchern einige Gespräche. So ein Austausch von Erfahrungen und Impulse motiviert für die Vorbereitung unserer Rezertifizierung, die für Anfang 2007 wieder ansteht. |
Geschwisterschule in der Frauenklinik des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe-Rüppurr
Sechs Kinder im Alter zwischen drei und sieben Jahren besuchten am 6. August 2005 den zweiten Kurs der Geschwisterschule, die seit Juli im Diakonissenkrankenhaus angeboten wird. Und die Aufregung war ihnen abzuspüren, als sie sich bei Inga Fränkle und Kathrin Köhler versammelten. Die beiden sind Hebammen im Kreißsaal der Frauenklinik und haben diesen Kurs initiiert. Kurse für werdende Eltern sind schon seit langem selbstverständlich. Aber für die "werdenden" Geschwister verändert sich das Leben in sehr starkem Maße, besonders wenn sie selbst die Erstgeborenen sind. Hier will die Geschwisterschule helfen.
Die Kleinen sind mit großem Ernst bei der Sache. |
So lernen sie in kleinen, kindgerechten Gruppen jede Menge über Schwangerschaft und Geburt. Und sie üben mit den großen Babypuppen z.B. wie man Windeln wechselt oder einen Strampler anzieht. Ein Rundgang durch den Kreißsaal und das Hören der eigenen Herztöne sowie es beim Baby im Bauch der Mutter gemacht wird, sind Höhepunkte im Kurs. |
Wenn die Kindern lernen mit einem Neugeborenen umzugehen, werden sie in ihrer Rolle der Älteren aufgebaut und können sich auf ihre neue Stellung in der Familie vorbereiten. Am Ende des Kurses erhalten alle Kinder eine Urkunde, die sie mit ihrem Handabdruck unterzeichnen. Stolz können sie diese Urkunde mit nach Hause nehmen.
Die Geschwisterschule wird an jedem ersten Samstag im Monat von 15 bis 16.30 Uhr im Diakonissenkrankenhaus in den Räumen des Kreißsaals angeboten. Die Kosten betragen 3 Euro pro Kind. Acht Kinder sind die Teilnehmerobergrenze für den Kurs, der von zwei Hebammen betreut wird. Anmelden kann man sein Kind bei Hebamme Inga Fränkle, Tel. 0721/384 16 28.
Stabwechsel in der Klinik für rehabilitative Geriatrie des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe-Rüppurr
Nach 10 Jahren als Chefarzt der Klinik für rehabilitative Geriatrie im Diakonissenkrankenhaus trat Dr. med. Johannes Hohn Ende Juni 2005 in den Ruhestand. In einem Festakt in der Kapelle des Hauses wurde er am 22. Juli 2005 von der Leitung des Diakonissenkrankenhauses verabschiedet. Als Nachfolgerin wurde Dr. med. Brigitte R. Metz, bisher schon Chefärztin des Geriatrischen Zentrums Karlsruhe am Diakonissenkrankenhaus, eingeführt. Damit sind nun die Klinik für rehabilitative Geriatrie und das Geriatrische Zentrum unter einer Gesamtleitung. |
Dr. med. Johannes Hohn kam im März 1995 von der Klinik Waldbronn ins Diakonissenkrankenhaus und hat die Reha-Geriatrie, wie sie meist kurz genannt wird, aufgebaut. Zuvor hatte er in der Klinik für Rehabilitation Waldbronn fast 20 Jahre die Neurologische Abteilung geleitet. Das Diakonissenkrankenhaus war für ihn nicht unbekannt, da er von 1968 bis 1973 in der Klinik für Innere Medizin tätig gewesen war. Die Kenntnis des Hauses und seine langjährige Erfahrung als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie waren optimale Voraussetzungen, diese neue Klinik gemäß dem Geriatriekonzept Baden-Württemberg aufzubauen. Besonderen Wert legte er dabei auf den Aufbau eines guten multiprofessionellen Teams aus den Bereichen Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Sozialdienst und Seelsorge, wie er bei seinem Abschied betonte, denn nur so konnte der Betreuungsansatz der Klinik der interdisziplinären Behandlungsplanung umgesetzt werden. Wichtig war ihm auch die Nähe der Rehabilitationsklinik zum Akutkrankenhaus. Etwa 9000 Patienten wurden in den 10 Jahren seiner Tätigkeit in der Klinik behandelt und dabei das Ziel erreicht, die Betreuten wieder in den häuslichen Bereich einzugliedern. Nur 10% der Patienten mussten in ein Pflegeheim verlegt werden, zieht Dr. Hohn positive Bilanz. Das Anliegen in der rehabilitativen Geriatrie ist es, Menschen, die in ihrer Selbständigkeit beeinträchtigt oder bedroht sind, Perspektiven für eine selbständige Lebensführung auch im hohen Alter zu ermöglichen.
Dr. med. Brigitte R. Metz übernimmt die Leitung der Reha-Geriatrie, bei deren Anfängen sie selbst als Oberärztin dabei war. Sie hat dann jedoch ab 1996 als Leitende Ärztin zunächst den Geriatrischen Schwerpunkt, dann das Geriatrischen Zentrum Karlsruhe am Diakonissenkrankenhaus aufgebaut, wo sie seit 01.01.1999 als Chefärztin tätig ist. Sie bringt als Fachärztin für Innere Medizin mit Zusatzqualifikation in Klinischer Geriatrie, Physikalischer Therapie, Ernährungsmedizin und Osteologie reiche Erfahrung mit. Darüber hinaus ist sie als erste Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Geriatrischer Schwerpunkte und Zentren Baden-Württemberg und in etlichen geriatrischen Fachgremien tätig. Durch ihre umfangreiche Vortragstätigkeit für Ärzte und andere Berufsgruppen, die in der Geriatrie zusammenarbeiten, aber auch für Patientinnen und Patienten sowie interessierte Senioren ist sie weit über Karlsruhe hinaus bekannt.
Die Klinik für rehabilitative Geriatrie hat 60 Betten und 5 Tagesklinikplätze. 2004 wurden in der Klinik 1.017 Patienten behandelt. Als geriatrische Patienten gelten mehrfach erkrankte ältere Patienten, die infolge ihrer Krankheiten Fähigkeitsstörungen oder Behinderungen aufweisen. Ziel ist es, diesen Menschen, die in ihrer Selbständigkeit beeinträchtigt oder bedroht sind, Perspektiven für eine selbständige Lebensführung auch im hohen Alter zu ermöglichen.
Computer-navigiertes Operieren in der Klinik für Unfallchirurgie im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr
So wie Navigationssysteme dem Autofahrer die Orientierung leichter machen, unterstützen chirurgische Navigationssysteme den Operateur bei der Implantation künstlicher Gelenke. Sie führen durch das Operationsfeld und optimieren so die Positionierung des Kunstgelenkes, womit eine bessere Funktion und eine längere Lebensdauer des Gelenkes ermöglicht wird. Seit Anfang Juni 2005 ist ein solches Navigationsgerät in der Klinik für Unfallchirurgie im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr im Einsatz. Komplettiert wird die moderne Technik mit einem mobilen Röntgen-C-Bogen, mit dem während der Operation dreidimensional Bilder gemacht werden können. Priv. Doz. Dr. Erich Hartwig, Chefarzt der Klinik, der aus früherer Tätigkeit bereits über eine fünfjährige Erfahrung mit Navigationssystemen verfügt, wendet dieses System beim Einsatz von künstlichen Kniegelenken an. Die Anwendung bei künstlichen Hüftgelenken soll ebenfalls bald realisiert werden.
Die ersten Navigationssysteme hielten Mitte der 90-er Jahre Einzug in die Krankenhäuser. Diese arbeiteten in Zusammenhang mit der Computertomographie (CT), die vor der Operation Bilder vom Operationsbereich im Körper erstellte. Mittlerweile gibt es Systeme, die zu Beginn der Operation mit dem so genannten ?Pointer" eine Reihe von anatomisch wichtigen Punkten am Patienten ablesen und digitalisieren. Der Computer errechnet aus diesen individuellen Daten eine virtuelle, dreidimensionale Rekonstruktion. Der Arzt erhält ein deutliches Bild von der Anatomie des Patienten und kann so die optimale Platzierung des Kunstgelenkes beim Patienten vornehmen. | Chefarzt Priv. Doz. Dr. Erich Hartwig (rechts) und OP-Manager Siegfried Schäfer freuen sich, dass das Navigationssystem und der Röntgen-C-Bogen im Einsatz sind. |
Die Anwendung der 3D-Bildgebung durch den C-Bogen verbessert zudem die Qualität und Sicherheit bei chirurgischen Eingriffen und verringert so das Risiko von Wiederholungs-Operationen.
Für Patienten mit Arthrose bedeutet die Implantation eines künstlichen Gelenkes oft die entscheidende Möglichkeit, wieder mehr Lebensqualität zu erreichen. Auch nach schweren Unfällen werden oft künstliche Gelenke benötigt. Die Implantate sind in den letzten Jahren ständig verbessert worden, aber die Lebensdauer eines künstlichen Gelenkes hängt ganz entscheidend von der optimalen Platzierung ab. Durch die bildgestützte dreidimensional Navigation wird diesem Anliegen Rechnung getragen. Dem Patienten bietet die bessere Orientierung für den Chirurgen und die präzisere Implantierung des Gelenkes, mit dem er weiterleben wird, die höchstmögliche Sicherheit, dass es an der richtigen Stelle seine Funktion gut aufnehmen wird. Man verspricht sich von diesem "maßgeschneiderten" Einsetzen eine längere Lebens- und Funktionsdauer der Implantate.
Chefarzt Dr. Erich Hartwig ist begeistert von der Neuanschaffung. "Ich habe bereits an meiner vorherigen Arbeitsstätte mit Navigation gearbeitet, aber das Nachfolgemodell, das wir im Diakonissenkrankenhaus jetzt haben, ist wirklich das Nonplusultra. Ich setze es jeden Tag ein." Das Navigationssystem und der mobile Röntgen-C-Bogen haben einen Wert von 400.000 Euro.
Vierlinge besuchen zu ihrem 20. Geburtstag das Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr
Die Freude war groß, als am 30. Juni 2005 Familie Ochs aus Ettlingen begrüßt wurde. Sandra-Denise, Angela, Desiree und Wolfgang wurden von Sr. Elfriede und Sr. Francoise, die als Hebammen bei der Geburt dabei waren, herzlich umarmt. An ihrem 20. Geburtstag besuchten die Vierlinge das Diakonissenkrankenhaus, in dem sie das Licht der Welt erblickt haben. Sie nahmen auch die Gelegenheit einen Blick in den Kreißsaal zu tun. "Vierlinge kann man nur einmal im Leben bekommen," so Dr. Matthias Zedelius, der als behandelnder Arzt bei der Geburt dabei war. | Sandra-Denise, Schwester Elfriede, Desiree, Angela, Helga und Hans-Peter Ochs, Wolfgang, Schwester Francoise und Dr. Matthias Zedelius (v.l.n.r.) |
Mutter Helga mit ihren Vierlingen lässt sich von Monika Jäger, Hebamme, die Gebärwanne im Kreißsaal zeigen. |
Die Vier kamen an einem Sonntag mit Kaiserschnitt zur Welt. Alles war bis aufs Kleinste genau geplant, um die Sicherheit der zwischen 1030 und 1560 g schweren Neugeborenen zu gewährleisten. Helga und Hans Peter Ochs sind stolz auf ihre Vier. Natürlich war die erste Zeit nicht einfach, aber die Kinder entwickelten sich gut und hatten nicht besonders mit Krankheiten zu kämpfen, wie das bei Mehrlingen manchmal der Fall ist. Familie bekam nach fünf Jahren sogar nochmals Nachwuchs. |
Alle Vier haben sich als Beruf etwas ausgesucht, in dem sie mit Menschen zu tun haben. So arbeiten Sandra-Denise und Wolfgang als Polizeibeamte, Desiree und Angela machen eine Ausbildung zur Erzieherin. Verwaltungsdirektor Dr. Dietmar Köhrer gratulierte im Namen des Hauses und erinnerte nochmals daran, welch ein besonderes Ereignis für eine Geburtsabteilung ist, denn auf 614 125 Einlingsgeburten fällt eine Vierlingsgeburt. Mit vielen guten Wünschen für ihren weiteren Lebensweg verabschiedete man dann die vier jungen Leute.
Beim Tag der offenen Tür in der Radiologie war gezielte Information zu verschiedenen Behandlungsverfahren gefragt.
"In fünf Minuten beginnt der Vortag," erklärt die Dame an der Tür und die Besucherinnen und Besucher sichern sich schon einmal einen Platz in dem Raum, in dem es um die Diagnostik von Brusterkrankungen gehen soll. Dr. Sylvia Vetter, Oberärztin in der Klinik für Radiologie, stellt die Diagnoseverfahren durch Mammographie und stereotaktischer Vakuumbiopsie vor. Nun wird auch klar, warum auf dem Tisch ein Apfel liegt. Um das Vorgehen bei der Biopsie zu verdeutlich, sticht die Ärztin in ihn hinein und holt "Gewebe" heraus. |
Bei dem modernem Verfahren auf dem Liegendstereotaxietisch wird bei Verdacht auf Brustkrebs mit Vakuum Gewebe entnommen. Wichtig dabei ist die computergestützte Lokalisation des Gewebes in digitaler Technik, die eine präzise Entnahme ermöglicht. Das ist eine sehr schonende Methode, da keine offene Operation notwendig wird. Der Eingriff wird ambulant gemacht und kann schon bei kleinsten verdächtigen Gewebeherden Klarheit in der Diagnose bringen.
![]() |
Auch Prof. Ernst-Peter Strecker, Chefarzt der Klinik, erläutert anschaulich mit Bildern und mit Unterstützung des Models der Wirbelsäule, an welchen Stellen wie Schmerzen entstehen. Sein Thema "Rückenschmerzen" findet großes Interesse, denn wer kennt dieses Problem nicht aus eigener Erfahrung. Ein weites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten bei Wirbelfrakturen macht er deutlich. |
Die Verfahren der Vertebroplastie und Kyphoplastie zur Stabilisierung frakturierter Wirbelkörper durch Zementinjektion, Aufrichtung oder Stabilisierung deformierter Wirbelkörper durch Ballondilatation und Zementinjektion werden in seiner Klinik angewandt. Da nehmen viele Besucher die Gelegenheit wahr, ihre Fragen an den Fachmann los zu werden.
In der Angiographie geht es um die Behandlung von Durchblutungsstörungen. Oberarzt Dr. Ivan Kralji beantwortet gerade spezielle Fragen der Besucherinnen und Besucher, die sich um den Behandlungstisch herum eingefunden haben. Ballondilatation und Stentimplantation, Fibrinolyse und Aspirationsthrombektomie, manche haben solche Behandlungen schon hinter sich und haben Fragen nach dem weiteren Verlauf der Erkrankung, andere wissen, dass ein solcher Eingriff auf sie zukommen könnte. | ![]() |
Natürlich sind nicht alle direkt Betroffene, viele Besucherinnen und Besucher an dem Tag der offenen Tür am 8. Juni 2005 in der Klinik für Radiologie, bildgebende Verfahren, Interventionsradiologie und Nuklearmedizin sind einfach gekommen, weil es sie gereizt hat, einmal die Klinik mit ihrem weiten Behandlungsspektrum und ihren speziellen Geräten kennen zu lernen. "Es zeigt sich, dass die Menschen ein hohes Informationsbedürfnis haben," so Prof. Strecker als Leiter der Klinik. Er freute sich, dass dieser Tag auf so reges Interesse stieß.
Neuer Schockraum mit integriertem Computertomograph im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr sichert optimale Versorgung bei Unfallverletzten
Unfallverletzte sind meist mehrfachverletzte Patienten - polytraumatisierte Patienten. Bei deren Versorgung ist gerade die frühe Behandlungsphase nach der Einlieferung in das Krankenhaus von sehr hoher Bedeutung. Das interdisziplinäre Team von Unfallchirurguie, Anästhesie und Radiologie steht bereit, um alle lebensbedrohlichen Verletzungen zu erkennen und unmittelbar die notwendigen Therapieschritte einzuleiten.
Um diesem Team optimale Vorausetzungen zur Erstversorgung von Unfallverletzten zu geben, wurde in der Klinik für Radiologie ein Schockraum eingerichtet, in dem ein Computertomograph integriert ist. Dieser Schockraum wurde am 16. März 2005 eingeweiht. Damit nimmt das Diakonissenkrankenhaus eine Vorreiterrolle für die Ausstattung eines Schockraumes ein. |
Sobald der Patient auf dem Weg in die Klinik ist, wird das Personal informiert, so dass alle beteiligten Personen im Schockraum den schwerverletzten Patienten erwarten. In dem neuen Schockraum sind alle notwendigen räumlichen, apparativen und personellen Voraussetzungen für eine Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen der Patienten, für eine schnelle und effiziente Diagnostik sowie für die akute Behandlung bei Funktionsstörungen der lebenswichtigen Organssysteme gegeben. Es wurde ausreichend Platz für die Grundausstattung wie Defibrillator, Narkosegerät, Anästhesiewagen, Sonographiegerät, Instrumentiertische, Verbandswagen u.a.m. geschaffen. Der neue Computertomograph, ein Sechs-Zeilen-Ganzkörper-Spiral-CT, der im Schockraum aufgestellt wurde, arbeitet schneller und genauer, so dass der Patient in wenigen Minuten an Organen und Knochen diagnostiziert werden kann. Der Schockraum ist so eingerichtet, dass jede Berufsgruppe mit ihrem spezifischen Arbeitsablauf in enger Absprache mit dem gesamten Team den Patienten versorgen kann. Es ist wichtig, dass verschiedene Behandlungen gleichzeitig möglich sind, denn es geht meist um Leben und Tod. So sorgt die Anästhesie z.B. für die Beatmung, stabile Kreislaufverhältnisse und die Schmerzbehandlung, während das unfallchirurgische Team sich einen Überblick über die Verletzungen verschafft und die Radiologen die entsprechenden Diagnostikschritte einleiten. Dringliche operative Eingriffe können auch im Schockraum selbst durchgeführt werden.
Für die baulichen Veränderungen wurden insgesamt etwa 135.000 Euro investiert. Das neue CT-Gerät für den Schockraum hat einen Wert von etwa 400.000 Euro. Die Krankenhausleitung des Diakonissenkrankenhauses und die Chefärzte der beteiligten Kliniken freuen sich, mit diesem hochwertig ausgestatteten Raum den Patienten eine wichtige Verbesserung bei der Erstversorgung von Unfallverletzten anbieten zu können.
Feierliche Einführung von Pfarrer Wolfram Stober zum Vorsteher
v.l.n.r.: Prof. Dr. Michael Strohm, Dr. Dietmar Köhrer, Dr. Ulrich Fischer, Sr. Inge Rinkel und Jutta Ebersberg bei der gottesdienstlichen Einführung. | Am 20. Februar 2005 wurde Pfarrer Wolfram Stober in einem Gottesdienst feierlich in das Amt des Vorstehers eingeführt. Er tritt damit die Nachfolge von Pfarrer Dr. Otto W. Hahn an, der zum Ende des Jahres 2004 in den Ruhestand ging. Landesbischof Dr. Ulrich Fischer segnete Pfarrer Stober im Festgottesdienst für seinen Dienst und die Vertreter von Vorstand und Krankenhausleitung sprachen ihm Worte aus dem Neuen Testament zu. Rund 400 Gäste waren zur Feier gekommen, darunter zahlreiche Wegbegleiter und Freunde von Wolfram Stober und ehemalige Gemeindeglieder aus Lahr, die mit einem Bus angereist waren. |
In der sich an den Gottesdienst anschließenden Feier im Veranstaltungssaal kam in den Grußworten die Vielfalt der Aufgaben zum Ausdruck, in denen sich Pfarrer Stober in den letzten Jahren engagiert hat.
Pfarrer Stober ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Mit der neuen Aufgabe kehrt er nach Karlsruhe, seinem Geburtsort, zurück. Von 1976 bis 1981 studierte er Theologie in Heidelberg. In den letzten 16 Jahren war er als Pfarrer in der Christusgemeinde in Lahr tätig. Seine Schwerpunkte dort setzte er in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Gestaltung neuer Gottesdienstformen und in der Integration von russlanddeutschen Spätaussiedlern. In den letzen Jahren wurde er überregional bekannt durch sein Projekt ?Kunst und Kirche" mit Ausstellungen, Lesungen, Gottesdiensten mit Vernissage oder konzertanten Gottesdiensten sowie durch seine Förderung der Kirchenmusik.
Pfarrer Stober war von 1990 bis 2002 gewählter Landessynodaler des Kirchenbezirkes Lahr und ist seit 2002 berufenes Mitglied der badischen Landessynode. Seit 1994 ist er Mitglied der Bischofswahlkommission. 1996 wurde er zum Vorsitzenden des Hauptausschusses der badischen Landessynode gewählt und 2002 in seinem Amt bestätigt. 2002 wurde er in die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt und ist dort Mitglied im Ausschuss für Schrift und Verkündigung.
Das Schlusswort am Ende des festlichen Nachmittages nahm Pfarrer Stober zum Anlass, ein sehr persönliches Dankeswort an die Gäste und Grußwortredner zu richten und sich auch ganz besonderes bei all denen zu bedanken, die durch ihre Arbeit diese schöne Feier zu Beginn seiner Tätigkeit ermöglich hatten. | Auch Oberbürgermeister Heinz Fenrich, Karlsruhe, gehörte zu den Gästen und Grußwortrednern. |
| Zurück zur vorherigen Seite |




