Wie ist der postoperative Ablauf? hygiene op

Natürlich ist der Verlauf bei jedem Patienten nach verschiedenen Operationen unterschiedlich. Dennoch kann man sagen, dass Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Chirurgie mittlerweile dazu geführt haben, dass wesentlich schnellere Rekonvaleszenzzeiten erreicht werden können. Zum Beispiel ist nach einer Erholungsphase im Aufwachraum nicht zwangsläufig eine intensivmedizinische Betreuung notwendig. Es bedeutet allerdings auch nicht unbedingt, dass es zu Komplikationen gekommen ist, wenn Sie nach der Operation auf der Intensivstation aufwachen. Besprechen Sie schon im Vorhinein mit Ihrem Arzt, mit welchem Ablauf nach der Operation zu rechnen ist.

 

Muss ich nach der Operation lange im Bett liegen bleiben?

Die Zeiten von tagelanger Bettruhe nach einer Operation sind vorbei. Sobald es der Kreislauf zulässt wird ein Mitarbeiter der Pflege oder der Physiotherapie mit Ihnen die „ersten Schritte“ tun. Eine zügige Rückkehr zur Mobilität hilft dem gesamten Organismus, schneller wieder auf die Beine zu kommen, daher werden Sie auch angehalten, sich regelmäßig zu bewegen. Das stabilisiert den Kreislauf, verbessert die Atmung und kann so einer Reihe von Komplikationen vorbeugen.

 

MedikamenteWerde ich nach der Operation Schmerzen haben?

Natürlich werden Sie merken, dass Sie operiert worden sind. Starke Schmerzen, die Sie am schlafen, durchatmen oder aufstehen hindern, sind aber nicht zu erwarten. Schon während der Operation und bei der ersten Phase im Aufwachraum kann Ihr Arzt abschätzen welche Art und Dosierung von Schmerzmitteln für Sie ausreichend ist. Sobald Sie wach sind, werden Sie immer wieder nach Schmerzen gefragt, so dass die richtige Dosierung gefunden werden kann. Dabei gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

 

 

Was kann ich dazu beitragen möglichst schnell gesund zu werden?

Bei der Operation können Sie nicht helfen, aber den postoperativen Verlauf gestalten Sie zu einem großen Teil selbst mit. Schwestern und Pfleger werden Sie genauso wie Ärzte und Physiotherapeuten darauf hinweisen, was Sie selbst tun können um Komplikationen vorzubeugen und den Genesungsprozess soweit möglich positiv zu beeinflussen.

Hierzu gehört es, möglichst bald wieder auf die Beine zu kommen. Es ist sinnvoller eine Schmerztablette mehr zu nehmen und sich dafür freier bewegen zu können, als aus Angst vor Schmerzen mehr Zeit im Bett zu verbringen.

Bei den meisten Operationen werden Sie während der Narkose künstlich beatmet. So gut die Geräte mittlerweile auch sind, sie ersetzen den natürlichen Atmungsvorgang nur als Kompromiss, so dass eine Lungenentzündung nach einer Operation durchaus vorkommen kann. Durch gezielte Atemübungen unter physiotherapeutischer Anleitung oder einfach nur durch gelegentliches, bewusstes tiefes Durchatmen können Sie dem vorbeugen.

Durch verschiedene Entzündungs- und Heilungsprozesse nach einer Operation verändert sich die Blutzusammensetzung. Eine Reihe von Botenstoffen werden gebildet, neue Zellen heilen die Wunden, Sie bekommen Medikamente, die der Körper noch nicht kennt. All das zusammen mit der zumindest anfangs eingeschränkten Mobilität erhöht das Thromboserisiko. Sie bekommen von uns regelmäßig eine „Thrombosespritze“, ein blutverdünnendes Medikament, das die Bildung von Gerinnseln in den Venen verhindern soll. Regelmäßige Bewegung und einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt kann aber auch die beste Spritze nicht ersetzen. Auch hier hilft es, sich zu motivieren, zügig wieder auf die Beine zu kommen.

Woher weiß mein Arzt wann ich entlassen werden kann? 

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Nach der Operation ist natürlich Ihr Genesungsprozess entscheidend für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Um diesen besser einschätzen zu können, werden nach der Operation Blutuntersuchungen vorgenommen, es können auch Röntgenbilder oder Urinproben notwendig sein. Besonders wichtig ist auch die wiederholte klinische Untersuchung bei den morgendlichen Visiten. Auch eine Ultraschalluntersuchung kann helfen, eine Komplikation zu erkennen, die sich vielleicht gerade anbahnt und Ihnen zunächst noch keine Beschwerden bereitet.

Wenn der Kreislauf mitspielt und Sie sich ausreichend bewegen können um zu Hause zurecht zu kommen, wenn Schmerzen mit relativ milden Medikamenten ausreichend behandelt werden können, wenn essen und trinken kein Problem mehr sind und die Wunden gut verheilen, spricht nichts gegen eine Entlassung. Hierzu ist es nicht notwendig, dass der gesamte Heilungsprozess bereits abgeschlossen ist. Gegebenenfalls werden Sie gebeten, sich einige Tage nach der Operation nochmals in unserer Ambulanz vorzustellen, damit Fäden gezogen und Klammern entfernt werden können.