Hierunter fallen Erkrankungen des Enddarms und des Afters mit seinem Halte- und Muskelapparat im Beckenboden. Typische Beschwerden sind Hämorrhoidal- und Fistelleiden, Inkontinenz oder Schleimhautläsionen. Abszesse und Vorfälle werden ebenso behandelt.

Wie muss man sich eine proktologische Untersuchung vorstellen?

Sicher kann jeder nachvollziehen, dass es besonders im Fachgebiet der Proktologie einige Überwindung kostet ärztlichen Rat aufzusuchen. Umso selbstverständlicher ist es, dass wir unseren Patienten mit angemessener Professionalität und Einfühlungsvermögen begegnen.

Meist ist für eine proktologische Untersuchung ein kleiner Einlauf zuvor nötig um die Schleimhaut am After möglichst detailliert beurteilen zu können. Die Untersuchung selbst findet in einem separaten Raum statt, es ist außer dem Patienten der Arzt und ein Mitarbeiter der Pflege zugegen. Schmerzhafte Untersuchungen und Behandlungen werden in Narkose durchgeführt.

Wie sieht die Operation aus?

Für proktologische Operationen ist eine Vollnarkose sinnvoll. Wenn der Schließmuskel entspannt ist, kann die Schleimhaut am und im Anus besser begutachtet und behandelt werden. Abgesehen davon ist eine örtliche Betäubung hier nicht angezeigt.

Viele proktologische Operationen können ambulant durchgeführt werden. Bei Hämorrhoiden, Analfissuren oder kleineren Abszessen kommen Sie morgens in die Klinik, werden operiert und können, wenn Sie sich wohl fühlen, am Mittag oder Nachmittag wieder nach Hause gehen. Aufwändigere Resektionen, Prolaps-OPs oder bei starken Entzündungen ist ein stationärer Aufenthalt von 2 Tagen bis zu einer Woche sinnvoll, je nach Ausprägung des Befundes.