Die Speiseröhre tritt durch das Zwerchfell vom Brustkorb in die Bauchhöhle und geht in den Magen überUnter Reflux versteht man den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Die Speiseröhre verläuft vom Brustkorb durch das Zwerchfell hindurch in den Bauchraum zum Magen. Ist dieser Durchtritt zu groß und schließt das Zwerchfell hier die Speiseröhre nicht richtig ab (Hiatushernie), kann Magensäure gerade nachts oder im Liegen in die falsche Richtung laufen und brennende Schmerzen oder eine Entzündung der Speiseröhre verursachen. Selten kann so sogar Speiseröhrenkrebs entstehen.

Bei der Hiatushernie können Magenanteile in den Brustkorb gelangen

 

 

Warum sollte ich mich bei Sodbrennen operieren lassen?

Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, Sodbrennen zu behandeln, ohne dass eine OP notwendig ist. Mit Säureblockern, einer ausgewogenen Ernährung und angepasster Schlafposition ist den meisten Patienten geholfen. Ist dennoch keine Besserung der Beschwerden zu erzielen oder sind bereits entzündliche Veränderungen der Schleimhaut der Speiseröhre zu sehen, kann eine Operation helfen, das Problem zu beheben und weitere Komplikationen zu vermeiden.

Im Liegen verhindert die normale Konfiguration von Magen, Zwerchfell und Speiseröhre, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen kann

Wie sieht die Operation aus?

Meist kann die Operation in minimalinvasiver, der so genannten Schlüsselloch-Technik durchgeführt werden. Wenn als Ursache für die Beschwerden ein zu weiter Zwerchfelldurchtritt gefunden wurde (so genannte Hiatushernie), wird dieser abgedichtet, indem ein Teil der Magenwand um das unterste Ende der Speiseröhre geschlagen und dort fixiert wird. So wirkt dann der Magen wie ein Anker und dichtet zum Einen die Zwerchfelllücke ab, zum Anderen erschwert auf diese Weise ein milder Druck der verstärkten Magenwand auf den unteren Anteil der Speiseröhre den Rückfluss von Magensäure.

mageninhalt fliesst zurueck

 

Welche Komplikationen können auftreten?

Wird durch eine OP der Ausgang der Speiseröhre eingeengt, ist es trotz aller Sorgfalt möglich, dass der ehemals zu weite Durchtritt anschließend zu eng ist und Sie Probleme beim Schlucken bekommen. Meistens ist das nur kurzzeitig der Fall, wenn frisch nach der Operation die Schleimhaut durch die Nähte noch geschwollen ist. Bessert sich dieses Problem nicht nach einigen Tagen, kann eine erneute Operation nötig sein. Ebenso berichten einzelne Patienten auch nach gelungener Operation über weiterhin fortbestehende Beschwerden, die den Symptomen vor der Operation ähneln.

Wie geht es nach der Operation weiter?

In den ersten Tagen werden Sie austesten, welche Nahrung Sie am besten vertragen. Bis sich der Schluckakt wieder normalisiert hat, wird die Kost langsam von flüssig über breiig zu fest gesteigert. Insgesamt ist nur mit geringfügigen Einschränkungen zu rechnen. Wundschmerzen sind mit milden Schmerzmitteln gut zu behandeln und es ist mit einem 5-7 Tage langen Krankenhausaufenthalt zu rechnen. Das Nahtmaterial kann meist ca. 7 Tage nach der Operation wieder entfernt werden. Hierfür vereinbaren wir gerne vor der Entlassung einen Termin in unserer Sprechstunde.