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Kurzinformationen für Patienten

Appendizitis

Die Appendix vermiformis („Wurmfortsatz“) ist ein Anhängsel des Dickdarmes, dessen Bedeutung bis heute noch unklar ist. Chirurgisch gesehen relevant ist die akute Entzündung dieses umgangssprachlich oft als „Blinddarm“ bezeichneten Darmstückes, bis hin zur Perforation („Durchbruch“) und eitriger Entzündung des gesamten Bauchraumes.
Meist entwickelt sich das Krankheitsbild über einige Tage und verschiedene Stadien, was Sie letzten Endes zu uns in die Notaufnahme führt. Der Verlauf ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Die Entfernung des Wurmfortsatzes findet heutzutage in aller Regel laparoskopisch statt, und der Klinikaufenthalt ist je nach Verlauf auf wenige Tage beschränkt.

Hernien

Hernien sind „Brüche“, die an natürlichen oder erworbenen Schwachstellen am Körper entstehen. Meist handelt es sich um äußere Lücken der Bauchwand, z. B. am Nabel oder an Narben durch vorangegangene Operationen. Innere Hernien sind deutlich seltener. Durch diese Schwachstellen kann Bauchinhalt, meist Darm, hindurchtreten und im schlimmsten Fall einklemmen („inkarzerieren“). Das kann zu einem akuten, manchmal lebensbedrohlichen, Krankheitsbild mit Schmerzen bis hin zum Untergang des eingeklemmten Gewebes führen. Dann ist eine Notfalloperation mit entsprechend hohem Risiko notwendig. Daher empfiehlt sich die geplante („elektive“) Versorgung einer Hernie. Heutzutage erfolgt dies je nach Größe des Bruches meist durch Einlage eines künstlichen Netzes zur Verstärkung der Bauchwandschichten, in geeigneten Fällen auch laparoskopisch.

Cholezystolithiasis, Cholezystitis

Die Gallenblase ist das Speicherorgan für die in der Leber produzierten Gallensäfte. Bei 15-20% der Menschen bilden sich im Lauf des Lebens Gallensteine unterschiedlicher Form, Größe und Zusammensetzung (=Cholezystolithiasis). Diese können völlig unbemerkt bleiben, aber auch durch Verschluss des Gallenblasenganges oder Steinabgang symptomatisch werden (bei 20-40% der Steinträger) - meist in Form einer Gallenkolik mit u.a. wellenförmigen Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit oder auch Gelbfärbung von Haut und Augen. Im schlimmsten Fall entzündet sich das ganze Gallenwegssystem (=Cholangitis), evtl auch eitrig mit Beteiligung des gesamtem Bauchraumes und in schweren Fällen Perforation der Gallenblase. Dann ist eine Notfalloperation erforderlich, wohingegen bei milderen, immer wieder auftretenden Beschwerden elektiv im entzündungsfreien Intervall operiert werden kann.

Die Entfernung der Gallenblase ist eine der häufigsten Operationen in Deutschland. Wir operieren ca. ...Patienten geplant und etwa ...Fälle mit akuter Entzündung pro Jahr. In aller Regel kann laparoskopisch = minimal invasiv operiert werden, nur in Ausnahmefällen ist ein größerer Bauchschnitt notwendig. Nach der Operation bleiben Sie in der Regel 2-3 Nächte bei uns, nach Notfalleingriffen etwas länger.

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