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Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Unter der altersbedingten Makuladegeneration versteht man einen fortschreitenden, meist beidseitigen Sehverlust durch Stoffwechselsörungen im Bereich der Photorezeptoren und der Pigmentzellenschicht im Bereich des Ortes des schärfsten Sehens (Makula).

Symptome

Leitsymptom ist die Sehverschlechterung (Abb. 1) in Form eines grauen Fleckes und das Verzerrtsehen. Farben werden blass.

Ursache

Wie oben beschrieben sind Ablagerungen von Stoffwechselendprodukten im Bereich der Makula ursächlich. Strukturelle Umbauten verhindern einen regelrechten Abbau. Die Anhäufung dieser Substanzen führen zur Funktionsstörung des Netzhautareales (trockene Makuladegeneration). Kommt es zur Bildung neuer, instabiler Gefäße, kann ein Flüssigkeitsaustritt aus diesen defekten Gefäßen in und/oder unter die Netzhaut die Folge sein (feuchte Makuladegeneration). Hierbei kommt es zur raschen Sehverschlechterung. Die Gefahr für Blutungen unter die Netzhaut ist erhöht.

Risikofaktoren sind das Alter, betroffene direkte Familienangehörige mit AMD, weibliches Geschlecht, Nikotinkonsum, eine arterielle Hypertonie und eine einseitige Ernährung scheinen eine Rolle zu spielen.

Diagnose

Ein einfacher Selbsttest ist die regelmäßige Kontrolle durch das Amsler Gitter (Abb.2). Beim Blick auf den zentralen Punkt mit einem Auge, sollten die umliegenden Linien gerade und nicht verzerrt erscheinen.

Amsler Gitter
Schließen Sie abwechselnd ein Auge und prüfen Sie,
ob die Linien gerade erscheinen.

hr Augenarzt wird je nach Befund in der Netzhautuntersuchung an der Spaltlampe weitere Untersuchungen wie eine Optische Kohärenztomographie (siehe Abb. 3) oder/und eine Fluoreszenzangiographie (Darstellung der Netzhautgefäßfunktion mittels eines Farbstoffes) veranlassen.

Befund einer altersbedingten Makuladegeneration bei choroidaler Neovaskularisation in der Optischen Kohärenztomographie.

Therapie

Als Basis der Behandlung wird eine Minimierung der Risikofaktoren wie z. B. die Beendigung des Nikotinkonsums und eine gute Einstellung des Blutdruckes empfohlen.Weiterhin wird die Zufuhr von Antioxidantien (Vitamin C, E, Betacarotin) diskutiert.

Sollte es bereits zum Austritt von Flüssigkeit in/unter die Netzhaut gekommen sein, kann durch eine wiederholte Gabe von sogenannten Anti-VEGF Substanzen eine Sehschärfenstabilisierung erreicht werden. Diese verhindern die Neubildung krankhafter Gefäße und vermindern den Austritt von Flüssigkeit aus den bereits vorhandenen Gefäßen durch eine Stabilisierung der Gefäßwände. Die Gabe der Substanzen ins Auge ist dabei zumeist mehrfach notwendig. Diese Injektionen haben die Photodynamische Therapie nahezu abgelöst. Bei letzterer wird versucht, die sekundäre Bildung krankhafter Gefäße zu vermindern, bzw. bereits gebildete Gefäße zu verschließen. Hierzu wird eine Substanz über die Vene verabreicht, welche die krankhaften Zellen lichtempfindlich macht. In der Folge können diese durch Bestrahlung mit einem Licht geeigneter Wellenlänge sehr selektiv zerstört werden. Wir werden Sie hierzu in der Augenambulanz gerne beraten.