Medizin und Pflege Medizinische Einrichtungen Augenklinik Augenerkrankungen Fehlsichtigkeiten

Fehlsichtigkeiten

Die Sehschärfe von 100% (Visus 1,0) ist erreicht, wenn das Normsehzeichen, der Landolt Ring, dessen Lücke und Balkenbreite unter dem Winkeleiner Bogenminute erscheinen, erkannt wird.

Fehlsichtigkeiten resultieren, wenn durch die lichtbrechenden Medien (Hornhaut und Linse) des Auges das Bild nicht genau auf der Netzhaut abgebildet werden kann, bzw. der Brennpunkt parallel in das Auge einfallender Strahlen nicht auf der Netzhaut zu liegen kommt.

Man spricht von einer Kurzsichtigkeit (Myopie), wenn der Brennpunkt parallel in das Auge einfallender Strahlen vor der Netzhaut liegt und somit das Bild vor der Netzhaut entsteht, weil der Augapfel für die brechenden Medien relativ zu lang ist. Gegenstände in der Nähe werden scharf, ferne Gegenstände (z. B. die Tafel in der Schule) unscharf gesehen. Die Korrektur erfolgt durch Minusgläser. Alternativ kommt die refraktive Chirurgie in Betracht. Hierbei wird mittels eines Lasers die Brechkraft der Hornhaut verändert. Auch mittels eines Linsenaustausches kann die Fehlsichtigkeit korrigiert werden.

Als Weitsichtigkeit (Hyperopie) werden Refraktionsfehler bezeichnet, bei denen der Brennpunkt parallel ins Auge einfallender Strahlen hinter der Netzhaut liegt, der Augapfel ist also relativ zu kurz für die brechenden Medien. Gegenstände in der Nähe werden unscharf gesehen, Gegenstände in der Ferne sind scharf. Geringe Weitsichtigkeiten können von Kindern und Jugendlichen durch eine Anpassung der Linsenkrümmung kompensiert werden und fallen daher oft nicht auf. Die Korrektur erfolgt durch Plusgläser.

Unter der Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) wird eine Form der Weitsichtigkeit verstanden, welche durch den Verlust der Akkommodationsfähigkeit, das heißt der Verformbarkeit der Linse im Alter bedingt ist. Die Linse ist u.a. durch die zunehmende Rigidität nicht mehr zur Verstärkung ihrer Brechkraft imstande, welche beim Sehen in der Nähe, z. B. dem Lesen, benötigt wird. Die Korrektur erfolgt mit Plusgläsern.

Bei der Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist die Hornhaut oder auch die Linse in einem Meridian stärker gewölbt, so dass die Lichtstrahlen nicht in einem Punkt, sondern in einer Linie (Stab) abgebildet werden. Die Korrektur erfolgt durch Zylindergläser.

Im Rahmen des Netzwerks Refraktive Chirurgie stehen Ihnen auch Laserkorrekturen von Fehlsichtigkeiten zur Verfügung. Mittels modernster Femtolasertechnik sind heute Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeiten präzise korrigierbar. Zur Frage, ob bei Ihnen ein solcher Eingriff möglich ist, beraten wir Sie gerne.