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Lidfehlstellungen

Am Auge kann es zu einer Vielzahl von Lidfehlstellungen kommen. Problem dabei ist immer eine gestörte Benetzung des Auges mit Tränenflüssigkeit und dadurch sekundäre Schäden an der Binde- und Hornhaut. Zahlreiche Formen von Lidfehlstellungen führen zum Augentränen.

Formen und Symptome

Die häufigste Form ist die Auswärtskehrung des Unterlides (Unterlidektropium Abb. 1). Hierdurch kommt es zu einer Störung des Tränenflusses. Der Tränenfilm kann nicht mehr auf normalem Wege abfließen. Es kommt zum Augentränen und zur Störung der Befeuchtung von Binde- und Hornhaut. Das Auge ist gerötet, es bilden sich Hornhautgeschwüre.

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Auswärtskehrung des Unterlides

Weiterhin gibt es die Einwärtskehrung des Unterlides (Unterlidentropium). Folge ist das Reiben der Wimpern an der Binde- und Hornhaut. Neben Schmerzen und einem Fremdkörpergefühl ist das Auge gerötet, es kommt zu Hornhautgeschwüren.

Unter einer Ptosis versteht man ein krankhaftes Herabhängen des Oberlides. Bei Verdeckung der Pupille kommt es zu Sehstörungen.

Ursachen

Die häufigste Ursache von Lidfehlstellungen ist die Altersveränderung der Lidstrukturen (Erschlaffung der Lidhaut, Defekt des Aufhängeapparates des Lides). Es können aber auch Verletzungen oder Nervenschädigungen (Fazialisparese, Okulomotoriusparese) verantwortlich sein.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei den am häufigsten zu Grunde liegenden Altersveränderungen ist eine operative Korrektur möglich. Hier ist eine Vielzahl von Interventionen etabliert, die im Wesentlichen eine Wiederherstellung der Aufhängung des Lides, eine Straffung und je nach Bedarf eine Entspannung von narbigen Veränderungen oder die Entfernung von überschüssigem Hautgewebe zum Ziel haben, um so einen regelrechten Lidschluss mit einer regelrechten Befeuchtung des Auges zu gewährleisten. In unserer Ambulanz werden wir Sie hierzu gerne beraten.