Medizinische Einrichtungen
Augenklinik
Augenerkrankungen
Uveitis
Unter einer Uveitis versteht man eine Entzündung der Uvea, also der Aderhaut, dem Strahlenkörper oder der Regenbogenhaut.
Die Symptome hängen von der betroffenen Augenstruktur ab. Man unterscheidet die Uveitis anterior (vordere Uveitis Abb. 1/2) mit entzündlichen Veränderungen im Bereich der Regenbogenhaut und der Pars plicata des Strahlenkörpers. Folge sind meist eine starke Rötung des Auges, vermehrter Tränenfluss, eine erhöhte Blendempfindlichkeit, eine Sehverschlechterung und besonders Schmerzen. Die Uveitis intermedia (mittlere Uveitis) mit vorwiegend betroffener Pars plana des Strahlenkörpers und des Glaskörpers ist schmerzlos. Hauptsymptom wie auch bei der Uveitis posterior (hintere Uveitis) mit Entzündung der Aderhaut ist die Sehverschlechterung.
Uveitis anterior mit einer
Entzündung der Regenbogenhaut.
Nach der Uveitis anterior können Verklebungen
der Regebogenhaut mit der Vorderfläche der
Augenlinse zurückbleiben. Es resultieren
daraus Verziehungen der Pupille.
Ursache einer Uveitis kann eine Infektion mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten sein, aber auch eine Verletzung. Möglich ist auch eine Mitbeteiligung des Auges im Rahmen einer Autoimmunerkrankung, also Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wie zum Beispiel der rheumatoiden Arthritis oder dem M. Bechterew. Und schließlich kann die Ursache unklar bleiben.
Entsprechend der Ursache der Uveitis besteht die Therapie in der Behandlung des infektiösen Erregers und/oder einer entzündungshemmenden Therapie. Bei Erkrankungen im Rahmen des rheumatoiden Formenkreises ist die Unterbrechung der körpereigenen Entzündungsreaktion notwendig. Dies erfolgt durch Entzündungshemmer wie Cortison oder nicht steroidale Antirheumatika lokal am Auge und je nach Ausprägung und Lokalisation im Auge auch mit Tabletten. Um den oben dargestellten Verklebungen der Regenbogenhaut vorzubeugen, wird die Pupille durch Augentropfen für die Dauer der Therapie erweitert.