Scheffe
Sr. Christiane Scheffe
Stationsleitung Station Z5
Telefon Dienstzimmer: 0721 / 889-3153
Fax: 0721 / 889-3936
 

Manche geriatrische Patienten, alte oder alternde Menschen, kommen als Notfall ins Krankenhaus und werden aufgrund einer akuten schweren Erkrankung stationär eingewiesen. Sie werden in der Akutgeriatrie untersucht, behandelt und beraten.

pflegeHierfür stehen alle diagnostischen und therapeutischen Methoden des modernen Krankenhauses zur Verfügung. Dazu zählt auch eine Intensivstation mit Beatmungsmöglichkeit. Die Patienten werden zum einen medizinisch erstversorgt, zum anderen nach dem so genannten Geriatrischen Assessment untersucht. Dies ist ein standardisiertes Verfahren, das die Alltagssituation, die Probleme und Defizite im gesundheitlichen und funktionellen Bereich des Patienten systematisch aufspürt. Es erfasst aber auch dessen noch vorhandenen Ressourcen. In der Akutgeriatrie wird auch berücksichtigt, ob ein Patient allein oder in Familie lebt, ob er Kontakt mit Angehörigen, Freunden oder Bekannten hat.

Ganzheitliches Pflegekonzept

Die Behandlung der Patienten liegt in den Händen eines erfahrenen Teams, in dem Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Ernährungsberater eng mit dem Pflegepersonal, dem Sozialdienst und den Ärzten zusammenarbeiten. Für jeden Patienten wird eine individuelle Pflegeplanung erstellt. Alles, was der Patient kann bzw. was er noch kann, ist dabei für die ressourcenorientierte Pflege von besonderer Bedeutung. Individuelle Aktivierung der Patienten, deren psychosoziale Betreuung sowie das Anleiten von Angehörigen zählen zum ganzheitlichen Pflegekonzept.

Sind Behinderungen oder Einschränkungen vorhanden oder zu erwarten, beginnt das Team vom ersten Tag des Klinikaufenthaltes an mit einer aktiven Mobilisierung parallel zur akutmedizinischen Behandlung. Der Erkrankte soll so lange wie möglich sein Leben selbständig bewältigen können. Physiotherapeuten und Krankenpflegekräfte, die speziell in aktivierend-therapeutischer Pflege ausgebildet sind, arbeiten dabei eng zusammen.

Wird bei der Aufnahme eine Schluckstörung festgestellt, kann ein von Logopäden und Ernährungsberatern erarbeitetes Behandlungskonzept eine drohende Mangelernährung vermeiden. Dadurch sinkt auch das Risiko etwaiger Lungenentzündungen, die durch wiederholtes Verschlucken auftreten können.

Patienten, die den Harn nicht mehr halten können, werden individuell beraten. Bei Bedarf kann entsprechend mit Medikamenten therapiert werden. Auch ein Selbständigkeitstraining ist möglich, um Abhängigkeiten beim Toilettengang zu vermeiden, ebenso Beckenbodengymnastik und Hilfsmittelauswahl. Auf Wunsch erfolgt auch Beratung und Anleitung von Angehörigen.

Planung bei Entlassung aus dem Krankenhaus

Die Entlassung der Patienten wird strukturiert geplant. Falls häusliche Hilfen erforderlich sein sollten, werden diese rechtzeitig und gegebenenfalls in Absprache mit den Angehörigen in die Wege geleitet. Angehörige können bei Bedarf im Umgang mit dem Patienten, seinen Hilfsmitteln und Pflegemaßnahmen angeleitet und geschult werden. Die Kooperation mit den Hausärzten sowie mit weiterversorgenden Einrichtungen zum Beispiel den ambulanten Pflegediensten und Beratungsstellen ist für das Team der Akutgeriatrie selbstverständlich. Nur so kann die medizinische und pflegerische Versorgung im häuslichen Bereich sichergestellt werden.

Bei der Behandlung alter Menschen ist stets die Nähe von Sterben und Tod zu berücksichtigen. Der Einsatz palliativmedizinischer Behandlungsprinzipien und ein würdevoller Umgang mit Sterbenden nehmen deshalb in der Akutgeriatrie einen hohen Stellenwert ein. Hier arbeitet das Team eng mit der Klinikseelsorge zusammen. Es besteht die Möglichkeit zur Krankensalbung.

Team

teambesprechungRegelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen aller Mitglieder des interdisziplinären Teams tragen zu einer hohen Behandlungsqualität auf der Station Z5 bei.

 

 


Behandlungsspektrum

In der Akutgeriatrie werden häufig geriatrische Patienten nach Schlaganfall, nach Sturz mit schweren Prellungen oder großen Blutergüssen oder nach unklarer Gewichtsabnahme behandelt. Weiterhin zählen zum Behandlungsspektrum Schluckstörung, Infektion der Atemwege, Lungenentzündung, Ernährungsstörungen (v.a. Fehl- und Mangelernährung), Störungen des Wasserhaushaltes (Austrocknung, Überwässerung), Störungen des Elektrolythaushaltes (Blutsalze), fieberhafter Harnwegsinfekt, Nierenbeckenentzündung, Osteoporose mit Wirbelkörperbruch, Gangstörungen unklarer Ursache, Immobilität (neu aufgetretene Bettlägerigkeit), akut aufgetretene Verwirrtheit oder Delir, Depression, Nebenwirkungen von Medikamenten bei Multimorbidität. Auch wird häufig behandelt nach plötzlicher Verschlechterung oder Komplikation bei chronischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Morbus Parkinson oder Demenz.

Diagnostik

In Bezug auf die apparative Diagnostik stehen sämtliche am Diakonissenkrankenhaus vorhandenen Untersuchungsgeräte zur Verfügung. Hinsichtlich der Funktionsdiagnostik werden Alltagskompetenz, Mobilität, Ernährungssituation, Kognition und Stimmung des Patienten mittels verschiedener spezifischen Tests untersucht. 

Therapie

Auf der Station stehen Übungsgeräte zur Verfügung. Sämtliche Behandlungsmethoden der Physiotherapie, der physikalischen Therapie, Ergotherapie und Logopädie kommen zum Einsatz. Bei Bedarf können parallel zur Akutbehandlung auch Frührehabilitationsmaßnahmen durchgeführt werden. Das Geriatrische Zentrum Karlsruhe ist direkt benachbart mit Station B3. So können Untersuchungs-, Therapie- und Besprechungsräume gemeinsam genutzt werden.

  • Wie sind die Visiten organisiert?

    Es finden täglich ärztliche Visiten statt. Rund um die Uhr ist ein diensthabender Arzt bei Notfällen verfügbar. Ein Mal wöchentlich findet die große Teambesprechung statt. Hier wird überprüft, ob die bisherigen Maßnahmen den gewünschten Erfolg zeigen. Die künftige Behandlung wird festgelegt.

  • Wie funktioniert die Patientenaufnahme?

    Einweisungen von Patienten in die Akutgeriatrie sind vom Hausarzt, vom Facharzt oder vom ärztlichen Notdienst möglich. Zudem kann auch aus anderen Krankenhäusern verlegt werden. Die administrative Aufnahme für einen stationären Aufenthalt erfolgt grundsätzlich in der Patientenverwaltung im Erdgeschoss (siehe Hinweisschild am Eingang). Dort helfen Mitarbeiterinnen den Patienten oder deren Angehörigen bei den notwendigen Formalitäten.

    Bitte melden Sie sich dort zu den angegebenen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 7:30 - 16:00 Uhr) oder bitten Sie jemanden, dies für Sie zu tun, damit Ihre persönlichen Daten erfasst werden können. In der Regel benötigt das Krankenhaus die Verordnung des einweisenden Arztes. Vorzulegen ist auch die Krankenversicherungskarte bzw. die Klinikcard.

  • Zimmerausstattung

    Es sind große Zwei-Bett-Zimmer vorhanden, jeweils mit behindertengerechtem Bad und Balkon mit Sitzmöbeln. An jedem Bett besteht Sauerstoff- und Inhalationsmöglichkeit. Alle Betten sind elektrisch verstellbar. Kühlschrank und Großtastentelefone sind vorhanden. Rundfunkempfang am Bett, Fernsehgeräte können ausgeliehen werden.

  • Verpflegung

    Das Essen wird vom Küchenteam mit großer Sorgfalt zubereitet. Wenn vom Arzt keine Diät verordnet wurde, kann man sich zum Frühstück und Abendessen sein Wahlmenü zusammenstellen. Zum Mittagessen wählt man zwischen Vollkost, leichter Vollkost oder vegetarischer Kost aus dem jeweils gültigen Speiseplan.

  • Besuche

    Soziale Einbindung und die Pflege familiärer Beziehungen und Freundschaften sind während eines Krankenhausaufenthalts besonders wichtig. Besucher sind deshalb gern gesehene Gäste! Die Besuchszeiten auf der Station B3 sind täglich von 8 bis 20 Uhr. Auf Wunsch besuchen auch der Klinikbesuchsdienst und die „Grünen Damen und Herren“. Ein Dolmetscherdienst kann organisiert werden. Außerhalb der Station besteht die Möglichkeit, jederzeit die Kapelle oder einen Meditationsraum aufzusuchen. Cafeteria, Kiosk und Friseursalon stehen zu den jeweiligen Öffnungszeiten zur Verfügung.
Gut vorbereitet in die Klinik: Alles für Ihren Klinikkoffer

Bitte bringen Sie folgende Dinge zur Aufnahme Ihres stationären Aufenthaltes bei uns mit:

  • Einweisungsschein Ihres behandelnden Arztes
  • Krankenversicherungskarte bei Kassenpatienten bzw. Klinikcard bei Privatpatienten oder bei privater Zusatzversicherung
  • Personalausweis
  • Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung
  • Einnahmeplan für Medikamente
  • wichtige Dokumente, falls vorhanden: Diabetiker Tagebuch, Herzschrittmacher-Ausweis, Herzklappen-Ausweis, Impf-Ausweis, Antikoagulantienausweis (Marcumarausweis), Allergiepass, Röntgenpass, Blutgruppenausweis
  • Unterlagen des behandelnden Arztes, z.B. Vorbefunde, aktuelle Röntgenbilder, Laborwerte etc.
  • Ausreichend Bekleidung (Nachthemden/Schlafanzüge, Morgenrock/Bademantel, Unterwäsche, Socken/Strümpfe, Trainingsanzug oder bequeme Straßenkleidung)
  • Rutschfeste, geschlossene Straßenschuhe und möglichst geschlossene Hausschuhe mit gutem Halt (am besten jeweils mit Klettverschluss)
  • Kulturbeutel mit gekennzeichneten Toilettenartikeln (Zahnbürste, Zahnpasta, Haftcreme, Zahn-/Prothesenbecher, Reinigungstabletten für Zahnprothesen, Kamm/Haarbürste, Shampoo, Seife bzw. Duschbad, Creme, Rasierapparat)
  • Handtücher und Waschlappen (jeweils mindestens 2)
  • Hilfsmittel, die Sie im Alltag gebrauchen wie Brille(n) mit Etui, Leselupe, Hörgerät inklusive Ersatz-Batterien, Prothesen aller Art, Kompressionsstrümpfe, -strumpfhosen, Gehhilfen wie Gehstock oder Rollator, Rollstuhl etc.
  • Persönliche Gegenstände (Fotos, Bilder, Wecker, kleine Tischdecke o.ä.)
  • Beschäftigungsmaterial wie z.B. Kreuzworträtsel, Buch, Musik/CD/Radio mit Kopfhörer

Wertgegenstände wie größere Geldbeträge oder Schmuck sollten Sie unbedingt zu Hause lassen. Bei Verlust oder Diebstahl kann die Klinik keine Haftung übernehmen.

Aus Gründen der medizinischen Qualität und Sicherheit der Patienten würden sich das Team freuen, wenn Sie Ihr Mobiltelefon zu Hause lassen. Während Ihres Aufenthaltes können Sie gegen eine geringe Gebühr das Telefon am Bett nutzen.