Kontakt

Dr. med. Carola Mühlhäußer, MIAC
Oberärztin der Frauenklinik
Zertifizierte Dysplasiesprechstunde (AG-CPC)
Anmeldung: 0721 / 889-2347

Stellvertreterin: Dr. med. Ulrike Heizmann
Fachärztin der Frauenklinik


Krebsvorsorgeuntersuchungen werden in Deutschland jährlich einmal allen Frauen ab dem 20. Lebensjahr angeboten. Im Rahmen dieser Untersuchung wird unter anderem nach Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses gesucht.

Die Frauenärztin oder der Frauenarzt entnimmt während einer gynäkologischen Untersuchung einen Zellabstrich vom Muttermund und dem Gebärmutterhalskanal. Die Beurteilung des Zellabstriches erfolgt durch einen Zytologen (Zellexperte).

Manchmal finden sich im gynäkologischen Zellabstrich Vergrößerungen des Zellkernes. Ursächlich dafür kann eine Entzündung des weiblichen Genitales sein, aber auch eine Frühform der Krebsvorstufen am Gebärmutterhals. Diese Veränderungen des Zellkernes nennt man bei Krebsvorstufen Dysplasien.

Seit vielen Jahren wird der gynäkologische Zellabstrich nach sog. Pap-Gruppen beurteilt (Papanicolaou war der Entdecker der Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses). Es gibt folgende Einteilung: Pap I, II-p,-g,-e, III-p,-g,-e,-x, IIID1, IIID2, IVa,-p,-g, IVb-p,-g, V-p,-g,-e,-x.

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Normale Zellen (Plattenepithelien)
im Krebsvorsorgeabstrich des Gebärmutterhalses, Pap I

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Veränderte Zellen (Plattenepithelien)
bei Pap IIID1a

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Veränderte Zellen (Plattenepithelien)
bei Pap IV a-p


kolposkop gyn
Mit Hilfe des Kolposkop können Gewebeproben des Muttermundes entnommen werden.

Falls erfoderlich ist es möglich unter koloskopischer Sicht Gewebeproben vom Muttermund zu entnehmen. Die Untersuchung der entnommenden Gewebeprobe (Histologie) dient der endgültigen Bestätigung des zytologischen oder kolposkopischen Befundes.

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Kolposkopische Darstellung eines normalen
Muttermundes in der Geschlechtsreife

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Muttermund mit auffälligem kolposkopischem Befund,
Krebsvorstufe möglich

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Kolposkopischer Befund des Muttermundes
bei beginnendem Gebärmutterhalskrebs


Die Dysplasiesprechstunde unserer Frauenklinik wird für Frauen angeboten, die ein auffälliges Abstrichergebnis bei der Krebsvorsorgeuntersuchung haben (z.B. Pap II-p,-g,-e, III-p,-g,-e,-x, IIID1, IIID2, IVa,-p,-g, IVb-p,-g, V-p,-g,-e,-x). Oft ist außerdem ein Test auf Humane Papillomviren (HPV) der Hochrisiko-Gruppe im Abstrich positiv.

Während des Sprechstunden-Termines werden Kolposkopie, Zellabstrich für das klinikeigene zytologische Labor und häufig auch Gewebeprobenentnahme vom Gebärmutterhals durchgeführt. Alle Befunde sowie insbesondere weitere geplante Maßnahmen (z.B. Konisation/Lasertherapie) werden mit den betroffenen Frauen ausführlich besprochen.


Wir empfehlen auch die Homepage www.ag-cpc.de