Gebärmutterhalskrebs

In Deutschland liegt die Inzidenz (= Anzahl von Neuerkrankungen) des Gebärmutterhalskrebses bei 13,3 auf 100.000 Frauen.

Der vierthäufigste bösartige Tumor bei Frauen verursacht weder Schmerzen noch andere Symptome, gelegentlich treten leichte Blutungen auf.
Ursachen können bestimmte Typen eines Virus (Humanes Papillomvirus = HPV) sein. Aber auch andere Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen, zum Beispiel das Rauchen, die langjährige Einnahme der „Pille“, oder viele Geburten.

Durch die Einführung der regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen beim  Frauenarzt und den dort durchgeführten sogenannten Pap-Abstrichen ist das Auftreten des Gebärmutterhalskrebses viel  seltener geworden (vorher häufigster bösartiger Tumor bei Frauen). Man kann nun Veränderungen feststellen und therapieren, bevor sie bösartig werden.
Außerdem wurde 2006 die Impfung gegen zwei Typen des Virus (HPV 16 und 18) zugelassen.
 
Sind Auffälligkeiten im Pap-Abstrich festgestellt worden, kann es manchmal notwendig sein, eine genauere Untersuchung des Gebärmutterhalses vorzunehmen. In diesen Fällen wird der Frauenarzt zu einer Dysplasiesprechstunde überweisen oder eine kleine Operation empfehlen.

Ist nachgewiesen, dass es sich bereits um Gebärmutterhalskrebs handelt, sollte dies stadiengerecht operativ behandelt werden.

Wir bieten an:

  • Die Untersuchung mit Probeentnahme im Rahmen unserer Dysplasiesprechstunde
  • Konisationen (Messer-, Loop- und Laserkonisationen)
  • Staging-Laparoskopien
  • Laparoskopische Lymphonodektomien
  • Abdominale Wertheim-Operation

In manchen Fällen kann die Bestrahlung, ggf. in Kombination mit einer Chemotherapie, besser helfen als eine weiterführende Operation. In enger Zusammenarbeit mit der mit uns kooperierenden Strahlenklinik der St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe wird die weitere notwendige Therapie geplant und durchgeführt.