Schamlippenkrebs

Ein eher seltenes Karzinom, das nur 4 % aller bösartigen Erkrankungen des weiblichen Genitaltrakts ausmacht. Allerdings wird in den letzten Jahren ein vermehrtes Auftreten beobachtet.
In 40 bis 60 % der Fälle entsteht der Krebs auf dem Boden einer Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV). Andere begünstigende Faktoren können das Rauchen sein oder auch eine Erkrankung wie der Lichen sclerosus et atrophicans.

Vorstufen oder frühe, gut behandelbare Formen des Schamlippenkrebses können mittels eines Mikroskops (Kolposkop) in unserer Dysplasie-Sprechstunde entdeckt werden.

Die Diagnose wird im Rahmen dieser Sprechstunde mit einer Probeentnahme gestellt. Hierbei wird unter dem Kolposkop in lokaler Betäubung eine sogenannte Punch-Biopsie entnommen und sofort eingeschickt. Nach etwa 2 bis 3 Tagen liegt dann das Ergebnis vor.

Die Therapie richtet sich nach der Art, der Lokalisation sowie der Größe der Veränderung. An operativen Methoden bieten wir an:

  • Laserung
  • Lokale (weite) Exzision (wide excision)
  • Entfernung der Schamlippen, einseitig oder beidseitig (Vulvektomie)
  • (Wächter-)Lymphknotenentfernung der Leiste und des Beckens
  • Diverse Lappentechniken zur Deckung des Hautdefektes (z.B. VY-Advancement-Lappen, pudendaler Transpositionslappen, Rhomboid-Lappen)