Die Nasenhaupthöhle ist in zwei Hälften durch die Nasenscheidewand getrennt. Im unteren Teil besteht die Nasenscheidewand (lateinisch: Septum nasi) aus Knorpel, im oberen aus Knochen. Sie ist auf beiden Seiten von Schleimhaut überzogen.


Verbiegungen der Nasenscheidewand sind meist angeboren. Sie kommen sehr häufig, etwa bei der Hälfte der Bevölkerung vor. Knorpel oder Knochen der Nasenscheidewand sind in diesen Fällen meist zu groß und zur Seite ausgewachsen. So steht die Nasenscheidewand nicht mehr mittig. Im Laufe des Lebens kann durch diese Verkrümmung zunehmend die Nasenatmung behindert werden. Manchmal ist ein Unfall mit gebrochenem Nasenbein Ursache für eine solche Verkrümmung.

Symptome

Ist die Nasenatmung behindert, können Symptome wie Schnarchen, Tagesmüdigkeit, Mundatmung mit wiederkehrenden Infekten der oberen Atemwege folgen. Dabei können die Nasennebenhöhlen häufig entzündet sein, Kopfschmerzen und Belüftungsprobleme der Ohren können auftreten.

Ursache und Diagnose

Voraussetzung für eine Operation ist die sorgfältige HNO-ärztliche Untersuchung der Nase und des Rachens. Die Ursache der behinderten Nasenatmung muss ausfindig gemacht werden. Oftmals liegen zwei Probleme zugleich vor: Zum einen ist die Nasenscheidewand verbogen. Zum anderen haben sich über die Jahre die Nasenmuscheln vergrößert. Wenn sie die Nasenscheidewand berühren, kommt es zu dauerhaftem Anschwellen. Näheres hierzu auch im Kapitel Nasenmuschelhyperplasie.


 

Therapie

Bei der Begradigung der Nasenscheidewand (Septumplastik) wird im Inneren der Nase am Naseneingang ein vertikaler Schnitt durchgeführt. Die Schleimhaut wird vom Knorpel und Knochen gelöst. Überschüssiger Knorpel und Knochen wird entfernt. Nach der Operation steht die Nasenscheidewand mittig und spannungsfrei in der Nasenhaupthöhle. Die Operation geschieht unter Vollnarkose und dauert je nach Ausmaß der Verbiegung zwischen 30 Minuten und einer Stunde.

Im Naseninneren lassen sich Operationswunden nicht mit Pflaster oder Verband versorgen. Stattdessen werden auf beiden Seiten der begradigten Scheidewand Silikonschienen mit einer kleinen Naht befestigt. Diese Schienen stützen die Scheidewand in den ersten fünf bis zehn Tagen. So können die begradigten Anteile gut anwachsen. Auf den Außenseiten der Schienen befinden sich kleine Röhren. Sie ermöglichen es dem Patienten, trotz Schienen durch die Nase zu atmen. Um sie sauber und durchgängig zu halten, werden die Röhrchen täglich mit Salzlösung gespült. Dennoch ist in dieser Zeit der Einsatz eines Antibiotikums notwendig, um Infektionen zu vermeiden.

Diese Septumschienen werden in der Regel nach acht bis zehn Tagen im Rahmen der ambulanten Nachsorgeuntersuchung wieder entfernt. Anschließend sollte die Nase bis zur vollständigen Abheilung mit Nasenemulsionen gepflegt werden.

septumschinen

 

 

 

 

 


Die Septumschienen stützen in den Tagen unmittelbar nach der Operation die Nasenscheidewand und stellen die Atmung über die Nase sicher.