Internistische Intensivmedizin

Im Bereich der Multidisziplinären Intensivstation sind 6 Betten der Klinik für Innere Medizin zugeordnet. Auf der Intensivstation werden Patienten mit akuten Erkrankungen aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin behandelt. Alle Patienten werden durch eine hochmoderne Monitoranlage mit zentraler Datenspeicherung und Auswertung überwacht. Für Notfälle aus dem gastroenterologischen und pneumologischen Bereich steht eine ständige Endoskopiebereitschaft mit modernster Ausstattung zur Verfügung. Als bildgebende Verfahren sind Sonografie und CT jederzeit einsetzbar, tagsüber auch die MRT. Für Patienten mit schweren Lungenerkrankungen stehen moderne Beatmungsgeräte zur Verfügung. Patienten mit Nierenversagen können mit Nierenersatzverfahren (CVVH, CVVHDF) behandelt werden. Notfälle des Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems machen einen großen Teil der Behandlungen aus. Diagnostisch stehen Echokardiografie und transösophageale Echokardiografie zur Verfügung. Ein invasives Monitoring mittels Pulmonalarterienkatheter oder transpulmonaler Thermodilution (PICCO) kommt bei Bedarf zum Einsatz. Bradykarde Notfälle werden mit transkutanem oder transvenösem Schrittmacher behandelt, die definitive Schrittmacherimplantation folgt bei Bedarf. Patienten mit Angina pectoris und Herzinfarkt werden in Zusammenarbeit mit den St. Vincentius Kliniken und dem Städtischen Klinikum behandelt.

Schlaganfallbehandlung

Schlaganfallpatienten werden innerhalb eines bestimmten Zeitfensters bereits seit vielen Jahren erfolgreich auf der Intensivstation durch Fibrinolyse (Gerinnselauflösung) behandelt.

Tumorbehandlung

In der Klinik für Innere Medizin stehen alle gängigen und modernen Verfahren zur Aufdeckung und Behandlung von Krebserkrankungen zu Verfügung. Alle Patienten mit Krebserkrankungen werden in einer gemeinsamen fachübergreifenden Tumorkonferenz besprochen und nach den neusten Erkenntnissen behandelt.

Notfallbehandlung

Die Zentrale Aufnahme und Ambulanz ist die erste Anlaufstelle für alle Notfälle und zu planenden Aufnahmen. Hier erfolgt durch ein erfahrenes interdisziplinäres Ärzte- und Pflegeteam in Abstimmung mit den Fachärzten der einzelnen Abteilungen die Notfalldiagnostik und -therapie, die Entscheidung, ob ein Patient ambulant versorgt werden kann oder stationär behandlungsbedürftig ist. Unter Einbeziehung der Vorbefunde des Patienten werden diagnostische und therapeutische Schritte geplant und terminiert, sodaß stationäre Krankenhausaufenthalte kurz gehalten oder durch prästationäre Diagnostik sogar vermieden werden können. Mit der hier durchgeführten Basisdiagnostik (klinische Untersuchung, Labor, EKG, Ultraschall, Röntgen, interdisziplinäre Konsile) können die Patienten rasch einer fachspezifischen Weiterbehandlung zugeführt und bei klaren Krankheitsbildern entsprechend klinischen Leitpfaden betreut werden. Diese ausgiebige Diagnostik und frühzeitige interdisziplinäre Abstimmung erfolgt, bevor der Patient auf die für seinen Behandlungsweg richtige Station kommt. Die Bettenplanung erfolgt zentral. Der Umfang der Basisdiagnostik und die Abstimmung benötigt etwas Zeit, führt aber zu raschen Entscheidungen, die den Diagnose- und Therapieverlauf verkürzen und ermöglicht den Patienten einen ruhigeren Ablauf auf der Station. Das gleichzeitige Eintreffen von Notfällen und geplanten Patienten erfordert Rücksichtsnahme und gegenseitiges Verständnis. Sind Wartezeiten unvermeidbar kann die Cafeteria auf der gleichen Ebene aufgesucht werden.