März 2015: Patientenseminar - Hüftgelenksersatz

UCH Patientenseminar 09.03.2015 Flyer


August 2014: Erstes Endoprothesenzentrum in Karlsruhe

NEU Endoprothesenzentrum Flyer HomepageImplantation von Kunstgelenken (Endoprothese) – Diakonissenkrankenhaus wurde durch orthopädische Fachgesellschaft zertifiziert

Karlsruhe-Rüppurr – Die orthopädisch-unfallchirurgische Abteilung des Diakonissenkrankenhauses erhält zukünftig den Status eines Endoprothesenzentrums. Damit erhalten Patienten eine sichere Garantie: Sie werden bei einem künstlichen Gelenkersatz nach allen wesentlichen und wissenschaftlich belegbaren Vorgaben sicher und qualitativ hochwertig medizinisch versorgt.

2004 wurde am Diakonissenkrankenhaus in Karlsruhe eine unfallchirurgische Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. Erich Hartwig gegründet. Wenig später konnte das operative Spektrum auf das orthopädische Fachgebiet erweitert werden. Seitdem werden dort Patienten mit orthopädischen sowie unfallchirurgischen Krankheitsbildern behandelt. Einen Schwerpunkt bilden hierbei die endoprothetischen Versorgungen (Kunstgelenke) bei Patienten mit Arthrosen und Gelenkverletzungen.

Jährlich werden in Deutschland mehr als 400.000 Kunstgelenke implantiert.

Die Endoprothetik ist nicht nur für den Patienten sondern auch gesundheitsökonomisch von großer Bedeutung. Ziel muss es sein, die Versorgungsqualität und die Patientensicherheit – insbesondere in der operativen Medizin – aufeinem hohen Niveau festzuschreiben. Dies war der Grund für die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), ein Zertifizierungsverfahren für Kliniken zu entwickeln, welches die Prozesse der Endoprothetik abbildet und überprüft. Ein wissenschaftlich überprüfter Anforderungskatalog wurde erstellt. Dieses neue Verfahren zur Zertifizierung heißt EndoCert. Die orthopädische Fachgesellschaft DGOOC hat mit EndoCertdas weltweit erste Zertifizierungssystem für Einrichtungen geschaffen, die sich intensiv mit der Implantation von Kunstgelenken beschäftigen.

Als erste Klinik in Karlsruhe hat sich die orthopädisch-unfallchirurgische Abteilung des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe diesem Verfahren unterzogen. Nach der Begehung von zwei Fachexperten konnte das Zertifikat erteilt werden. Mit Erlangung des Status als Endoprothesenzentrumgarantiert die Klinik ihren Patienten zahlreiche Standards, die beim künstlichen Gelenkersatz zu erfüllen sind.

Wesentliche Elemente von EndoCert sind:

1. Patienten werden in den Behandlungsprozess eingebunden. Die Kommunikation mit dem Patienten muss  nachvollziehbar sein. Die ist wesentlich für die Patientenzufriedenheit.
2. Die Behandlung soll einem festgelegten, interdisziplinären Standard folgen, der sich an den Leitlinien der Fachgesellschaft orientiert. Mit allen Berufsgruppen, welche an der Behandlung teilnehmen, erfolgen schriftliche Vereinbarungen. Zuständigkeiten müssen geregelt werden, der Behandlungsablauf muss mit den beteiligten Berufsgruppen überarbeitet werden.
3. Die regelhafte Weiterbildung der beteiligten Berufsgruppen muss nachgewiesen werden. Schulungen zu den verwendeten Implantaten müssen erfolgen.
4.  Die Klinik muss sich an Qualitätssicherungsmaßnahmen beteiligen. Unter anderem muss die Klinik am Endoprothesenregister teilnehmen. Das bedeutet: Jede implantierte Prothese wird in diesem Register unter datenschutzrechtlichen Erfordernissen dokumentiert und archiviert. Sollte ein operativer Eingriff an dieser Prothese erfolgen, wird dieses registriert und ausgewertet. So entstehen wissenschaftliche Ergebnisse zu den einzelnen Prothesenarten. Technische Probleme werden frühzeitig aufgedeckt.
5. Die strukturellen Voraussetzungen auch für die Beherrschung von Komplikationen müssen vorhanden sein oder über Kooperationspartner abgedeckt werden.
6. Die Ergebnisqualität muss erfasst und dokumentiert werden.
7. Die Kriterien für das Zertifikat müssen jährlich überprüft werden.

Darüber hinaus sind nach EndoCert auch Anforderungen an die Struktur der Zentren zu erfüllen. So muss beispielsweise der Chirurg in zertifizierten Endoprothesenzentren eine vorgegebene Zahl von Patienten mit Gelenkersatz operieren, damit der Patient von dessen fortlaufender Erfahrung profitieren kann. Weitere Informationen unter www.endocert.de/medien.html.