Durch die Umstellung auf das DRG-basierte Vergütungssystem, die Deckelung der Budgets bei steigenden Kosten und dem daraus resultierenden Sparzwang im Sektor Krankenhaus erfolgte eine tiefgreifende politische Einflussnahme in der Gestaltung des Gesundheits- und Krankenhauswesens. Die Kliniken werden gezwungen, Kosten zu reduzieren bei gleichbleibender Qualität. Dies kann nur erreicht werden, wenn die Prozesse optimiert und kontinuierlich verbessert werden.
Ein Lösungsansatz zur optimierten Patientensteuerung und Ressourcenplanung ist das zentrale Belegungsmanagement.
Demnach obliegt dem zentralen Belegungsmanagement die Lenkung aller geplanten und ungeplanten Aufnahmen, mit dem Ziel allen Patienten einen adäquaten stationären oder ambulanten Behandlungsplatz zur Verfügung zu stellen.
Die Mitarbeiter des zentralen Belegungsmanagement übernehmen die Organisation und Koordination der vorhandenen Bettenkapazitäten zur Belegung mit elektiven und nichtelektiven Patienten, sowie die internen Verlegungen.
Ein erfolgreiches Belegungsmanagement ist zu erwarten, wenn Entlassungen besser geplant und Spontanentlassungen deutlich reduziert werden.
Die Zielsetzung des zentralen Belegungsmanagements ist:
Die ersten Schritte im Rahmen des Prozessorientierten Krankenhauses wurden im Diakonissenkrankenhaus mit Einführung des Zentralen Belegungsmanagements getan.
Das Zentrale Belegungsmanagement hat am 18. Januar 2011 seine Arbeit aufgenommen und plant von sämtlichen stationären oder ambulant operierten Patienten die Stationszuweisung. Interne Verlegungen werden unter Rücksprache mit den Stationen ebenfalls organisiert. Mit der Terminvergabe für alle geplant aufzunehmenden oder ambulant zu operierenden Patienten wurde am 14.02.2011 in der Unfallchirurgie begonnen. Seit Oktober 2011 erfolgen sämtliche Aufnahmeplanungen des Krankenhauses durch das zentrale Belegungsmanagement. Das Belegungsmanagement ist der erste Schritt zu einem integrativen Aufnahmekonzept. Damit dieses integrative Aufnahmekonzept erreicht wird, ist eine Zentrale Patientenaufnahme und eine Interdisziplinäre Notaufnahme in der Vorbereitung.
Nur durch das Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters konnten die Veränderungen im Bereich des Zentralen Belegungsmanagement erreicht werden.
Jürgen Aberle
Leitung ZBM