Chefärztin: Dr. med. Brigitte R. Metz
Leitender Arzt: Christian Aldus

Nach einem Schlaganfall, einem Schenkelhalsbruch, einer schweren Erkrankung der inneren Organe mit verzögerter Heilung (Lungenentzündung, Herzinfarkt) oder einer größeren Operation sind ältere und hochaltrige multimorbide, d. h. an mehreren und oft chronischen Krankheiten leidende Menschen rasch und oft unerwartet gefährdet, ihre bisherige Selbständigkeit und Alltagsautonomie zu verlieren. Damit geht nicht selten auch die bange Frage einher, ob das weitere Verbleiben in der gewohnten und meist in vielen Jahren gewachsenen häuslichen Umgebung möglich sein wird. Hier kann eine geriatrische Rehabilitation zur wichtigen Weichenstellung werden, weil sie helfen kann, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und wieder eine selbständige Lebensführung zu ermöglichen.

Immer wieder zeigt sich bei geriatrischen Patienten mit Rehabilitationspotential, dass sie in der stationären oder ambulanten geriatrischen Rehabilitation nicht mit ausreichendem Erfolg rehabilitiert werden können, z. B. weil sie

  • an einer akuten oder chronischen Denk- oder Gedächtnisstörung (z. B. Demenz) oder Orientierungsstörung und/oder
  • an einer Verhaltensstörung (Angststörung, Wahn u. a.) leiden
  • eine schwere Hör- oder Sehstörung besitzen oder
  • eine schwere Behinderung haben

Sollte sich bei diesen Voraussetzungen deutlich erkennen lassen, dass eine Rehabilitation nur im bisherigen Wohnumfeld Erfolg versprechend wäre, z. B., weil ein blinder Mensch seine Wohnung auch ohne Sehfunktion kennt oder ein dementer Patient nur in der gewohnten Umgebung mit ihm vertrauten Menschen an den Therapien teilnimmt, so kann die mobile geriatrische Rehabilitation eine Lösung darstellen.

Bei dieser Form der geriatrischen Rehabilitation kommt unser mobiles Rehabilitationsteam in die häusliche Umgebung und führt dort die Therapien durch, kann dabei diese gewohnte Umgebung optimal nutzen und in den Rehabilitationsprozess integrieren, z. B. wenn bereits sinnvolle Aufsteh- und Bewegungshilfen vorhanden sind. Es können und sollen auch Angehörige eingebunden und angelernt werden, um bei der Körperpflege, beim Treppensteigen oder beim Wiedererlernen des Sprechens zu unterstützen. Ziel ist es, für den Patienten wieder eine größtmögliche Selbständigkeit zu erreichen, das gewohnte Lebensumfeld zu erhalten und ihn weiterhin am sozialen Leben teilhaben zu lassen.
Insgesamt stehen 10 Plätze zur Verfügung.