Ergotherapie

Leitende Ergotherapeutin:
Barbara Heise
Tel.: 0721 / 889-3202

Der Begriff Ergotherapie kommt aus dem Griechischen (Ergon = Werk, Tat, Aktivität, Leistung) und bezeichnet einen nicht-ärztlichen Heilberuf. Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel dabei ist es, individuelle Handlungskompetenzen im täglichen Leben der Patienten zu entwickeln, wiederzuerlangen und/oder zu erhalten. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

In der Ergotherapie wird auch neuropsychologische Diagnostik und Therapie durchgeführt. Die klinische Neuropsychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten, bezogen auf schädigungsbezogene Zustände und Veränderungen des Zentralnervensystems und daraus resultierender funktioneller Defizite, Aktivitätsstörungen und Einschränkungen der Partizipation an Lebensbereichen. Die praktische Umsetzung besteht in der Diagnose dieser Defizite und Einschränkungen mittels verschiedener, standardisierter Untersuchungsmethoden sowie in der Entwicklung und Anwendung therapeutischer Methoden. Durch die Therapie soll die Schwere der Defizite vermindert oder den Patienten eine bessere Anpassung an ihre Lebensumwelt ermöglicht werden.

In der Ergotherapie-Abteilung sind in Voll- und Teilzeitbeschäftigung neun staatlich anerkannte ErgotherapeutInnen beschäftigt. Zusätzlich arbeiten regelmäßig SchülerInnen der SRH-Fachschule für Ergotherapie in Karlsbad-Langensteinbach im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung im Team der Ergotherapie mit. Außerdem ist es möglich, in der Ergotherapie ein sechsmonatiges Vorpraktikum zu absolvieren.

Team Ergotherapie

Zusatzqualifikationen

  • Bobath-Konzept
  • Cranio-Sacral-Therapie
  • Affolter Konzept
  • Kognitiv-therapeutische Übungen nach Perfetti
  • Manuelle Therapie in der Ergotherapie
  • Orthopädische Medizin Cyriax
  • Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen (Validation)
  • Neuropsychologie für Ergotherapeuten
  • Neurotraining nach Verena Schweizer
  • HoDT – Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie nach F. Kolster
  • Fachtherapeut für kognitives Training nach Dr. med. F. Stengel
  • Zercur Geriatrie

Arbeitsgebiete stationär und ambulant

Krankenhaus

  • Akutklinik
  • Geriatrisches Zentrum Karlsruhe
  • Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung im Rahmen der Akutgeriatrie und Alterstraumatologie
  • Ambulanz

Geriatrische Rehabilitation

  • Klinik für Rehabilitative Geriatrie
  • Ambulante Geriatrische Rehabilitation
  • Ambulanz

Typische Krankheitsbilder

  • Zustand nach Frakturen / Einsatz von künstlichen Gelenken der oberen Extremität
  • Zustand nach Schlaganfall / Gehirnblutung mit Hemiparese (Lähmung) und/oder Ausfällen im Bereich der kognitiven Fähigkeiten
  • Morbus Parkinson mit Bewegungseinschränkungen und/oder mit Defiziten im Bereich der Hirnleistung
  • Demenzen, z. B. Morbus Alzheimer

Detailliertes Behandlungsangebot

  • Krankenhaus

    • Befunderhebung im frühest möglichen Stadium, ggf. auf Intensivstation, mit Schwerpunkt Rumpf und obere Extremitäten
      • motorisch –funktionell
      • sensibel
      • kognitiv
    • Diagnostikmöglichkeiten
      • ERGO–Assessment
      • MMST (Mini Mental Status Test, Test zur Erfassung kognitiver Störungen bei älteren Patienten)
      • DemTect (Screening-Verfahren bei Verdacht auf beginnende Demenz)
      • Uhrzeichentest (bei Verdacht auf beginnende Demenz)
      • Panda (Parkinson Neuropsychometric Dementia Assessment, Dokumentationshilfe zu Demenz bei Patienten mit Morbus Parkinson)
      • Cerad (Consortium to Establish a Registry for Alzheimer's Disease, Neuropsychologische Testbatterie zur Erhärtung eines Demenzverdachts)
      • Viele weitere spezifische Testverfahren
    • Einzeltherapie
      • Training der Selbständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens
      • Beurteilung der Rehabilitationsfähigkeit inklusive der Motivation des Patienten sowie Beurteilung der Selbständigkeit im häuslichen Bereich
      • Therapie zur Verbesserung
        • der motorischen Funktionen
        • der Sensibilität
        • der Wahrnehmung
        • der kognitiven Fähigkeiten
      • Anleitung zur Selbsthilfe mit dem Ziel, die Selbständigkeit des Patienten zu erhalten bzw. wieder herzustellen, möglichst unter Einbeziehung von Angehörigen
      • im Einzelfall Hilfsmittelberatung / -training und Einleitung einer entsprechenden Verordnung z. B. für Rollstühle
    • Angehörigenberatung
      • Aufklärung über die Auswirkung der Erkrankung im Alltag
      • Beratung im Umgang mit dem Patienten
      • gegebenenfalls Einweisung in den Umgang mit Hilfsmitteln und deren Wartung
  • Klinik für Rehabilitative Geriatrie und Ambulante Geriatrische Rehabilitation

    • Diagnostikmöglichkeiten
      • ERGO–Assessment
      • MMST (Mini Mental Status Test, Test zur Erfassung kognitiver Störungen bei älteren Patienten)
      • DemTect (Screening-Verfahren bei Verdacht einer vorliegenden Demenz)
      • Uhrzeichentest ( zur Unterstützung der Demenz- Diagnostik)
      • Panda (Parkinson Neuropsychometric Dementia Assessment, Dokumentationshilfe zu Demenz bei Patienten mit Morbus Parkinson)
      • Cerad (Consortium to Establish a Registry for Alzheimer's Disease neuropsychologische Testbatterie zur Erhärtung eines Demenzverdachts)
      • Stereognosie Test (zur Testung der Sensibiltät )
      • GAT (Gailinger Abzeichen Test zur Testung räumlicher Störungen)
      • Neglect Test ( zur Testung eines visuellen Neglects)
      • AKT (Alterskonzentrationstest zur Testung der Aufmerksamkeit)
      • ZVT (Zahlenverbindungstest zur Testung der Verarbeitungsgeschwindigkeit)
      • Viele weitere spezifische Testverfahren
    • Einzeltherapie
      • Motorisch-funktionelle Befunderhebung und Therapie (z. B. nach Schlaganfällen, Frakturen und/oder Gelenkersatz der oberen Extremitäten etc.)
      • Sensibilitätstraining bzw. Wahrnehmungstraining zur Förderung der Reintegration der betroffenen Körperteile ins Körperschema
      • Kognitive Testung und Therapie (z. B. nach Schlaganfällen, bei Verdacht auf Demenz etc.)
      • Selbsthilfetraining (z. B. Wasch-, Anzieh- und Esstraining)
      • Hilfsmittelberatung (z. B. Hilfen für Bad und Toilette, Anziehhilfen etc.)
    • Angehörigenberatung
      • Aufklärung über die Auswirkung der Erkrankung im Alltag
      • Beratung im Umgang mit dem Patienten
      • Ggf. Einweisung in den Umgang mit Hilfsmitteln und deren Wartung
      • Wohnraumberatung
    • Gruppentherapie
      • Haushaltstraining in der Therapieküche
      • Werktherapie
      • Feinmotorik-Training
    • Zusätzliches Angebot
      • Wöchentlicher Wohnraumvortrag als Unterstützung für die Versorgung des Patienten zu Hause
  • Ergotherapeutische Ambulanz

    Zusätzlich zu den stationären Patienten behandeln wir auch ambulante Patienten (ausschließlich Erwachsene). Erforderlich hierfür ist eine Verordnung (Rezept), ausgestellt durch Hausarzt oder Facharzt (z. B. Neurologe, Orthopäde, Geriater). Die Behandlung findet in der Regel 1 - 2 Mal pro Woche statt.

    Sollten Sie eine ambulante ergotherapeutische Behandlung benötigen, wenden Sie sich bitte telefonisch an die Ergotherapieabteilung und sprechen mit Frau Rupp, Tel: 0721/889-3207 oder Frau Heise Tel: 0721/889-3202