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Die Anfänge
Die Diakoniegemeinschaft, wie sie heute in unserem Werk besteht, hat ihre Anfänge in den ersten Jahren des Diakonissenhauses, das 1851 gegründet wurde. In dieser Zeit kamen vermehrt junge, ledige Frauen in die Diakonissenhäuser. Aus persönlichen oder familiären Gründen kam ein Eintritt in die Diakonissenschaft für sie nicht in Frage, aber sie waren doch an einer beruflichen Tätigkeit in einer diakonischen Einrichtung interessiert.Die Mitarbeit der sog. „Hilfsschwestern“, wie sie nun genannt wurden in Abgrenzung zu den Diakonissen, war sehr willkommen. Immer mehr Krankenhäuser,Gemeinden,Heime baten um Schwestern, doch die Zahl der Diakonissen wuchs nicht mehr in dem Ausmaß, wie es nötig gewesen wäre. Die entstandene Situation zwang die Verantwortlichen zum Handeln, nicht nur in Fragen der beruflichen Zurüstung, sondern auch in der Frage, wie die Hilfsschwestern mehr in die Lebensgemeinschaft eines Diakonissenhauses einbezogen werden könnten.
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Geregelte Arbeitsverhältnisse
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1921 wurde die Hilfsschwesternfrage erstmals auf einer Konferenz des „Kaiserswerther Verbandes“ (Dachorganisation deutscher Mutterhäuser) besprochen. Es folgte die Empfehlung an die Mutterhäuser, die Hilfsschwestern in ihre Einrichtungen zu integrieren. Sie sollten zur Ausbildung zugelassen und in ein geregeltes Arbeitsverhältnis aufgenommen werden. Das Karlsruher Mutterhaus gehörte mit zu den ersten Diakonissenhäusern, die einer Hilfsschwesternschaft unter ihrem Dach Raum gaben.
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1927 legten die ersten sieben sog. “Lehrtöchter“ (die sich in Ausbildung befindlichen Hilfsschwestern) zusammen mit sechs Diakonissen die staatliche Krankenpflegeprüfung ab. Zu dieser Zeit arbeiteten bereits etwa 3o Hilfsschwestern im Diakonissenhaus mit.
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Von der Hilfsschwester zur Verbandsschwester
Die Überlegungen vollzogen sich unter dem politischen Druck in großer Eile, so dass bezüglich der Inhalte des Verbandes viele Fragen offen blieben.
In einem Rundschreiben an die Diakonissenanstalten, wurde der 1.März 1939 als Gründungstag für die Verbandsschwesternschaft festgelegt. Eine bewusst christliche Gesinnung und der Wunsch zu einem Diakonissenhaus zu gehören, wird Grundlage für die Aufnahme in den Verband.
Noch im gleichen Jahr wurde zwar eine Verbandsschwesternordnung verfasst, doch andere Aktivitäten mussten hinter dem täglich Notwendigen der Kriegs-und Nachkriegszeit zurückstehen. Die Zahl der Verbandsschwestern unseres Hauses hielt sich in diesen Jahren konstant zwischen 40 und 50.
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Namensänderung, mehr Verantwortung
1951 beschloss der Verwaltungsrat der Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe Rüppurr den Namen Verbandsschwesternschaft in Diakonie-Verbandsschwesternschaft abzuändern, um den diakonischen Charakter mehr zu betonen.
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Die Aufnahme in die Schwesternschaft, erfolgte nun im Rahmen einer gottesdienstlichen Feier. Die Schwester wurde mit Handschlag verpflichtet und erhielt Brosche und Haube. Mit der abnehmenden Zahl der Diakonissen, wurde den Verbandsschwestern immer mehr Verantwortung in leitenden Positionen übertragen. Nicht nur im eigenen Werk, sondern auch in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen, die vertraglich mit dem Mutterhaus verbunden waren.
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Eine Gemeinschaft, offen für alle Mitarbeitenden
Im Jahr 1981 bewarben sich auch Männer, darunter Krankenpfleger und Mitarbeiter aus anderen Arbeitsbereichen unseres Hauses, um Aufnahme in den Verband.
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Aus diesem Anlass wurde der 1951 eingeführte Name, in Diakoniegemeinschaft abgeändert. Mit der Entscheidung sollte deutlich werden, dass die Gemeinschaft für alle Mitarbeitenden, auch verheiratete, offen steht. Zur Diakoniegemeinschaft in unserem Werk, gehören zur Zeit 98 Schwestern und Brüder.
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In unseren monatlichen Treffen, haben Geselligkeit und verschiedene Themen ihren Platz. Einmal im Jahr, findet der „Begegnungstag der Diakoniegemeinschaft“ statt, zu dem auch Familienangehörige eingeladen sind. Darüber hinaus gibt es viele offizielle Anlässe, die wir gemeinsam mit den Diakonissen wahrnehmen und mitgestalten. Daneben stehen noch eine ganze Reihe anderer Aktivitäten, die unsere Gemeinschaft bereichern und fördern und uns Gelegenheit geben, Schönes und Schweres miteinander zu teilen.
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Dem Christsein Gestalt geben
„Es geht um eine Gestaltung von Christsein in der Welt“, wie es Pastor Freytag,der ehemalige Direktor des Kaiserswerther Verbandes einmal formulierte.
Wir sind keine Lebensgemeinschaft, wohl aber eine Glaubensgemeinschaft, die sich an Gottes Wort und Auftrag orientiert. Als solche stehen wir betend und helfend hinter den Belangen unseres Werkes. Wir wollen und können unseren Mitgliedern nicht die Heimatgemeinde ersetzen. Aber wir möchten mit unserer Gemeinschaft eine Möglichkeit aufzeigen , wie christlicher Glaube in unserer Zeit gelebt werden kann.
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