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Diakonissen - damals und heute
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Am Anfang: ein Frauengebetskreis
Die Geschichte unserer Schwesternschaft begann mit einem Gebetskreis. Wo der Geist lebendig ist, geschieht Berufung. Die Frauen, die sich von der Not in ihrer Umgebung herausgefordert, im Jahr 1847 zum Gebet zusammenfanden, planten die Gründung einer Ausbildungsstätte für Krankenpflege-rinnen - Diakonissen - , wie es sie bereits in Straßburg und Kaiserswerth gab.
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In den Statuten, die von dem inzwischen gegründeten Frauenkomitee im Jahr 1849 an das Ministerium des Inneren eingereicht wurden, ist zu lesen:
- Diakonissen sind Dienerinnen Jesu Christi in Werken barmherzigen Liebe.
- Eine Diakonisse sucht in ihrem Beruf kein Verdienst, sondern eine Gelegenheit, sich dem dankbar zu
erweisen, der ihre Seele erlöst hat.
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Wie mag diese glaubensmutige Definition den Lesern in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Ohren geklungen haben, wenn sie die Aufrufe in den Blättern der Inneren Mission verfolgten? Vor allem, wie kamen diese Aufrufe bei den „christlichen Jungfrauen" an, die angesprochen wurden, sich für eine Ausbildung als Krankenpflegerin zu melden. Das Berufsrisiko wurde keineswegs verschwiegen. Pflege bei ansteckenden Krankheiten wie Cholera, Typhus u.a.m. war schlicht lebensgefährlich. Dazu kamen weitere Unsicherheitsfaktoren:
Das aufrufende Frauenkomitee hatte zu diesem Zeitpunkt weder eine Ausbildungsstätte noch Garantien für berufliche Sicherheit, wie sie heute in Ausbildungsgesetzen, Tarifverträgen, im Sozialversicherungsrecht gegeben sind.
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Berufung als Diakonisse - heute aktuell
Die Wellen der Studentenunruhen in den 60er Jahren machten vor den Diakonisenhäusern
nicht halt. Die Frage nach der eigenen Identität brach in den Schwesternschaften auf. In einem über Jahre währenden Prozess bewegten wir Diakonissen die Frage nach der Aktualität unserer Berufung heute.
Wir gingen zurück zu den Wurzeln: „Eine Schwestern Gemeinschaft, gewirkt durch den Heiligen Geist zum Dienst an der Gemeinde Jesu, zeichenhaft für das Einssein der Glieder an seinem Leib."
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Allein das Wort Gottes bringt in Bewegung, wirkt den Mut, aufeinander zuzugehen, aus der täglichen Vergebung neu zu beginnen. Wo die Bibel gelesen, das Wort in der Stille betrachtet wird, wirkt Gottes Geist im Herzen das Neuwerden der Person. Quelle unserer Kraft ist das Zeugnis der Schrift und die Liturgie.
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Das Evangelium den Menschen bringen
Unseren Auftrag sehen wir heute
- in stärkerer Akzentuierung des missionarisch-seelsorgerlichen Dienstes
- in biblisch-diakonischer Unterweisung junger Menschen
- im Einkehrhaus durch Empfang und geistliche Begleitung der Gäste.
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