Demenz

Was ist Demenz?

Demenz ist ein Muster von Symptomen, das bei Patienten mit organischen Hirnkrankheiten auftritt. Dazu gehört eine langsam fortschreitende Minderung verschiedener Hirnleistungen z. B.

Aufgrund der Definition durch die Weltgesundheitsorganisation WHO müssen die Symptome über mindestens 6 Monate bestehen, und so schwerwiegend sein, daß es zu Problemen bei der Alltagsbewältigung gekommen ist. Zusätzlich zu diesen Störungen, sollten auch Veränderungen der Emotionskontrolle und des Sozialverhaltens nachweisbar sein. Oft kommt es dabei auch zu Störungen des Verhaltens oder zu Persönlichkeitsveränderungen.

Nur bei sehr wenigen Patienten ist eine Demenz behandelbar oder rückbildungsfähig. Auch wenn bei einigen Patienten die Krankheit für eine gewisse Zeit unverändert bleibt oder sich der Zustand vorübergehend verbessert, schreitet die Demenz doch bei den meisten Patienten fort und führt schließlich zum Tod. Dabei sterben die meisten Patienten an Komplikationen wie z. B. einer Lungenentzündung.

Demenz ist vor dem 60. Lebensjahr ein sehr selten diagnostiziertes Krankheitsbild. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt jedoch die Häufigkeit schnell zu. Bei über 30% der 85-jährigen kann eine Demenz festgestellt werden. Man schätzt, daß in Deutschland mindestens 1,2 Millionen Menschen mit sicheren Zeichen einer Demenz leben. Hinzu kommt sicherlich noch eine ebenso große Zahl an Patienten in frühen Krankheitsstadien, die oft schwer erkannt werden.


Es gibt verschiedene Erkrankungen als Ursache für Demenz :

Daneben gibt es noch einen Anteil von ca. 5% potentiell heilbarer Erkrankungen welche zu Demenz-Symptomen führen können z. B.


Diagnose der Demenz

Demenzen werden im Frühstadium häufig übersehen, vor allem bei älteren Menschen. Dies liegt daran, daß Patienten oft versuchen ihre Gedächtnisprobleme zu verheimlichen oder herunterzuspielen um Bloßstellungen zu vermeiden. Angehörige glauben oft, daß ein Nachlassen der Denkfähigkeit und der Alltagsbewältigung normale Folgen des Alterungsprozesses seien, mit denen man sich abfinden müsse. Ärzte sind nicht immer um die Erfassung von Demenzerkrankungen bemüht, weil sie keine Therapiemöglichkeiten sehen.

Dabei ist die Diagnose in den meisten Fällen einfach: 90% aller Demenzfälle lassen sich einzig und allein aus einer Beschreibung der Symptome durch Bezugspersonen diagnostizieren!

1. Erfassen der Warnzeichen für eine Demenz durch Klagen des Patienten und/oder Bericht eines Angehörigen z. B. neu aufgetretene, anhaltende oder fortschreitende Schwierigkeiten

2. Prüfung der Denkfunktion durch standardisierte Testverfahren

3. Körperliche (einschließlich neurologische) Untersuchung

4. Bildgebende Verfahren des Gehirns

5. Ausschluß behebbarer Ursachen einer Demenz mittels weiterer Laboruntersuchungen

Geriatrisches Zentrum


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