Parkinson Syndrom (Schüttellähmung)
Beim Parkinsonsyndrom handelt sich nicht um eine Lähmung, wie dies die deutsche Krankheitsbezeichnung vermuten ließe, sondern um einen Zelluntergang im Mittelhirnbereich in der s.g. schwarzen Substanz (Substantia nigra).
Dieser Zelluntergang führt zu folgenden Hauptsymptomen:
- Zittern ;
Steifigkeit;
Bewegungsverlangsamung ;
psychische Störungen, wie Depression ;
Störungen der vegetativen Funktion, wie z.B. Blasenfunktionstörung oder Störung der Wärmeregulation.
Die Diagnosestellung ist manchmal nicht einfach, da es z.B. viele Ursachen für das Zittern gibt, ohne das die Diagnose Parkinson gestellt werden kann. Wir führen alle notwendigen Untersuchungen durch, um das Parkinsonsyndrom z.B. auch schon im Frühstadium zu erkennen. Dazu gehören Kernspinuntersuchung des Gehirns, s.g. SPECT-Untersuchungen, die die Zelluntergänge in der Substancia nigra nachweisen können, ebenso PET-Untersuchung (Positronenemissionstomographie), die ebenfalls diese Zelluntergänge in der schwarzen Substanz dokumentieren können.
Die Therapie ist mehrschichtig und beinhaltet:
- die medikamentöse Behandlung, wobei eine große Anzahl von gut wirksamen Medikamenten zur Verfügung stehen;
Krankengymnastik ;
Ergotherapie und ggf. Sprach- und Sprechtherapie, sowie Soziotherapie, d.h. Hilfen im Alltag für den Betroffenen, aber auch für die Partner und Angehörigen.
Fortbildungskurse für Angehörige und Ärzte.
Schlussendlich, bei Versagen der genannten Interventionen, kann eine operative Intervention , wie z.B. die Tiefenhirnstimulation oder eine andere Methode diskutiert werden.
Neuro-Psychiatrisches Praxis-Zentrum
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