"Gehet hin!"

So sendet Jesus seine Jünger. Deswegen besuchen wir auch ohne Anfrage regelmäßig die Stationen des Hauses. Manchmal kostet es Patienten Überwindung, nach einem Seelsorger zu verlangen. Kommt hingegen der Seelsorger von sich aus, wird der Besuch meist dankbar angenommen. Wichtig ist uns dabei der Angebotscharakter. Niemand wird zu einem Gespräch gedrängt. Die Konfession des Patienten spielt von unserer Seite aus keine Rolle. Im Haus besteht eine gute Zusammenarbeit mit der katholischen Krankenhausseelsorge. Gerne vermitteln wir auch Anfragen an die zuständigen Pfarrämter weiter.

Besuch zu jeder Zeit

Selbstverständlich machen wir Besuche auf Wunsch des Patienten. Um diese in dringenden Fällen auch rund um die Uhr gewährleisten zu können, haben wir einen Bereitschaftsdienst eingerichtet. So ist für den Patienten über das Pflegepersonal jederzeit einer der Seelsorger erreichbar.

Das Gespräch

Die seelsorgerliche Begegnung verläuft naturgemäß im Einzelfall sehr unterschiedlich. Sie kann ein kurzes Gespräch bis zur umfassenden Lebensbeichte, von den momentanen Erlebnissen im Krankenhaus bis zu grundsätzlichen religiösen Fragen alles beinhalten. Bei allem versuchen wir, auf die Anliegen des Patienten einzugehen. Auch die Häufigkeit der Besuche ist sehr unterschiedlich. Es kann bei einer einmaligen Begegnung bleiben, es kann auch zu einer (vor allem bei Langzeitpatienten) dauerhaften seelsorgerlichen Betreuung für die Zeit im Krankenhaus kommen. Wie das Gespräch auch verlaufen mag: Es ist uns wichtig, mitmenschliche Nähe, Bereitschaft zum Zuhören, Offenheit für die Sorgen und Nöte der Menschen zu vermitteln und Hilfe und Trost, Hoffnung und Mut zum Leben aus Gottes Wort weiterzugeben. Für viele Menschen ist auch das Gebet am Ende eines Gesprächs von großer Bedeutung.

Weitere Angebote

Ohnehin geht unser seelsorgerliches Angebot über das reine Gespräch hinaus. Nicht alle Patienten können - aus gesundheitlichen oder auch anderen Gründen - unsere Gottesdienste besuchen. Gerne nehmen wir deshalb auch Anfragen bezüglich einer Andacht oder einer Abendmahlsfeier im Zimmer auf. Diese kann dann auch zusammen mit weiteren Patienten oder gemeinsam mit den Angehörigen gehalten werden. Manchmal entsteht so eine "Zimmergemeinde" von ganz eigenem Charakter. Natürlich gilt entsprechendes auch für die katholische Kommunionsfeier und Spendung der Krankensalbung.

Für Angehörige

Von der Krankheit eines Menschen sind auch seine Angehörigen mitbetroffen. So steht unser seelsorgerliches Angebot natürlich auch den Angehörigen unserer Patienten offen. Über den Krankenhausaufenthalt hinaus sind uns eine weitere Begleitung oder die Durchführung von Amtshandlungen freilich in Ausnahmefällen in begrenztem Umfang möglich.